Gymnasium Andreanum
Gymnasium der evangelischen Landeskirche Hannovers in Hildesheim
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Das Gymnasium Andreanum in Hildesheim ist eine staatlich anerkannte Schule in freier Trägerschaft der Evangelisch-Lutherischen Landeskirche Hannovers.
| Gymnasium Andreanum | |
|---|---|
| Schulform | Gymnasium |
| Gründung | 1225 (oder früher) |
| Adresse | Hagentorwall 17 |
| Ort | Hildesheim |
| Land | Niedersachsen |
| Staat | Deutschland |
| Koordinaten | 52° 9′ 14″ N, 9° 56′ 35″ O |
| Träger | Evangelisch-Lutherische Landeskirche Hannovers |
| Schüler | 871 (November 2016) |
| Website | www.andreanum.de |
Geschichte



Das Andreanum kann auf eine fast 800-jährige Geschichte zurückblicken. Es wurde 1225 erstmals urkundlich erwähnt, als der Erzbischof von Mainz den Streitfall um die Konkurrenz, die die Schule an der Andreaskirche (daher der lateinische Name) für die Schule am Dom darstellte, zu Gunsten des Andreanums entschied.
1504 zog die Schule in ein neues Gebäude am Andreasplatz. 1542 wurde das Andreanum im Zuge einer neuen Kirchen- und Schulordnung durch Johannes Bugenhagen evangelisch-lutherisch und ging 1546 von kirchlicher in städtische Trägerschaft über. 1654 zog das Andreanum erneut um, das neue Schulgebäude lag auch am Andreasplatz.
1866 umfasste die Schule ein „besonderes Gymnasium“ (Prima-Quinta), eine „besondere Realschule erster Ordnung“ (Prima-Quinta) sowie gemeinschaftliche Klassen beider Schulformen (Sexta-Octava). 1869 baute Conrad Wilhelm Hase für das „Königliche Gymnasium Andreanum“ ein neues Schulgebäude an der Goslarschen Straße. 1885 wurde das 1850/51 eingerichtete „selbständige Realklassensystem“ als „Königliches Andreas-Realgymnasium“ abgetrennt, diese Schule trägt heute den Namen Scharnhorstgymnasium.
Nach der Bildung der Freiwilligen Feuerwehr Hildesheim wurde 1879 am Andreanum die „Freiwillige Schülerfeuerwehr am Gymnasium Andreanum“ gegründet. Sie ist damit eine der ersten deutschen Jugend- bzw. Schülerfeuerwehren.[1] In der Chronik ist dazu nachzulesen: „mit Freunde und Eifer widmete sich die jugendliche Schar ihren Übungen“. 1885 wurde die Schülerfeuerwehr aufgrund eines durch die Schulbehörde ausgesprochenen Verbotes wieder aufgelöst.[2]
1934 wurde der Schulleiter Friedrich Wißmann von den Nationalsozialisten seines Amtes enthoben. Er hatte eine illegale alternative Bibliothek an der Schule eingerichtet. 1945 wurde das Schulgebäude an der Goslarschen Straße während der Luftangriffe auf Hildesheim zerstört. Einen Tag vor der Zerstörung wurde im Keller des Andreanums einem einzigen Schüler die Abiturprüfung abgenommen (Ekkehard Wieprecht). Er wählte als Thema die Kellerszene aus Goethes Faust aus. Die Prüfung wurde im Nachhinein staatlich anerkannt, womit er den Abiturjahrgang 1945 repräsentierte.
Der Unterricht wurde daraufhin in der Volksschule Hohnsen (1945/46), im „Alten Brauhaus“ (1945/46), in der Baracke am Cheruskerring (1946/47), in der Volksschule Moltkestraße (1947–1952) und in der Freiherr-vom-Stein-Schule (1952–1962) abgehalten, bevor 1962 der Neubau am Hagentorwall, auf der alten Stadtmauer errichtet, bezogen wurde. Das Telemann-Haus wurde drei Jahre später eingeweiht; es diente bis Ende 1984 als Schülerwohnheim.
1948 wurde die Schülerzeitung „Der Andreaner“ gegründet. Ab 1954 wurde das Andreanum von der Stadt Hildesheim verwaltet. 1975 wurde die reformierte Oberstufe eingeführt und 1977 wurde die evangelisch-lutherische Landeskirche Hannovers Schulträger. 1981, 1985, 1995, 1998 und 2005 wurde die Schule baulich erweitert, u. a. um einen Andachtsraum, eine Bibliothek und ein „Haus der Musik“.
