Andreas Hella

deutscher Bildender Künstler From Wikipedia, the free encyclopedia

Andreas Hella (* 25. November 1959 in Duisburg) ist ein deutscher Bildender Künstler der Moderne in den Bereichen Zeichnung, Malerei, Wandmalerei und Objektbau.

Biographie

Andreas Hella studierte nach seinem Abitur in Freiburg i. Br. von 1978 bis 1985 an der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste in Karlsruhe bei Albrecht von Hancke und Horst Antes. Seither ist er freischaffender Künstler und seit 1991 hat er sein Atelier in Wörth am Rhein.[1] Hella ist Gründungsmitglied und Zweiter Vorsitzender des Kunstvereins Wörth e.V.[2] Hella war von 2019 bis 2024 für Bündnis 90/Die Grünen stellvertretender Ortsvorsteher des Ortsbezirks Wörth.[3][4]

Werk

Andreas Hella: „Ich versuche, die Kunst als Mittel zur kritischen Betrachtung zu verwenden. Ich trachte danach, mich störende Zustände aufzugreifen und in gemalte / gezeichnete Worte zu kleiden.“[5] Der Künstler arbeitet in zwei Sparten: Zum einen macht er Freie Kunst – Zeichnung, Malerei, Objekte –, zum anderen nimmt er Auftragsarbeiten an (Fahrzeuge, Innenraumgestaltung, Gastronomie, Fassaden), zumeist in Airbrush-Technik oder Graffiti.

In seinen oft großformatigen Zeichnungen verwendet er hauptsächlich Schwarz und Weiß, nur wenige farbige Nuancen akzentuieren seine Werke. In seiner Malerei beschäftigt er sich mit „organischer Oberflächengestaltung“, oft werden in die bunt gestalteten Arbeiten verschiedenste Materialien, auch Alltagsschrott, eingebracht. Für seine skulpturalen Objekte verwendet er oft Fundstücke aus der Umgebung. Aus „Wegwerfsubjekten entstehen so Kunstobjekte“ (Andreas Hella).[5] Im Bereich Wandgestaltung wertet er weiße Wände auf – von Diskotheken, Schwimmbädern, Kegelbahnen und Bowling-Centern. „Die unifarbene Wand reizt zum Aufbruch der Eintönigkeit, die motivisch gestaltete Fassadenfläche ruft Bewunderung, Aufmerksamkeit und eine gewisse Art von seelischer Belohnung hervor.“, so Andreas Hella.[5]

Thematisch und motivisch ist Hella vielseitig. Oft dient ihm das Gesicht mit seinen vielfältigen Ausdrucksformen als Basis. So können der menschliche Alltag, Beziehungen und Widrigkeiten zu Motiven werden. Oft arbeitet er mit sozialkritischem Hintergrund. Seine Werke sollen nicht schön im herkömmlichen Sinn sein, sondern sie sollen „den Betrachter berühren, aufwühlen, zum Suchen und letztendlich Neu-Überdenken anregen. Oft geben die Bildtitel dem Betrachter einen Einstieg in die Auseinandersetzung mit dem Werk.“[6]

„Kunst ist eigentlich, Zustände bearbeiten zu können und diese auf optisch ansprechende Weise zur Diskussion stellen“, so Andreas Hella.[6]

Ausstellungen (Auswahl)

Seit 1986 hatte Hella zahlreiche Einzelausstellungen, u. a. in Pforzheim, Nürnberg, Frankfurt, Wörth, Hagenbach, Ulm, Düsseldorf, Freiburg, Lingenfeld, Bad Bergzabern, Neustadt und Dahn.

Ausstellungsbeteiligungen erfolgten in Erlangen, Karlsruhe, Wörth, Bad Bergzabern, Bad Kreuznach, Annweiler, Calw, Münster, Bochum, Offenbach, Rotterdam (Niederlande), Berlin, Riegel, Mainz, Ludwigshafen, Baden-Baden, Gorgonzola (Italien).

Öffentliche Ankäufe gab es von der Stadt Hagenbach, Telekom und Stadt Annweiler am Trifels.

