Andrea Pollack

deutsche Schwimmerin From Wikipedia, the free encyclopedia

Andrea Pollack, verheiratete Andrea Pinske (* 8. Mai 1961 in Schwerin; † 11. März 2019 in Berlin), war eine deutsche Schwimmerin und dreifache Olympiasiegerin.

Schnelle Fakten Persönliche Informationen, Olympische Spiele ...
Andrea Pollack
Andrea Pollack (1977)
Persönliche Informationen
Name: Andrea Pollack
Nation: Deutschland Demokratische Republik 1949 Deutsche Demokratische Republik
Schwimmstil(e): Schmetterling
Geburtstag: 8. Mai 1961
Geburtsort: Schwerin
Sterbedatum: 11. März 2019
Sterbeort: Berlin
Größe: 1,64 m
Medaillen
Olympische Ringe
 Olympische Spiele
Gold 1976 Montreal 200 m Schmetterling
Gold 1976 Montreal 4 × 100 m Lagen
Silber 1976 Montreal 4 × 100 m Freistil
Silber 1976 Montreal 100 m Schmetterling
Gold 1980 Moskau 4 × 100 m Lagen
Silber 1980 Moskau 100 m Schmetterling
Fédération Internationale de Natation
 Weltmeisterschaften
Silber 1978 Berlin 100 m Schmetterling
Silber 1978 Berlin 4 × 100 m Lagen
Bronze 1978 Berlin 200 m Schmetterling
European Aquatics Logo
 Europameisterschaften
Gold 1977 Jönköping 100 m Schmetterling
Gold 1977 Jönköping 4 × 100 m Lagen
Silber 1977 Jönköping 200 m Schmetterling
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Werdegang

Andrea Pollack schwamm bei den Olympischen Spielen 1976 in Montreal als erste Frau über 100 Meter Schmetterling (in der 4-mal-100-Meter-Lagenstaffel) unter einer Minute. Neben der Goldmedaille in der Lagenstaffel gewann sie Gold über 200 Meter Schmetterling und Silber über 100 Meter Schmetterling und mit der 4-mal-100-Meter-Freistilstaffel. Bei den darauf folgenden Olympischen Spielen 1980 in Moskau wurde sie noch einmal Olympiasiegerin mit der 4-mal-100-Meter-Lagenstaffel und errang Silber über 100 Meter Schmetterling.

1978, bei den Schwimmweltmeisterschaften in West-Berlin gewann sie zwei Silbermedaillen und eine Bronzemedaille. Über 200 Meter Schmetterling (Bronze) und den 100 Meter Schmetterling (Silber) konnte sie während der Wettkämpfe jeweils einen neuen Weltrekord aufstellen.

Im Jahr 1987 wurde sie in die Ruhmeshalle des internationalen Schwimmsports aufgenommen. Ihr Sohn Michael Pinske ist ein erfolgreicher Judoka.

Nach Beendigung ihrer Karriere als Leistungssportlerin arbeitete sie fast 40 Jahre als Physiotherapeutin im Olympiastützpunkt Berlin.[1] Sie starb im März 2019 im Alter von 57 Jahren an den Folgen einer Krebserkrankung.[2]

DDR-Doping

Im Zuge des DDR-Dopingprozesses und den damit im Zusammenhang stehenden Nachforschungen und Archivaufarbeitungen der Praktiken der DDR-Mediziner und Sportfunktionäre wurden unter anderem Dopingplan-Vorgaben von Andrea Pollack gefunden,[3] womit ihr damaliger, extrem muskulöser Körperbau zu erklären ist.[4] Des Weiteren wurde sie Ende Oktober 1977 bei einer internen Dopingkontrolle positiv getestet.[5] Nach der Wende gab sie zu, dass ihre Leistungen mittels leistungssteigernder Substanzen, wie Steroiden, verstärkt wurden.[6] Im ersten großen Dopingprozess vor dem Landgericht Berlin gegen den Sportmediziner Bernd Pansold und fünf weitere Beschuldigte sagte sie als Zeugin aus.[7][8][9]

Auszeichnungen (Auswahl)

Commons: Andrea Pollack – Sammlung von Bildern

Einzelnachweise

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