Andrea Bindig
deutsche Juristin
From Wikipedia, the free encyclopedia
Leben und Wirken
Nach dem Abitur an der Jacob-Grimm-Schule Kassel studierte Bindig Rechtswissenschaften an der Universität Göttingen und kurzzeitig auch an der Katholieke Universiteit Leuven. Nach ihrem Ersten Staatsexamen nahm sie eine Tätigkeit als wissenschaftliche Mitarbeiterin am Lehrstuhl für Öffentliches Recht, Europarecht und Rechtsphilosophie von Ulrich Haltern an der Universität Hannover an. Von dieser wurde sie mit der Schrift Humanitäres Völkerrecht als symbolische Form zur Dr. iur. promoviert. Ihr Referendariat im Bezirk des Oberlandesgerichts Celle schloss sie mit dem Zweiten Staatsexamen ab und trat anschließend in den Dienst der niedersächsischen Justiz. Dort wurde sie am Sozialgericht Hannover eingesetzt und im März 2012 zur Richterin am Sozialgericht (auf Lebenszeit) ernannt. Von 2018 bis 2019 war sie als wissenschaftliche Mitarbeiterin an das Bundessozialgericht abgeordnet, von 2020 bis Juni 2023 an das Bundesverfassungsgericht. In diese Zeit fällt ihre Ernennung zur Richterin am Landessozialgericht Niedersachsen-Bremen im August 2021. Im September 2020 unternahm Bindig den Versuch, für den Bundestagswahlkreis Göttingen I für die SPD, in die sie 2017 eingetreten war, bei den Bundestagswahlen 2021 für den Bundestag zu kandidieren.[2] Bei der parteiinternen Abstimmung über die Auswahl des Kandidaten unterlag sie indes Andreas Philippi.[3] Ab März 2025 leitete Bindig im Niedersächsischen Justizministerium das Referat für Bundesratsangelegenheiten, Öffentliches Recht, Prozessrecht der öffentlich-rechtlichen Fachgerichtsbarkeiten und Europarecht.
Im Dezember 2025 wurde Bindig zur Richterin am Bundessozialgericht gewählt.[4] Ihr Amt trat sie zum März 2026 an und wurde dem für das Asylbewerberleistungsgesetz sowie die Sozialhilfe zuständigen 8. Senat zugewiesen.[5]