Andreas Waschburger
deutscher Marathonschwimmer
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Andreas Waschburger (* 6. Januar 1987 in Saarbrücken) ist ein deutscher Marathonschwimmer.
| Andreas Waschburger | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
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| Persönliche Informationen | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Name: | Andreas Waschburger | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Spitzname(n): | Waschi | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Nation: | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Schwimmstil(e): | Freistil | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Verein: | SSG Saar Max Ritter | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Geburtstag: | 6. Januar 1987 | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Geburtsort: | Saarbrücken | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Größe: | 1,90 m | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Gewicht: | 87 kg | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
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Medaillen
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Leben
Andreas Waschburger lebt in Saarbrücken. Er ist Polizeikommissar und gehört der Sportfördergruppe der Saarländischen Polizei an. Als Schwimmer der SSG Saar Max Ritter wird er von Jan Wolfgarten trainiert.
Seine ersten Schwimmzüge machte Waschburger beim Saarbrücker Schwimmverein SV Malstatt-Burbach e. V.
Waschburger begann 2004 mit dem Freiwasserschwimmen. 2009 wurde er Dritter der Europacup-Gesamtwertung, 2010 und 2013 gewann er diese Serie über 5 und 10 Kilometer. 2011 gewann er ein Weltcuprennen in Cancún und wurde Dritter der Weltcup-Gesamtwertung. Bei den Europameisterschaften in Budapest wurde er 2010 17., bei den Weltmeisterschaften 2011 Zehnter. Damit qualifizierte er sich für die Olympischen Sommerspiele 2012 in London, bei denen er über 10 Kilometer den achten Rang belegte. Im Jahr 2013 startete er bei der Universiade in Kasan über dieselbe Strecke und wurde Dritter hinter Matteo Furlan (Italien) und Romain Berand (Frankreich).
Zwischen 2007 und 2017 gehörte Waschburger auch bei den Deutschen Meisterschaften im Freiwasserschwimmen zur nationalen Spitze. In diesem Zeitraum gewann er insgesamt zwei Gold-, sechs Silber- und sechs Bronzemedaillen, darunter die Titel über 5 und 10 km in der offenen Klasse bei den Meisterschaften 2016 in Hamburg sowie weitere Podestplätze über 25 km, 10 km und 5 km sowie in Staffelwettbewerben.[3]
Bei den Freiwassereuropameisterschaften 2012 in Piombino gewann Waschburger über 5 km und 10 km jeweils die Silbermedaille. Im Teamwettbewerb sicherte er sich gemeinsam mit Thomas Lurz und Angela Maurer die Bronzemedaille. Damit kehrte er mit insgesamt drei Medaillen von den Europameisterschaften zurück.[4]
2017 gewann er mit Rekordzeit als erster Deutscher Vansbrosimningen in Schweden.
Zwischen 2023 und 2025 absolvierte Waschburger als 42. Mensch weltweit und dritter Deutscher die Ocean’s Seven, eine Serie aus sieben der anspruchsvollsten Meerengen im Marathonschwimmen. Dabei stellte er mit einer Gesamtzeit von 49 Stunden 37 Minuten 45 Sekunden einen neuen Weltrekord auf und unterbot den bisherigen Bestwert des Schotten Andy Donaldson (63 Stunden 2 Minuten 9 Sekunden) um mehr als 13 Stunden.[5]
Neben seinen Erfolgen im Freiwasserschwimmen etablierte sich Waschburger auch als einer der erfolgreichsten Eisschwimmer weltweit. Bei den Eisschwimm-Weltmeisterschaften 2023 im französischen Samoëns gewann er mit der deutschen Mixed-Staffel sowohl über 4 × 50 m als auch über 4 × 250 m Freistil jeweils die Goldmedaille und stellte dabei neue Weltrekorde auf. 2024 wurde er in Oradea (Rumänien) zweifacher Europameister über 500 m und 1.000 m Freistil und sicherte sich den Titel „King of the Ice“.[6]
Im Januar 2025 krönte er seine Erfolgsserie bei den Eisschwimm-Weltmeisterschaften 2025 im italienischen Molveno mit weiteren Weltmeistertiteln über 500 m und 1.000 m Freistil, Silbermedaillen über 250 m und in der 4 × 250 m-Staffel sowie erneut dem Titel „King of the Ice“.[7]
Bei den Eisschwimm-Europameisterschaften 2026 in Molveno verteidigte Waschburger seine Europameisterschaftstitel über 500 m und 1.000 m Freistil erfolgreich. Bereits 2024 hatte er in Oradea über diese Distanzen Gold gewonnen. In Molveno sicherte er sich zusätzlich Silber über 250 m Freistil sowie Bronze mit der deutschen 4 × 250 m Freistilstaffel. Für seine Leistungen wurde er erneut als „King of the Ice“ ausgezeichnet.[2]
Am 8. September 2023 durchquerte er den Ärmelkanal von Dover nach Calais in 6 h 45 min 25 s und verbesserte damit den elf Jahre alten Weltrekord über diese 32,31 km lange Strecke.[8]
Ocean’s Seven
Die Ocean’s Seven gilt als die härteste Herausforderung im Marathonschwimmen und umfasst sieben bedeutende Meerengen weltweit. Andreas Waschburger beendete diese Serie am 4. September 2025 in einer Gesamtzeit von 49 Stunden 37 Minuten 45 Sekunden und stellte damit einen neuen Weltrekord für die Ocean’s Seven auf.
