Andreas Freyer

deutscher Bildhauer From Wikipedia, the free encyclopedia

Andreas Freyer (* 1953 in Havelberg) ist ein deutscher Metallkünstler.

Welle (1995)

Leben

Freyer absolvierte in der Künstlerischen Produktionsgenossenschaft Neu Form (KPG) Seidewinkel eine Lehre als Gürtler. Von 1974 bis 1976 arbeitete er im Atelier von Achim Kühn in Berlin-Bohnsdorf und 1976 bei Jörg-Tilmann Hinz in Halle/Saale. 1977/1978 studierte er im Fachbereich Metallgestaltung der Hochschule für industrielle Formgestaltung Halle – Burg Giebichenstein. Von 1979 bis 1981 arbeitete er wieder bei Hinz. 1981 erwarb er den Meistertitel als Gürtler. Seitdem ist er freischaffend als Metallgestalter tätig. Er lebt in Kaltenmark.

Freyer war bis 1990 Mitglied des Verbands Bildender Künstler der DDR (VBK). Er nahm von 1983 bis 1989 an vier Arbeitsaufenthalten junger Künstler im Mansfeld-Kombinat Eisleben teil.

Teilnahme an Symposien

  • 1983, 1984 und 1987: Symposien für Stahlgestaltung im VEB Chemieanlagenbau Staßfurt
  • 1993: Stahlplastik in der BRD, Staatliche Galerie Moritzburg Halle
  • 2002/2004: Spur der Steine in Halle-Silberhöhe (Kurator Tobias Pfeifer)
  • 2004: Bildhauer Symposium Damme (mit Klaus Duschat, Basil Luginbühl, Cornelia Weihe und Leonard Wübbena)

Ehrungen

  • 1985: Preis des VBK im Schmuckwettbewerb
  • 1986: Kunstpreis der Bezirksleitung Halle der FDJ

Werkbeispiele

Skulptur „Welle“

"Die „Welle“ ist von der Stadt Wittmund (Ost-Friesland) aus einer Reihe von Arbeiten der Metallgestaltung aus der Frühphase des Künstlers ausgewählt worden. Das Kunstwerk erhält seine Spannung aus der Größe und aus der Art, wie die Stahlplatten zu einer neuen Form – gegenläufige Flächen in unterschiedlicher Größe – wellenähnlich zusammengefügt worden sind. Das grüne Umfeld, in das die „Welle“ gestellt worden ist (Richtung Carolinensiel), unterstreicht die Aussagekraft: das Meer ist nah." (Zitat aus Kunstmeile der Stadt Wittmund)

„Spur der Steine“

Im Rahmen des von Freyer als Kunstsymposium initiierten Projekts „Spur der Steine“ (2003/2004) hat die Künstlerin Dagmar Schmidt für den Ortsteil Silberhöhe in Halle einen Ort der Erinnerung entwickelt. Von den unterschiedlichen Entwürfen des Symposiums konnte dieser mit Förderung der Stadt Halle verwirklicht werden. Die Bodenskulptur Grabungsstaedte, eine in Beton konservierte Wohnwelt, simuliert eine archäologische Fundstätte. Die Stahlformen für die Beton-Möbel haben Andreas Freyer und Dagmar Schmidt gemeinsam ausgeführt. Mitarbeiter der Bildungsvereinigung Arbeit und Leben e. V. haben die Möbel im Betonwerk Plötz gegossen und die Arbeiten auf der Kunstbaustelle durchgeführt. Für die Bodenskulptur Grabungsstaedte erhielt Dagmar Schmidt den mfi-Preis „Kunst am Bau“ 2006.

SPADDS (Spiel-Platz An Der Dürer-Schule)

Für das vorwiegend im 19. Jahrhundert erbaute, städtebaulich reizvolle Paulus-Viertel in Halle entwarfen Andreas Freyer und Dagmar Schmidt 2006 einen künstlerisch gestalteten Spielraum. Dabei wurden für das relativ weitläufige Gelände neben der Dürer-Schule einige Spielgelegenheiten geschaffen wie eine Rutsche, Schaukel, drei Karussells, Sandkasten mit Wasserpumpe, ein Freiluftklassenzimmer und ein Kaufmannsladen. Die Realisierung wird im Zusammenspiel der Bürger, der Schüler, der Stadtverwaltung, gemeinnütziger Bildungsvereinigungen und der Künstler in Etappen geplant und deren Durchführung derzeit geprüft.

Skulpturen

Weitere Arbeiten

  • 1989 Ankauf und Aufstellung der farbigen Stahlplastik „Das Schiff“ in Halle
  • 1990 Edelstahlplastik für das Dom-Hotel in Berlin
  • 1998 Installation, 1. Preis Wettbewerb Kulturbahnhof Meißen mit Martin Braun und Jens Küster
  • 2002 Dreiteilige Großskulptur „Drei Figuren“ am Schloßplatz in Lutherstadt Wittenberg

Literatur

Commons: Andreas Freyer – Sammlung von Bildern

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