Schulprofil
Das Gymnasium Andreanum ist eine staatlich anerkannte Privatschule in freier Trägerschaft der evangelisch-lutherischen Landeskirche Hannover. Sie setzt entsprechend Akzente in der Gestaltung des schulischen Lebens.
Die Diakonie ist ein solcher Akzent. Die Integration der Schüler in den ersten Jahren wird gefördert, ein offenes Verhältnis zwischen Lehrenden und Schülern wird angestrebt, vielfältige Angebote von Beratung, Unterstützung und Schulsozialarbeit stehen den Schülern zur Verfügung. Ferner muss am Ende der 10. Klasse ein Praktikum in einer Einrichtung der Diakonie geleistet werden. Seit 2013 wird eine der 5. Klassen als „Inklusionsklasse“ geführt, in der Schüler mit unterschiedlichem Förderbedarf zieldifferent gemeinsam mit den Schülern mit gymnasialem Bildungsziel unterrichtet werden. Ein weiterer Schwerpunkt ist die inklusive Beschulung hörbehinderter oder gehörloser Schüler.

Im Sinne seiner altsprachlichen Tradition lernen am Andreanum alle Schüler Latein als zweite Fremdsprache. Altgriechisch kann neben Französisch im Wahlpflichtbereich ab Klasse 8 gewählt werden. Daneben gibt es auch die Möglichkeit, Mathematik/Naturwissenschaften oder Sozialwissenschaften/Religion als Wahlpflichtfach zu wählen.
Die Schüler können folgende altsprachliche Abschlüsse erwerben: kleines Latinum (nach Klasse 10), Latinum (nach 11), großes Latinum, Graecum (nach 12).
Ein weiterer Akzent ist die musische Bildung. Sie wird neben den Fächern Kunst und Musik durch Chöre, Orchester, musikalischen Arbeitsgemeinschaften und Theatergruppen vermittelt. Außerdem nehmen Andreaner an musischen Wettbewerben teil. Jeweils eine Klasse eines 5. Jahrgangs hat als „Musik-Klasse“ verstärkten Musikunterricht, der dem gemeinsamen Musizieren und der Arbeit in Musikprojekten gewidmet ist.
Als evangelische Schule pflegt das Andreanum ein geistliches Leben. Jeden Donnerstagmorgen zwischen 7:45 Uhr und 8.00 Uhr findet eine Schulandacht statt, die meist von Klassen oder Lerngruppen gestaltet wird, weiterhin gibt es mehrmals im Jahr Gottesdienste in der Michaeliskirche, die an das Schulgelände des Gymnasiums Andreanum angrenzt, und der Andreaskirche im Stadtzentrum. Am Andreastag (30. November) findet für die 5. Klassen jährlich ein Erkundungsprojekt in der Andreaskirche statt.
Das Schulgelände

Der auf der alten Stadtmauer am Hagentorwall errichtete Neubau wurde von 1960 bis 1962 nach Planung des hannoverschen Architekten und Hochschullehrers Dieter Oesterlen (1911–1994) errichtet. Das längliche, zweigeschossige Hauptgebäude bildet zusammen mit dem West- und dem Osttrakt (beide dreigeschossig) ein auf dem Kopf stehendes U (wenn man nach Norden sieht). Weil das auf den alten Stadtmauern Hildesheims stehende Hauptgebäude jedoch etwa zehn Meter höher gelegen ist als die anderen beiden Gebäude, ist sein Erdgeschoss auf Höhe der 3. Stockwerke der West- und Ost-Trakte und über kleine „Skywalks“ verbunden.
Östlich davon wurde 1965 das Telemann-Haus errichtet, es diente zunächst als Internat. 1985 erfolgte der Umbau des inzwischen geschlossenen Internats. Das Telemann-Haus beherbergt seitdem die Oberstufe mit Klassenzimmern auf zwei Etagen, auch Fachräume, ein Fotolabor und ein Aufenthaltsraum im Keller. In ihm befinden sich außerdem der Telemann-Saal, der dem Andreanum als Ersatz für eine Aula dient, sowie Wohnungen für Beschäftigte der Schule.