Er war damit 13 Stunden 24 Minuten 24 Sekunden schneller als der bisherige Rekordhalter Andy Donaldson (Schottland), der die Serie 2023 in 63 Stunden 2 Minuten 9 Sekunden abgeschlossen hatte.[9] Waschburger ist der 42. Mensch weltweit und der dritte Deutsche, der die Ocean’s Seven erfolgreich absolvierte.[10]
| Nr. | Kanal / Meerstraße | Strecke | Datum | Zeit | Besonderheit |
|---|---|---|---|---|---|
| 1 | Ärmelkanal | England – Frankreich | 8. Sept 2023 | 6:45:25 | Weltrekord[11] |
| 2 | Molokaʻi Channel | Molokaʻi – Oʻahu (Hawaii) | 6. Okt 2024 | 9:55:10 | Weltrekord[12] |
| 3 | Straße von Gibraltar | Spanien – Marokko | 6. Apr 2025 | 2:51:00 | Schnellster Deutscher aller Zeiten[13] |
| 4 | Cookstraße | Südinsel – Nordinsel (Neuseeland) | 25. März 2025 | 5:13:57 | Schnellster Deutscher aller Zeiten[14] |
| 5 | Tsugaru-Straße | Honshū – Hokkaidō (Japan) | 8. Juli 2025 | 8:43:21 | Schnellster Deutscher aller Zeiten[15] |
| 6 | Santa-Catalina-Kanal | Santa Catalina Island – Kalifornien (USA) | 4. Aug 2025 | 7:57:40 | Schnellster Deutscher aller Zeiten[16] |
| 7 | Nordkanal | Irland – Schottland | 4. Sept 2025 | 8:11:12 | Weltrekord[17] |
Ärmelkanal (2023)
Am 8. September 2023 durchquerte Waschburger den Ärmelkanal von Dover nach Calais in 6 Stunden 45 Minuten 25 Sekunden und verbesserte damit den elf Jahre alten Weltrekord über die 32,3 km lange Strecke.[18]
Molokaʻi Channel (2024)
Am 6. Oktober 2024 durchquerte Waschburger den Molokaʻi Channel zwischen den hawaiianischen Inseln Molokaʻi und Oʻahu in einer Zeit von 9 Stunden, 55 Minuten und 10 Sekunden.[19] Die Strecke misst rund 44 Kilometer und gilt als eine der anspruchsvollsten offenen Wasserstrecken der Welt.
