Andy Allo

US-amerikanische Singer-Songwriterin, Pianistin, Model und Schauspielerin From Wikipedia, the free encyclopedia

Andy Allo (* 13. Januar 1989 in Bamenda, Kamerun) ist eine Singer-Songwriterin und Schauspielerin.[1] Internationale Bekanntheit erlangte sie durch die Zusammenarbeit mit Prince und war 2011 bis 2012 Mitglied in dessen Begleitband The New Power Generation. Allo veröffentlichte bislang drei Studioalben, die kommerziell erfolglos blieben. Seit 2017 konzentriert sie sich auf die Schauspielerei und spielte von 2020 bis 2025 die weibliche Hauptrolle in der US-Fernsehserie Upload.

Andy Allo, 2022

Kindheit und Jugend

Andy Allo wurde 1989 in Bamenda in der Nordwest-Region Kameruns geboren und hat zwei ältere Schwestern sowie zwei ältere Brüder. Sie wurde nach ihrem Vater Andrew (* 1943; † 2025) benannt, der in Kamerun geboren wurde. Er arbeitete als Ökologe und war von 2004 bis 2012 als Professor an der DePaul University in Chicago (Illinois) angestellt.[2] Allos Mutter (* 1948) trennte sich in den 1990er Jahren von ihrem Ehemann und zog aus gesundheitlichen Gründen – sie leidet am Chronische Fatigue-Syndrom – nach Sacramento County (Kalifornien). Sie nahm zwei ihrer Kinder mit und lebt in Arden-Arcade; zuvor arbeitete sie als Lehrerin in Lodi (Kalifornien).[3]

2001 zog Allo mit einer Schwester zur Mutter nach Arden-Arcade; ihr Vater blieb in Kamerun. Dort besuchte sie die siebte Klasse im Schulbezirk San Juan Unified School District. Sie erinnerte sich: „Ich war das neue Kind aus Kamerun, und die Kinder fragten: ‚Ist das wie Tarzan?‘“ Später besuchte sie die El Camino Fundamental High School, erhielt Theaterunterricht, sang im Schulchor und machte 2006 Abitur. Anschließend studierte sie Kommunikationswissenschaften am American River College in North Highlands (Sacramento County). 2010 zog sie nach Los Angeles und wollte zunächst an der University of California, Los Angeles weiterstudieren, konzentrierte sich jedoch auf eine Musikkarriere.[3][4]

Karriere

Im Alter von sieben Jahren erhielt Allo Klavierunterricht von ihrer Mutter; mit 19 Jahren brachte sie sich das Gitarrenspiel selbst bei. Um 2006 gründete sie ihre erste Band mit Namen Allo and the Traffic Jam, die sie jedoch bald wieder auflöste. Sie erklärte: „Ich wollte meine Kreativität und meinen eigenen Stil entdecken.“ Zu ihren musikalischen Einflüssen zählen afrikanische Künstler wie Fela Kuti und Miriam Makeba; darüber hinaus nennt sie Bob Marley und Nina Simone als prägende Einflüsse. 2008 hatte sie ihren ersten Soloauftritt und spielte zwei Stücke im Fox & Goose Public House in der Innenstadt von Sacramento (Kalifornien). Über die positive Resonanz zeigte sie sich überrascht und sagte: „Danach war ich süchtig.“[3]

Andy Allo, 2013

2009 arbeitete Allo an ihrem Debütalbum UnFresh, das sie selbst finanzierte. Nachdem sie etwa die Hälfte aufgenommen hatte, geriet sie in finanzielle Schwierigkeiten. In dieser Zeit nahm sie die in Sacramento ansässige Modelagentur Cast Images unter Vertrag; durch Werbeaufträge für AT&T, PlayStation 3 und Sprint Corporation konnte sie die Arbeiten am Album fortsetzen. Rückblickend sagte sie, diese Aufträge hätten „meine Musik finanziert“. Am 23. September 2009 veröffentlichte sie UnFresh; die erste Single war der Song Dreamland mit dem Rapper Blu.[3]

2010 zog Allo nach Los Angeles, um ihre Karrieren als Musikerin und Model fortzusetzen. Sie sagte: „Ich hatte keinen Plan B“, und wirkte als Model unter anderem in nationalen Werbekampagnen für Kohl’s, Toyota und den United States Postal Service mit. 2011 übernahm sie in der US-Dramedy-Serie The Game die Nebenrolle „Allison“, die sie in drei Episoden spielte.[3]

