Andreas Waschburger

deutscher Marathonschwimmer From Wikipedia, the free encyclopedia

Andreas Waschburger (* 6. Januar 1987 in Saarbrücken) ist ein deutscher Marathonschwimmer.

Schnelle Fakten Persönliche Informationen, Europameisterschaften ...
Andreas Waschburger
Persönliche Informationen
Name: Andreas Waschburger
Spitzname(n): Waschi
Nation: Deutschland Deutschland
Schwimmstil(e): Freistil
Verein: SSG Saar Max Ritter
Geburtstag: 6. Januar 1987
Geburtsort: Saarbrücken
Größe: 1,90 m
Gewicht: 87 kg
Medaillen
Europameisterschaften
Silber 2016 Hoorn 5 km Team
Silber 2012 Piombino 10 km
Silber 2012 Piombino 5 km
Bronze 2012 Piombino 5 km Team
Sommer-Universiade
Bronze 2013 Kasan 10 km
Eisschwimmen-Europameisterschaften
Gold 2024 Oradea[1] 500 m Freistil
Gold 2024 Oradea 1.000 m Freistil
Bronze 2024 Oradea 250 m Freistil
Bronze 2024 Oradea 4 × 250 m Staffel
Gold 2026 Molveno[2] 500 m Freistil
Gold 2026 Molveno 1.000 m Freistil
Silber 2026 Molveno 250 m Freistil
Bronze 2026 Molveno 4 × 250 m Staffel
Eisschwimm-Weltmeisterschaften
Gold 2023 Samoëns 4 × 50 m Mixed Staffel
Gold 2023 Samoëns 4 × 250 m Mixed Staffel
Silber 2023 Samoëns 500 m Freistil
Silber 2023 Samoëns 1.000 m Freistil
Gold 2025 Molveno 1.000 m Freistil
Gold 2025 Molveno 500 m Freistil
Silber 2025 Molveno 250 m Freistil
Silber 2025 Molveno 4 × 250 m Staffel
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Leben

Andreas Waschburger lebt in Saarbrücken. Er ist Polizeikommissar und gehört der Sportfördergruppe der Saarländischen Polizei an. Als Schwimmer der SSG Saar Max Ritter wird er von Jan Wolfgarten trainiert.

Seine ersten Schwimmzüge machte Waschburger beim Saarbrücker Schwimmverein SV Malstatt-Burbach e. V.

Waschburger begann 2004 mit dem Freiwasserschwimmen. 2009 wurde er Dritter der Europacup-Gesamtwertung, 2010 und 2013 gewann er diese Serie über 5 und 10 Kilometer. 2011 gewann er ein Weltcuprennen in Cancún und wurde Dritter der Weltcup-Gesamtwertung. Bei den Europameisterschaften in Budapest wurde er 2010 17., bei den Weltmeisterschaften 2011 Zehnter. Damit qualifizierte er sich für die Olympischen Sommerspiele 2012 in London, bei denen er über 10 Kilometer den achten Rang belegte. Im Jahr 2013 startete er bei der Universiade in Kasan über dieselbe Strecke und wurde Dritter hinter Matteo Furlan (Italien) und Romain Berand (Frankreich).

Zwischen 2007 und 2017 gehörte Waschburger auch bei den Deutschen Meisterschaften im Freiwasserschwimmen zur nationalen Spitze. In diesem Zeitraum gewann er insgesamt zwei Gold-, sechs Silber- und sechs Bronzemedaillen, darunter die Titel über 5 und 10 km in der offenen Klasse bei den Meisterschaften 2016 in Hamburg sowie weitere Podestplätze über 25 km, 10 km und 5 km sowie in Staffelwettbewerben.[3]

Bei den Freiwassereuropameisterschaften 2012 in Piombino gewann Waschburger über 5 km und 10 km jeweils die Silbermedaille. Im Teamwettbewerb sicherte er sich gemeinsam mit Thomas Lurz und Angela Maurer die Bronzemedaille. Damit kehrte er mit insgesamt drei Medaillen von den Europameisterschaften zurück.[4]

2017 gewann er mit Rekordzeit als erster Deutscher Vansbrosimningen in Schweden.