Mit seiner Zeit unterbot Waschburger den bisherigen Rekord des Ungarn Attila Mányoki aus dem Jahr 2015 (12 Stunden, 2 Minuten) um 2 Stunden und 7 Minuten.[20]
Besondere Aufmerksamkeit erregte der Umstand, dass Waschburger bereits kurz nach dem Start mit dem Gesicht gegen einen Felsen prallte, sich die Nase brach und trotz dieser Verletzung die gesamte Strecke ohne Unterbrechung zu Ende schwamm.[21][22]
Straße von Gibraltar (2025)
Am 6. April 2025 durchquerte Waschburger die Straße von Gibraltar in 2 Stunden 51 Minuten und war damit der schnellste deutsche Schwimmer aller Zeiten auf dieser Strecke.[23]
Cookstraße (2025)
Die Cookstraße zwischen der Süd- und Nordinsel Neuseelands überquerte Waschburger am 25. März 2025 in 5 Stunden 13 Minuten 57 Sekunden.[24]
Tsugaru-Straße (2025)
Am 8. Juli 2025 schwamm Waschburger durch die Tsugaru-Straße zwischen Honshū und Hokkaidō in Japan in 8 Stunden 43 Minuten 21 Sekunden.[25]
Santa-Catalina-Kanal (2025)
Am 4. August 2025 überquerte Waschburger den Santa-Catalina-Kanal vor der Küste Kaliforniens in 7 Stunden 57 Minuten 40 Sekunden.[26]
Nordkanal (2025)
Am 4. September 2025 vollendete Waschburger mit der Durchquerung des Nordkanals zwischen Irland und Schottland seine Ocean’s Seven. Er stellte mit einer Zeit von 8 Stunden 11 Minuten 12 Sekunden einen neuen Weltrekord auf und unterbot den bisherigen Bestwert des Nordiren Jordan Leckey (9 Stunden 9 Minuten 30 Sekunden, 2022) um 59 Minuten. Der Nordkanal gilt als die kälteste Passage der Ocean’s Seven; Waschburger absolvierte sie bei Wassertemperaturen von nur 13 °C.[27]
Erfolge bei Deutschen Freiwassermeisterschaften
Andreas Waschburger gewann zwischen 2007 und 2017 bei Deutschen Meisterschaften im Freiwasserschwimmen insgesamt zwei Gold-, sechs Silber- und sechs Bronzemedaillen.[3]
| Jahr | Austragungsort | Strecke / Wettbewerb | Platz |
|---|---|---|---|
| 2007 | Großkrotzenburg | 25 km | 3 |
| 2008 | Prien am Chiemsee | 10 km | 3 |
| 2010 | Strausberg | 10 km | 2 |
| 2012 | Großkrotzenburg | 10 km | 3 |
| 2012 | Großkrotzenburg | 5 km | 2 |
| 2013 | Duisburg (Regattabahn Wedau) | 10 km | 3 |
| 2013 | Duisburg (Regattabahn Wedau) | 5 km | 3 |
| 2014 | Hamburg (Allermöhe) | 10 km | 2 |
| 2014 | Hamburg (Allermöhe) | 5 km | 3 |
| 2016 | Hamburg (Dove-Elbe) | 10 km | 1 |
| 2016 | Hamburg (Dove-Elbe) | 5 km | 1 |
| 2016 | Hamburg (Dove-Elbe) | Staffel | 2 |
| 2017 | Magdeburg | 10 km | 2 |
| 2017 | Magdeburg | Staffel | 2 |
Weltcup-Erfolge (10 km)
Andreas Waschburger erzielte im FINA / World Aquatics Marathon Swim World Cup folgende Resultate:
| Jahr | Ort | Platz | Anmerkung |
|---|---|---|---|
| 2011 | Cancún (Mexiko) | 1 | Weltcuprennen über 10 km[29] |
| 2012 | Gesamtwertung | 3 | Drittplatzierung Gesamtwertung[30] |
| 2014 | Lac Saint-Jean (Kanada) | 1 | Weltcuprennen am 26. Jul 2014[31] |
| 2014 | Viedma (Argentinien) | 2 | Weltcuprennen 1. Feb 2014[32] |
| 2014 | Hongkong | 3 | Weltcuprennen 18. Okt 2014[33] |
| 2016 | Lac Mégantic (Kanada) | 1 | Weltcuprennen 13. Aug 2016[34] |
| 2016 | Balatonfüred (Ungarn) | 2 | Weltcuprennen 18. Jun 2016[35] |
| 2016 | Chun’an (China) | 2 | Weltcuprennen 9. Okt 2016[36] |
| 2016 | Gesamtwertung | 2 | Zweiter Platz Gesamtwertung 2016-League[37] |
| 2016 | Lac Saint-Jean (Kanada) | 3 | Weltcuprennen 28. Jul 2016[38] |
| 2019 | Setúbal (Portugal) | 2 | Weltcuprennen 8. Jun 2019[39] |
Erfolge im LEN Open Water Swimming Cup
Andreas Waschburger nahm erfolgreich am LEN Open Water Swimming Cup teil und erreichte mehrfach Podestplätze in der Gesamtwertung.
Gesamtwertung
Hinweis: Andreas Waschburger gewann zudem bei Einzelrennen im Rahmen des LEN-Cups insgesamt 5 × Gold, 2 × Silber und 2 × Bronze. Die Orte und Jahre werden ergänzt, sobald offizielle Ergebnislisten vorliegen.[42]
Ehrungen und Auszeichnungen
- 2012 Saarsportler des Jahres
- 2024 Polizeisportler des Jahres
- 2024: Titelträger King of the Ice – Sieger des 1000 m Freistilrennens bei der IISA-Europameisterschaft in Oradea (Rumänien)[43]
- 2025: Titelträger King of the Ice – Sieger des 1000 m Freistilrennens bei der IISA-Weltmeisterschaft in Molveno (Italien)[44]