Im April 2011 spielte Prince im Rahmen seiner Welcome-2-America-Tour sieben Konzerte im The Forum in Inglewood (Kalifornien). Allo besuchte eines dieser Konzerte; eine Freundin stellte sie Prince vor. Sie erinnerte sich, er sei „wie ein Superheld, der sich nicht aufspielt, sondern ein kluger, bodenständiger Mensch ist“. Am 11. Mai 2011 trat sie erstmals als Sängerin in seiner Band auf, vor 400 Zuschauern im Musikklub Troubadour in West Hollywood (Los Angeles). Im Sommer 2011 nahm Prince sie als Sängerin und Gitarristin in seine Begleitband The New Power Generation auf. Er produzierte zudem ihr zweites Studioalbum Superconductor und schrieb mit ihr das Titelstück sowie die Songs Long Gone und The Calm. Als Gastmusiker wirkten Ida Kristine Nielsen, Maceo Parker und Trombone Shorty mit; veröffentlicht wurde das Album am 20. November 2012 bei Prince’ Label NPG Records. Eine partnerschaftliche Beziehung zu ihm dementierte sie 2012 und sagte, er sei „ein Mentor mit einem Leben voller Weisheit und jemand, den ich alles fragen kann“.[3][5][6][7]

2013 ging Allo erstmals als Headlinerin auf Tournee und trat im Juli unter anderem beim North Sea Jazz Festival auf. Zudem gab sie weitere Konzerte in Europa und trat gegen Jahresende auch in Deutschland, Österreich und der Schweiz auf.[8] 2014 und 2015 wirkte sie als Gastsängerin auf Prince’ Alben Art Official Age und Hitnrun Phase Two mit.

Am 7. November 2015 veröffentlichte Allo ihr drittes Studioalbum Oui Can Luv, das von akustischen Gitarren geprägt ist, die Prince spielte. Es enthält unter anderem Coverversionen von Songs von Amy Winehouse, Bob Marley, Bryan Ferry, Cat Stevens, Nikka Costa, Tracy Chapman und Prince.

Seit 2017 konzentriert sich Allo auf die Schauspielerei und wirkte in mehreren US-Fernsehserien mit; unter anderem spielte sie von 2020 bis 2025 die Rolle der „Nora Antony“ in der Serie Upload auf Prime Video.

Diskografie

Andy Allo, 2018

Studioalben

  • 2009: UnFresh
  • 2012: Superconductor
  • 2015: Oui Can Luv

EPs

  • 2015: Hello
  • 2017: One Step Closer
  • 2017: The Christmas EP

Gastsängerin auf Prince-Alben

Filmografie (Auswahl)

  • 2009: Cosmic Conflict: The Origin of Evil (Kurzfilm), als Good Angel – Gold
  • 2011: The Game (3 Episoden), als Allison
  • 2012: Melvin Smarty, als Executive Jr Designer
  • 2015: Nature's Way Alive! Vitamins: Feel Alive, Frau im Auto
  • 2015: Warrior
  • 2016: Ctrl Alt Delete, als Sparrow
  • 2017: Pitch Perfect 3, als Serenity
  • 2017: The Hero, als Bartender
  • 2018: Black Lightning (2 Episoden), als Zoe B.
  • 2019–2023: Chicago Fire (14 Episoden), als Wendy Seager
  • 2020: 2 Minutes of Fame, als Taylor
  • 2020: Acting for a Cause (1 Episode, Staffel 2x02), als Kitty Bennet, Caroline Bingley
  • 2020–2025: Upload (29 Episoden), als Nora Antony
  • 2023: Assassin – Every Body is a Weapon (Assassin), als Mali
  • 2023–2024: Star Wars: The Bad Batch (Staffel 2, Episode 13, als Pabu)
  • 2025: Absolute Dominion, als Naya Olinga
  • 2025: The Last Practice (Kurzfilm)

Literatur

  • Arthur Lizie: Prince FAQ: All That’s Left to Know About the Purple Reign. Backbeat Books, Guilford (Connecticut) 2020, ISBN 978-1-61713-670-2.
Commons: Andy Allo – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

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