Zwischen 2023 und 2025 absolvierte Waschburger als 42. Mensch weltweit und dritter Deutscher die Ocean’s Seven, eine Serie aus sieben der anspruchsvollsten Meerengen im Marathonschwimmen. Dabei stellte er mit einer Gesamtzeit von 49 Stunden 37 Minuten 45 Sekunden einen neuen Weltrekord auf und unterbot den bisherigen Bestwert des Schotten Andy Donaldson (63 Stunden 2 Minuten 9 Sekunden) um mehr als 13 Stunden.[5]

Neben seinen Erfolgen im Freiwasserschwimmen etablierte sich Waschburger auch als einer der erfolgreichsten Eisschwimmer weltweit. Bei den Eisschwimm-Weltmeisterschaften 2023 im französischen Samoëns gewann er mit der deutschen Mixed-Staffel sowohl über 4 × 50 m als auch über 4 × 250 m Freistil jeweils die Goldmedaille und stellte dabei neue Weltrekorde auf. 2024 wurde er in Oradea (Rumänien) zweifacher Europameister über 500 m und 1.000 m Freistil und sicherte sich den Titel „King of the Ice“.[6]

Im Januar 2025 krönte er seine Erfolgsserie bei den Eisschwimm-Weltmeisterschaften 2025 im italienischen Molveno mit weiteren Weltmeistertiteln über 500 m und 1.000 m Freistil, Silbermedaillen über 250 m und in der 4 × 250 m-Staffel sowie erneut dem Titel „King of the Ice“.[7]

Bei den Eisschwimm-Europameisterschaften 2026 in Molveno verteidigte Waschburger seine Europameisterschaftstitel über 500 m und 1.000 m Freistil erfolgreich. Bereits 2024 hatte er in Oradea über diese Distanzen Gold gewonnen. In Molveno sicherte er sich zusätzlich Silber über 250 m Freistil sowie Bronze mit der deutschen 4 × 250 m Freistilstaffel. Für seine Leistungen wurde er erneut als „King of the Ice“ ausgezeichnet.[2]

Am 8. September 2023 durchquerte er den Ärmelkanal von Dover nach Calais in 6 h 45 min 25 s und verbesserte damit den elf Jahre alten Weltrekord über diese 32,31 km lange Strecke.[8]

Ocean’s Seven

Die Ocean’s Seven gilt als die härteste Herausforderung im Marathonschwimmen und umfasst sieben bedeutende Meerengen weltweit. Andreas Waschburger beendete diese Serie am 4. September 2025 in einer Gesamtzeit von 49 Stunden 37 Minuten 45 Sekunden und stellte damit einen neuen Weltrekord für die Ocean’s Seven auf.

Er war damit 13 Stunden 24 Minuten 24 Sekunden schneller als der bisherige Rekordhalter Andy Donaldson (Schottland), der die Serie 2023 in 63 Stunden 2 Minuten 9 Sekunden abgeschlossen hatte.[9] Waschburger ist der 42. Mensch weltweit und der dritte Deutsche, der die Ocean’s Seven erfolgreich absolvierte.[10]

Weitere Informationen Nr., Kanal / Meerstraße ...
Nr.Kanal / MeerstraßeStreckeDatumZeitBesonderheit
1ÄrmelkanalEngland – Frankreich8. Sept 20236:45:25Weltrekord[11]
2Molokaʻi ChannelMolokaʻi – Oʻahu (Hawaii)6. Okt 20249:55:10Weltrekord[12]
3Straße von GibraltarSpanien – Marokko6. Apr 20252:51:00Schnellster Deutscher aller Zeiten[13]
4CookstraßeSüdinsel – Nordinsel (Neuseeland)25. März 20255:13:57Schnellster Deutscher aller Zeiten[14]
5Tsugaru-StraßeHonshū – Hokkaidō (Japan)8. Juli 20258:43:21Schnellster Deutscher aller Zeiten[15]
6Santa-Catalina-KanalSanta Catalina Island – Kalifornien (USA)4. Aug 20257:57:40Schnellster Deutscher aller Zeiten[16]
7NordkanalIrland – Schottland4. Sept 20258:11:12Weltrekord[17]
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Ärmelkanal (2023)

Am 8. September 2023 durchquerte Waschburger den Ärmelkanal von Dover nach Calais in 6 Stunden 45 Minuten 25 Sekunden und verbesserte damit den elf Jahre alten Weltrekord über die 32,3 km lange Strecke.[18]

Molokaʻi Channel (2024)

Am 6. Oktober 2024 durchquerte Waschburger den Molokaʻi Channel zwischen den hawaiianischen Inseln Molokaʻi und Oʻahu in einer Zeit von 9 Stunden, 55 Minuten und 10 Sekunden.[19] Die Strecke misst rund 44 Kilometer und gilt als eine der anspruchsvollsten offenen Wasserstrecken der Welt.