1981 wurde die neue Sporthalle zwischen Telemann-Haus und restlichem Schulgelände eingeweiht. An der Südseite der Sporthalle entlang liegen eine 50-Meter-Laufbahn und ein Weitsprungbecken, ferner (südöstlich der Halle) ein Basketball-/Bolzplatz. Diese kleine Außensportanlage wird durch die alten Überreste des mittelalterlichen St.-Michaelis-Klosters in Form eines Tores vom bisher beschriebenen Schulgelände der Unter- und Mittelstufe abgegrenzt.
1995 wurde der Westtrakt der Schule ausgebaut und um sechs Klassenzimmer ergänzt. An die Westseite des Westtrakts sind zwei kleinere turmartige Gebäude angeschlossen, von denen das eine zwei-, das andere dreistöckig ist. Vollständig in das Gebäude des Westtrakts integriert, sind ihre Stockwerke über kurze Glasbrücken mit dessen Fluren verbunden. Fünf Klassen konnten so dem Westtrakt hinzugefügt werden.
1998 erhielt das Gymnasium einen Kunsttrakt und einen Andachtsraum sowie eine Cafeteria. Das Gebäude des Andachtsraums schließt westlich an das Erdgeschoss des Westtrakts an. Die Stadtmauer dient ihm als Außenwand, ebenso wie dem Kunsttrakt, der südlich des Westtraktes liegt. Dessen dreieckige Dachkonstruktion ermöglicht hohen Lichteinfall.
Im Untergeschoss des Osttraktes ist als Folge der Umstellung auf Ganztagesbetrieb eine Mensa eingebaut worden.
Seit 2005 steht zwischen der Treppe vom Haupteingang zum Schulhof hinab und der Sporthalle das zweistöckige Bibliotheksgebäude.
Zwischen Sporthalle und Telemannhaus wurde 2012 ein eigener Trakt mit Musikräumen errichtet, der in Größe und Ausstattung der Bedeutung des musischen Profils der Schule Rechnung trägt.
Die Bibliothek


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Während anfangs nur eine kleine Bücherei für Lehrer existierte, wurde 2000 ein Zeichensaal im Hauptgebäude zur Schüler- und Lehrerbibliothek umgebaut.
Mit dem Wachstum der Bibliothek und der zunehmenden Nutzung genügten diese Möglichkeiten den Ansprüchen und Erwartungen nicht. So wurde 2005 ein Neubau neben der Sporthalle eingerichtet. Er stammt von dem Architekturbüro Marquardt (Manfred Marquardt & Julia Martens Heinemann, Hildesheim) und wurde am 26. Juni 2005 zum zehnten „Tag der Architektur“ in Niedersachsen für Besucher geöffnet. Die Brutto-Grundfläche (BGF) beträgt ca. 300 m², die Baukosten lagen bei 420.000 Euro.[3] Der Neubau ist ein zweistöckiger glasbetonter Quader in Rot, dessen zweiter Stock überragt. Der Neubau verfügt über die doppelte Nutzfläche wie die alte Bibliothek für die inzwischen ca. 6000 Medien, dazu über je ein Ausleihe- und Bibliothekarsbüro, einen Konferenzraum, einen neunplätzigen Computerraum mit Internetanschluss sowie W-LAN-Plätze für Laptop-Arbeit.
Mit der Konstituierung des Andreanums als Ganztagsschule gewann die Bibliothek zunehmend als Aufenthalts- und Arbeitsbereich an Bedeutung. Der Bestand an Kinder- und Jugendbüchern wird kontinuierlich erweitert. Außerdem wurde die Bibliothek neu eingerichtet mit Sofas, Sesseln, Teppichen, Gemälden und Gesellschaftsspielen. Ein Gästebuch steht für Kritik zur Verfügung. Weiterhin wurde der Konferenzraum, der vormals wegen seiner kostbaren Buchbestände als Arbeitsraum nicht zur Verfügung stand, geöffnet und die bestehenden Tische als Stellplatz für Ausstellungen und Neuerscheinungen genutzt.
