Ania Loomba

indische Literaturwissenschaftlerin From Wikipedia, the free encyclopedia

Ania Loomba (* 7. August 1955[1]) ist eine indische Literaturwissenschaftlerin. Sie ist emeritierte Professorin für englische Literatur an der University of Pennsylvania, wo sie seit 2003 lehrt. In ihren Schriften setzt sie sich kritisch mit der postkolonialen Theorie auseinander.

Loomba studierte an der University of Delhi, wo sie die Grade BA (Hons.), M. A. und M. Phil. abschloss. Mit einer Arbeit zum Thema disorderly women in Jacobean tragedy (unordentliche/zügellose/aufrührerische Frauen in Tragödien aus der Regierungszeit Jakobs I. [1603–1625]), anhand dessen sie eine „materialistisch-feministische Kritik“ entwickelte, wurde sie 1987 an der University of Sussex in England zur Ph.D. promoviert. Sie wurde 2003 auf den Catherine Bryson-Lehrstuhl in der anglistischen Abteilung der University of Pennsylvania berufen, lehrt dort aber auch in den Abteilungen für vergleichende Literatur, Südasienstudien und Frauenforschung.

Loomba erforscht und unterrichtet englische Literatur und Kultur der Frühen Neuzeit, Postkolonialismus, Geschichte des Kolonialismus und Postkolonialismus in Südasien sowie postkoloniale Literatur und Kultur. Im Mittelpunkt ihrer wissenschaftlichen Interessen stehen Geschichte und Literatur des Rassismus, des Kolonialismus und der Nationenbildung vom 16. Jahrhundert bis zur Gegenwart. Viele von ihren Arbeiten – so Colonialism/Postcolonialism (1998) und Shakespeare, Race and Colonialism (2002) – setzen sich mit Shakespeare und dem Theater der Renaissance auseinander. Zu ihren Forschungen über die Geschichte des Rassismus seit der Frühen Neuzeit zählen auch Arbeiten über frühe Kontakte Englands zu Indien, den Molukken und der Türkei.

Werke

  • Postcolonial Studies and Beyond. Verlag Permanent Black. New Delhi 2006 – Herausgegeben zusammen mit Suvir Kaul, Matti Bunzl, Antoinette Burton und Jed Esty.
  • Colonialism/Postcolonialism. 1998
  • Postcolonial Shakespeares. 1998
  • Shakespeare, Race, and Colonialism. Oxford 2002

Beiträge

  • Remembering Said. In: Comparative Studies of South Asia, Africa and the Middle East, Nr. 23, Nummer 1&2, 2003, (MUSE)

Einzelnachweise

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