  • 1980: MIRAMAS Ettlingen
  • 1981: Künstlerwerkstatt/Kunstverein Pforzheim
  • 1987: Offenes Atelier Stadt Erlangen
  • 1988: Galerie Henny „M“ in Nürnberg
  • 1989: Galerie-Kanzlei Möller-Wolf Freiburg
  • 1990: US-Base Smiley Karlsruhe
  • 1990: Music-Hall Frankfurt
  • 1991: Titanic Karlsruhe
  • 1992: Galerie Steinrötter Münster
  • 1992: Ausstellungsbeteiligung Pfalzpreis Kaiserslautern
  • 1992: Badischer Kunstverein Karlsruhe
  • 1992: Junge Pfälzer Kunst Bad Kreuznach
  • 1993: Galerie Zwischenraum Ulm
  • 1993: Beteiligung Heinrich von Zügel-Preis Wörth am Rhein
  • 1994: Beteiligung Kunstpreis Sparkasse Karlsruhe
  • 1995: Beteiligung Junge Pfälzer Kunst Bad Kreuznach
  • 1997: Kunstmesse Flottmann-Hallen Bochum-Herne
  • 1998: Unternehmerverband / MAV Düsseldorf
  • 1999: Städtische Galerie Altes Rathaus Wörth am Rhein
  • 2001: Beteiligung Heinrich von Zügel-Preis Wörth am Rhein
  • 2002: Kunst und Wein Siebeldingen
  • 2002: Reaktions-Bild Hermann Hesse Jahr 2002, Calw (Katalog)
  • 2002: Einzelausstellung Kunstverein Lingenfeld
  • 2003: Voisonic Karlsruhe
  • 2003: Kunst und Wein Siebeldingen
  • 2003: Galerie Altes Rathaus Hagenbach / Pfalz (öffentlicher Ankauf)
  • 2012: „DAS ALTER – jeder will es werden; keiner will es sein“ Galerie Altes Rathaus in Wörth
  • 2012: „Der mobile Mensch“ Galerie Altes Rathaus in Wörth
  • 2013: „Zügels Tiere versus Modern Art(ist’s)“ Galerie Altes Rathaus in Wörth
  • 2013: Mitglieder-Ausstellung: Malerei. Zeichnung. Objektkunst. Galerie Altes Rathaus in Wörth
  • 2015: Ausstellung: „Heinrich von Zügel Kunstförderpreis“ Galerie Altes Rathaus in Wörth
  • 2017: Ausstellung: „Kein Alkohol ist auch keine Lösung“ Galerie Altes Rathaus in Wörth
  • 2017: Mitgliederausstellung Galerie Altes Rathaus in Wörth
  • 2018: Ausstellung: Heinrich von Zügel-Kunstförderpreis der Stadt Wörth am Rhein: TierNaturPur Galerie Altes Rathaus in Wörth
  • 2019: Ausstellung: „Im Auge des Betrachters“ Galerie Altes Rathaus in Wörth[7]

Preise

  • Publikumspreis für Zeichnung Rosenheim-Museum Offenbach 2009
  • Erster Preis Josef-David-Stiftung Bad Bergzabern 2009
  • Sonderpreis für Zeichnung Stadt Annweiler 2009
  • Erster Preis der Stadt Annweiler „Kunstmeile“ 2012
  • Zweiter Preis Kunstförderpreis der Stadt Wörth am Rhein „TierNaturPur“ 2018

Arbeiten im öffentlichen Raum

  • Kunst am Bau: Städtischer Bäderpark Herzogenaurach 1989
  • Wandmalerei: öffentlicher Auftrag der Gemeinde Linkenheim-Hochstetten zum 25-jährigen Jubiläum von „Die Straßenbahn kommt nach Linkenheim-Hochstetten“ Wandfläche ca. 9 × 8 Meter, Juni 2014
  • diverse Wandmalereien in Wörth am Rhein und Umgebung

Quellen

  • http://www.atelier-hella.de/index.php/about/item/11-ueber-mich
  • Katalog: Andreas Hella – Malerei und Zeichnung. Hrsg. von Andreas Hella. Wörth / Pfalz 2004.
  • Joachim Paul: Gesellschaftskritik aus dem Atelier. Wörth: Der Künstler Andreas Hella will mit seinen Werken den Betrachter zum Nachdenken anregen. Die Rheinpfalz Nr. 271, 21. November 2012.
  • Sybille Eckenfels-Kunst: Alles außer gewöhnlich. Näher betrachtet: Der Wörther Künstler Andreas Hella mit seinen ungewöhnlichen Themen und Werkstoffen. In: Pfalz-Echo – Echolot, Nr. 40, 30. September 2013.

Einzelnachweise

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