Schulverfassung


Für das Gymnasium Andreanum gilt eine eigene Schulverfassung, die teilweise von den für die staatlichen Schulen geltenden Vorgaben abweicht. So sind im Schulvorstand auch der Kirchenkreis und das Evangelische Schulwerk vertreten. Anstelle der Gesamtkonferenz gibt es eine Lehrkräftekonferenz, zu der ausschließlich die Lehrer gehören (parallel zu den Eltern- und Schülervertretungen).
Schulpartnerschaften und Schüleraustausch
Es bestehen Schulpartnerschaften und teils auch regelmäßige Schüleraustausche zu
- dem Lycée de l’Image et du Son in Angoulême (Frankreich)
- der Dane Court Grammar School in Broadstairs (England)
- der Perkiomen School in Pennsburg, PA (USA)
- der Kodaikanal International School in Kodaikanal, Tamil Nadu, Südindien.
Das Gymnasium Andreanum[4] pflegt eine Partnerschaft und einen Schüleraustausch[5] mit der Kodaikanal International School in Kodaikanal, Tamil Nadu, Südindien. Die beteiligten Schulen fördern gemeinsame soziale Projekte in Südindien.
Im Jahr 2012 besuchten sieben Schüler und drei Lehrer der südindischen Partnerschule Kodaikanal International School das Gymnasium Andreanum. Sie nahmen am Schulleben des Andreanum teil. Zwei Opernbesuche, das Weihnachtsoratorium, ein gemeinsamer Schulgottesdienst in der Hildesheimer St.-Andreas-Kirche und eine Exkursion nach Berlin waren in diesem Jahr die Höhepunkte des Schüleraustausches.[6]
Statistik
Insgesamt hatte das Gymnasium Andreanum im November 2016 in den Jahrgängen 5–12 871 Schüler (227 davon in der Qualifikationsphase der Jahrgänge 11 und 12). 406 Jungen standen 465 Mädchen gegenüber; 675 von ihnen waren evangelisch, 99 römisch-katholisch, 22 muslimisch, 25 gehörten anderen Konfessionen oder Religionen an und 72 waren ohne Konfession. Insgesamt waren 92 Lehrkräfte und Mitarbeiter am Andreanum tätig.[7]
Persönlichkeiten
Schulleiter
- Johann Georg Lohmeyer († 1680), 1650–1675
- Johann Christoph Losius (1659–1733)
- Andreas Christoph Augspurg (1660–1717), 1688–1697/98
- Johann Andreas Buttstedt (1701–1765), 1741–1743
- Ludwig Gottlieb Crome (1742–1794), 1768–1770[8]
- Ludwig Julius Billerbeck, 1806–1823[8]
- Gottfried Seebode (1792–1868), 1823–1834[8]
- Wilhelm Samuel Gottlieb Lipsius, 1834–1848[8]
- Wilhelm Brandt, 1849–?[8]
- Gustav Lahmeyer (1827–1915), 1868–1873
- Franz Jacobi, ab 1906[9]
- Albert Zimmermann (1854–1925), 1909–1921
- Hans Walther (1884–1971), 1934–1949
- Martin Boyken (1908–1983), 1955–1974
- Heinz Pust, 1976–1983
- Kurt Gieseking, 1983–2000
- Hartmut Schulz, 2000–2016
- Dirk Wilkening, ab 2017
Lehrer
- Friedrich Georg Hornemann († 1786), Lehrer und Pastor
- Johann Heinrich Justus Köppen (1755–1791), Lehrer 1783–1791, Altphilologe
- Gerhard Hartmann (1806–1880), Lehrer 1839–1848, Mathematiker, Gymnasial- und Hochschullehrer sowie Kommunalpolitiker
- Karl Ludwig Grotefend (1807–1874), Lehrer 1829–1833, Historiker, Archivar und Numismatiker
- Heinrich Wilhelm Schweckendieck (1811–1891), Schüler und Lehrer 1833, Klassischer Philologe und Gymnasialdirektor und Mitarbeiter am Grimmschen Wörterbuch
- Otto Fischer (1826–1913), Lehrer 1848–1867
- Friedrich Knoke (1844–1928), Altphilologe, Erforscher der Varusschlacht
- Hermann Schubert (1848–1911), Mathematiker, Lehrer von Adolf Hurwitz
- Carl Stegmann (1852–1929), Referendar 1877/1878, Klassischer Philologe