Mit seiner Zeit unterbot Waschburger den bisherigen Rekord des Ungarn Attila Mányoki aus dem Jahr 2015 (12 Stunden, 2 Minuten) um 2 Stunden und 7 Minuten.[20]

Besondere Aufmerksamkeit erregte der Umstand, dass Waschburger bereits kurz nach dem Start mit dem Gesicht gegen einen Felsen prallte, sich die Nase brach und trotz dieser Verletzung die gesamte Strecke ohne Unterbrechung zu Ende schwamm.[21][22]

Straße von Gibraltar (2025)

Am 6. April 2025 durchquerte Waschburger die Straße von Gibraltar in 2 Stunden 51 Minuten und war damit der schnellste deutsche Schwimmer aller Zeiten auf dieser Strecke.[23]

Cookstraße (2025)

Die Cookstraße zwischen der Süd- und Nordinsel Neuseelands überquerte Waschburger am 25. März 2025 in 5 Stunden 13 Minuten 57 Sekunden.[24]

Tsugaru-Straße (2025)

Am 8. Juli 2025 schwamm Waschburger durch die Tsugaru-Straße zwischen Honshū und Hokkaidō in Japan in 8 Stunden 43 Minuten 21 Sekunden.[25]

Santa-Catalina-Kanal (2025)

Am 4. August 2025 überquerte Waschburger den Santa-Catalina-Kanal vor der Küste Kaliforniens in 7 Stunden 57 Minuten 40 Sekunden.[26]

Nordkanal (2025)

Am 4. September 2025 vollendete Waschburger mit der Durchquerung des Nordkanals zwischen Irland und Schottland seine Ocean’s Seven. Er stellte mit einer Zeit von 8 Stunden 11 Minuten 12 Sekunden einen neuen Weltrekord auf und unterbot den bisherigen Bestwert des Nordiren Jordan Leckey (9 Stunden 9 Minuten 30 Sekunden, 2022) um 59 Minuten. Der Nordkanal gilt als die kälteste Passage der Ocean’s Seven; Waschburger absolvierte sie bei Wassertemperaturen von nur 13 °C.[27]

Erfolge bei Deutschen Freiwassermeisterschaften

Andreas Waschburger gewann zwischen 2007 und 2017 bei Deutschen Meisterschaften im Freiwasserschwimmen insgesamt zwei Gold-, sechs Silber- und sechs Bronzemedaillen.[3]

Weitere Informationen Jahr, Austragungsort ...
JahrAustragungsortStrecke / WettbewerbPlatz
2007Großkrotzenburg25 km3
2008Prien am Chiemsee10 km3
2010Strausberg10 km2
2012Großkrotzenburg10 km3
2012Großkrotzenburg5 km2
2013Duisburg (Regattabahn Wedau)10 km3
2013Duisburg (Regattabahn Wedau)5 km3
2014Hamburg (Allermöhe)10 km2
2014Hamburg (Allermöhe)5 km3
2016Hamburg (Dove-Elbe)10 km1
2016Hamburg (Dove-Elbe)5 km1
2016Hamburg (Dove-Elbe)Staffel2
2017Magdeburg10 km2
2017MagdeburgStaffel2
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[28]

Weltcup-Erfolge (10 km)

Andreas Waschburger erzielte im FINA / World Aquatics Marathon Swim World Cup folgende Resultate:

Weitere Informationen Jahr, Ort ...
JahrOrtPlatzAnmerkung
2011Cancún (Mexiko)1Weltcuprennen über 10 km[29]
2012Gesamtwertung3Drittplatzierung Gesamtwertung[30]
2014Lac Saint-Jean (Kanada)1Weltcuprennen am 26. Jul 2014[31]
2014Viedma (Argentinien)2Weltcuprennen 1. Feb 2014[32]
2014Hongkong3Weltcuprennen 18. Okt 2014[33]
2016Lac Mégantic (Kanada)1Weltcuprennen 13. Aug 2016[34]
2016Balatonfüred (Ungarn)2Weltcuprennen 18. Jun 2016[35]
2016Chun’an (China)2Weltcuprennen 9. Okt 2016[36]
2016Gesamtwertung2Zweiter Platz Gesamtwertung 2016-League[37]
2016Lac Saint-Jean (Kanada)3Weltcuprennen 28. Jul 2016[38]
2019Setúbal (Portugal)2Weltcuprennen 8. Jun 2019[39]
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Erfolge im LEN Open Water Swimming Cup

Andreas Waschburger nahm erfolgreich am LEN Open Water Swimming Cup teil und erreichte mehrfach Podestplätze in der Gesamtwertung.

Gesamtwertung

Weitere Informationen Jahr, Distanz ...
JahrDistanzPlatzierung
20095 km / 10 km3. Platz[40]
20105 km / 10 km1. Platz[40]
20135 km / 10 km1. Platz[41]
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Hinweis: Andreas Waschburger gewann zudem bei Einzelrennen im Rahmen des LEN-Cups insgesamt 5 × Gold, 2 × Silber und 2 × Bronze. Die Orte und Jahre werden ergänzt, sobald offizielle Ergebnislisten vorliegen.[42]

Ehrungen und Auszeichnungen

Einzelnachweise

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