Andreas Merz

deutscher Theaterregisseur From Wikipedia, the free encyclopedia

Andreas Merz (* 4. November 1980 in München) ist ein international tätiger deutscher Theaterregisseur.

Halbprofil eines lächelnden blonden Mannes mit kurzen Haaren und Dreitagebart vor einem weiten Feld
Andreas Merz (2024)

Leben

Merz wurde 1980 in München geboren, wo er Dramaturgie an der Bayerischen Theaterakademie studierte. Es folgte ein Studium der Theaterregie am Mozarteum in Salzburg,[1] danach arbeitete er von 2006 bis 2008 als Regieassistent am Bayerischen Staatsschauspiel, unter anderem mit den Regisseuren Thomas Langhoff und Dieter Dorn. Von 2008 bis 2011 war er an der Volksbühne am Rosa-Luxemburg-Platz als Assistent Frank Castorfs tätig und realisierte dort eine Reihe eigener Projekte,[2][3][4] ebenso in der freien Berliner Theaterszene.[5][6] Als freier Theaterregisseur arbeitete er beginnend in 2010 mit dem Goethe-Institut zusammen an Inszenierungen im Ausland,[1] vorwiegend im postsowjetischen Raum,[7] später auch in Rumänien und Israel.[8]

Zwei seiner Arbeiten wurden in der Kategorie beste Regie für den russischen Theaterpreis Goldene Maske nominiert, Der Jasager und der Neinsager im Jahr 2015[9] und Endstation Sehnsucht in 2016.[10] Aus Protest gegen den russischen Angriffskrieg auf die Ukraine und als Reaktion auf immer stärkere staatliche Unterdrückung beschloss Merz seine Karriere in Russland nicht weiterzuführen und setzt sich seither verstärkt für die Wahrnehmung ukrainischer Stimmen im deutschsprachigen Raum ein, wie z. B. durch seine Zusammenarbeit mit den Theaterautorinnen Natalka Vorozhbyt[11] oder Kateryna Penkova.[12]

Inszenierungen

Einzelnachweise

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