- Adolf Vogeler (1858–1935), Lehrer 1882–1924, Schriftsteller
- Johannes Heinrich Gebauer (1868–1951), Lehrer 1908–1924
- Ferdinand Rossner (1900–1987), Oberstudienrat, Biologe und nationalsozialistischer Hochschullehrer
- Gerhard Bergmann (1901–1945), Referendar, Historiker
- Christian Grube (* 1934), Lehrer, Chorleiter und Universitätsdozent
- Uwe Wolff (* 1955), Kulturwissenschaftler, Schriftsteller und Theologe, Lehrauftrag 1989–2009[10]
- Martin Biastoch (* 1965), Lehrer, Altphilologe und Historiker
- Nora Steen (* 1976), Lehrerin, evangelische Theologin
Schüler
- Anton Moker (um 1540–1607), klassischer Philologe, Philosoph und Hochschullehrer
- Johannes Bissendorf (um 1585–1629), evangelischer Geistlicher und Märtyrer
- Heinrich Wendt (1605–1683), Chronist
- Heinrich Schomburg (1630–1690), lutherischer Theologe
- Johann Justus Oldecop (1635–1685), Theologe, Geistlicher, Gymnasialprofessor und Autor
- Caspar Calvör (1650–1725), Theologe
- Christian Reineccius (1668–1752), Hebraist, Theologe und Pädagoge
- Johann Melchior Hinüber (1672–1752), Jurist
- Jesaias Friedrich Weissenborn (1673–1750), lutherischer Theologe
- Georg Philipp Telemann (1681–1767), Komponist
- Henning Bernhard Witter (1683–1715), ev. Theologe
- Henning Calvör (1686–1766), Theologe und Lehrer für Bergbau
- Joachim Barward Lauenstein (1698–1746), Pfarrer an der Michaeliskirche, Regionalhistoriker
- Johann Friedrich Falke (1699–1753), lutherischer Pfarrer, Historiker und Fälscher
- Johann Carl Koken (1715–1773), Autor und Theologe
- Hermann Erich Winkler (1738–1793), evangelischer Geistlicher
- Heinrich Julius Willerding (1748–1834), evangelisch-lutherischer Geistlicher, Hauptpastor und Senior in Hamburg
- Hermann Heimart Cludius (1754–1835), protestantischer Pfarrer, Schriftsteller und Pomologe
- Heinrich Friedrich Link (1767–1851), Universalgelehrter
- Friedrich Konrad Hornemann (1772–1801), Afrikaforscher
- Friedrich Brandis (1775–1854), lutherischer Theologe, Konsistorialrat und Generalsuperintendent
- Johann Christian Koken (1779–1857), Schuldirektor in Holzminden
- Eduard von Schrader (1779–1860), Rechtswissenschaftler
- Karl Melchior Jakob Moltke (1783–1831), Opernsänger (Tenor)
- Wilhelm Wachsmuth (1784–1866), Historiker
- Friedrich Lasius (1806–1884), Pastor und Superintendent
- Conrad Matthies (1807–1856), Theologe und Mitglied der Frankfurter Nationalversammlung
- Hans Brackebusch (1808–1880), Theologe und Politiker
- Wilhelm Dettmer (1808–1876), Opernsänger (Bass)
- Friedrich Adolph Roemer (1809–1869), Geologe, Botaniker und Jurist
- Bernhard von Langenbeck (1810–1887), Chirurg
- Eduard Georg Schröter (1811–1888), evangelischer Theologe und Mitbegründer der Freien Gemeinde in den USA
- Carl Ferdinand Nieper (1812–1879), Jurist und Reichstagsabgeordneter, Landdrost von Ostfriesland
- Friedrich Ludolf Denckmann (1820–1916), Pfarrer, Paläontologe und Fossiliensammler
- Hermann Schläger (1820–1889), Reichstagsabgeordneter, Mitglied des Zollparlaments und des Preußischen Abgeordnetenhauses
- August Seidensticker (1820–1899), Forstwissenschaftler
- August Wilhelm Willerding (1821–1897), königlich preußischer Generalmajor
- Friedrich Wilhelm Andreae (1822–1872), Schuldirektor und Schriftsteller
- Carl Leverkühn (1823–1906), Geheimer Regierungsrat, Pädagoge und Schulrat
- Eduard Hahn (1824–1901), Abitur 1841, lutherischer Theologe, Konsistorialrat und Generalsuperintendent
- Wilhelm Brandes (1834–1916), Apotheker, Botaniker und Medizinalrat
- Ernst Küper (1835–1912), Oberbürgermeister von Krefeld, MdHH
- Theodor Tappen (1835–1898), Jurist und Bürgermeister
- Heinrich Adolph (1836–1914), Pastor und Autor
- Paul von Heimburg (1836–1913), preußischer Generalleutnant
- Karl Heinrich Rosenbusch (1836–1914), Mineraloge und Petrograph
- Carl Adolph (1838–1890), Astronom[11]
- Eduard Baring (1838–1900), Generalsuperintendent der lutherischen Kirche
- Julius Tietz (1838–nach 1901), Theologe und Schulleiter
- Adolf Goering (1841–1906), Bauingenieur und Hochschullehrer
- Ernst Häseler (1844–1911), Eisenbahningenieur und Hochschullehrer
- Thomas von Issendorff (1846–1913), preußischer Generalleutnant
- Theodor Hermann August Lubrecht (1846–1919), Abitur 1866, lutherischer Geistlicher und Politiker, Mitglied des Preußischen Abgeordnetenhauses
- Gustav Emil Schwartz (1847–1910), Architekt und Stadtbaumeister von Hildesheim
- Theodor Barth (1849–1909), Politiker und Publizist
- Adolf Hartwieg (1849–1914), Jurist und Politiker
- Alfred Wagner (1852–1931), Landrat
- Otto Haeseler (1853–1928), Physiker und Hochschullehrer
- Ludwig Götting (1854–1920), Jurist und Politiker, Mitglied des Deutschen Reichstags
- Hermann Pipo (1854–1920), Architekt, Autor und Hochschullehrer
- Adolf Wermuth (1855–1927), Jurist, Verwaltungsbeamter und Politiker, Berliner Oberbürgermeister
- Carl von Fidler (1856–1927), Abitur 1876, preußischer Verwaltungsjurist, Landrat, Regierungspräsident in Erfurt und in Frankfurt (Oder)
- Friedrich Schultze (1856–1932), Architekt, Baubeamter und Schriftleiter
- Julius Hurwitz (1857–1919), Mathematiker
- Friedrich Loofs (1858–1928), evangelischer Kirchenhistoriker
- Anton von Steuben (1858–1928), preußischer Generalmajor
- Adolf Hurwitz (1859–1919), Mathematiker
- August Denckmann (1860–1925), Geologe
- Karl Jordan (1861–1959), Entomologe und Museumsdirektor
- Rudolf Otto (1869–1937), Theologe
- Heinrich Willers (1870–1915), Archäologe und Numismatiker
- Gustav Fränkel (1871–1944), Textilunternehmer, Politiker und Mäzen
- Heinrich Spanuth (1873–1958), Lehrer und Historiker
- Heinrich Jasper (1875–1945), Politiker (SPD), Ministerpräsident des Freistaates Braunschweig
- Carl Wolpers (1875–1962), Notar und Präsident der Reichsnotarkammer
- Georg Greve-Lindau (1876–1963), impressionistischer Maler
- Otto Palandt (1877–1951), Präsident des Reichsjustizprüfungsamtes 1934–1943 und Namensgeber des BGB-Kommentars Palandt[12]
- Heinrich Fründ (1880–1952), Abitur 1899, Chirurg
- Bruno Italiener (1881–1956), liberaler Rabbiner und Schriftsteller
- Richard Cappelle (1886–1954), Lehrer und Historiker
- Walter Dux (1889–1987), Chemiker und Unternehmer in Hannover und London
- Karl Heinrich Meyer (1890–1945), Slawist
- Hinrich Wilhelm Kopf (1893–1961), Ministerpräsident von Niedersachsen
- Hans Adolf Krebs (1900–1981), Nobelpreisträger für Medizin
- Eberhard Heß (1903–1945), Abitur 1920, Jurist und Landrat
- Paul Jacottet (1903–1986), Leiter der Vorschriftenstelle im VDE
- Georg Schulze-Büttger (1904–1944), Oberst i. G., nach dem Attentat vom 20. Juli 1944 hingerichteter Widerstandskämpfer gegen das NS-Regime
- Wolfram Sievers (1905–1948), Nationalsozialist, Kriegsverbrecher
- Otto Ohlendorf (1907–1951), Nationalsozialist, Kriegsverbrecher
- Walter Müller (1909–nach 1961), Bratschist
- Hans Egon Holthusen (1913–1997), Schriftsteller
- Hildebert Kirchner (1920–2012), Rechtsbibliothekar und Rechtsbibliograf
- Ernst Friedrich Jung (1922–2016), Diplomat, Botschafter in Nigeria und Ungarn, beigeordneter Generalsekretär bei der NATO
- Helmut Rieger (1931–2019), Journalist
- Rolf Kracke (1932–2010), Abitur 1951, Ingenieur
- Torsten Quidde (1932–2004), Abitur 1951, Landrat
- Otto Flagge (* 1938), Architekt und Stadtplaner
- Martin Weyer (1938–2016), Organist und Musikwissenschaftler
- Manfred Mehl (* 1939), Gymnasiallehrer und Numismatiker
- Michael Stoffregen-Büller (* 1939), Journalist und Autor
- Rainer Funke (* 1940), Abitur 1960, Politiker (FDP), Parlamentarischer Staatssekretär
- Bernd Martin (* 1940), Abitur 1959, Historiker
- Rolf Koppe (* 1941), Abitur 1961, evangelischer Bischof
- Jürgen Udolph (* 1943), Onomastiker (Namenforscher)
- Rolf Heißler (1948–2023), Mitglied der Rote Armee Fraktion
- Gerd Ruebenstrunk (* 1951), Schriftsteller
- Christoph Biemann (* 1952), Autor und Moderator (Die Sendung mit der Maus)
- Manfred Cordes (* 1953), Musikwissenschaftler und Ensembleleiter
- Alfried Wieczorek (* 1954), Historiker und Museumsdirektor
- Ulrich Sonnenberg (* 1955), literarischer Übersetzer
- Andrea Jördens (* 1958), Papyrologin
- Thomas Quasthoff (* 1959), Sänger
- Christoph Lauenstein (* 1962), Filmemacher
- Wolfgang Lauenstein (* 1962), Filmemacher
- Martin Haspelmath (* 1963), Linguist
- Thomas Elbel (* 1968), Schriftsteller
- Petra Hartmann (* 1970), Schriftstellerin
- Ragna Schirmer (* 1972), klassische Pianistin
- Arndt Künnecke (* 1975), Jurist und Politikwissenschaftler
- Jan Krauter (* 1984), Schauspieler und Hörspielsprecher[13]
- Joana Mallwitz (* 1986), Dirigentin
- Henry Schlegel (* 1999), American-Football-Trainer
Literatur
- Carsten Hennies (Hrsg.): Gymnasium Andreanum. Festschrift zum 775jährigen Bestehen der Schule. 1225–2000. Gymnasium Andreanum, Hildesheim 2000.
- Königliches Andreas-Realgymnasium zu Hildesheim (Hrsg.): Programm des Königlichen Andreas-Realgymnasiums zu Hildesheim. Hildesheim 1886–1900. (Digitalisat)
- Königliches Andreas-Realgymnasium mit Realschule zu Hildesheim (Hrsg.): Programm des Königlichen Andreas-Realgymnasiums mit Realschule zu Hildesheim. Hildesheim 1901–1907. (Digitalisat)
- Königliches Andreas-Realgymnasium mit Realschule zu Hildesheim (Hrsg.): Jahresbericht des Königlichen Andreas-Realgymnasiums mit Realschule zu Hildesheim. Hildesheim 1908–1915. (Digitalisat)
- Günther Kokkelink (Hrsg.): Conrad Wilhelm Hase. Baumeister des Historismus. Ausstellungsführer anlässlich der 150. Wiederkehr seines Geburtstages. Historisches Museum am Hohen Ufer, Hannover 1968. S. 24: Baugeschichte des Gymnasiums Andreanum.
- Florian Radvan / Eva-Maria Smolka: Zur Geschichte des Gymnasium Andreanum. Dokumente einer Schulgeschichte vom 13. Jahrhundert bis in die Gegenwart. Gerstenberg, Hildesheim 1994, ISBN 3-8067-8541-4.
- Adolf Vogeler: Katalog der Lehrer-Bibliothek. Gerstenberg, Hildesheim 1909, 63 S. (Digitalisat)
- Beiträge zur Hildesheimischen Geschichte, S. 5 f.