Aniracetam

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Aniracetam (Handelsname: Ampamet (I, a.H.), Hersteller: Menarini) ist ein Piracetam-ähnlicher Arzneistoff aus der Gruppe der Nootropika zur Verbesserung der der kognitiven Funktionen.[4]

Schnelle Fakten Strukturformel, Allgemeines ...
Strukturformel
Strukturformel von Aniracetam
Allgemeines
Freiname Aniracetam
Andere Namen

1-(4-Methoxybenzoyl)pyrrolidin-2-on (IUPAC)

Summenformel C12H13NO3
Kurzbeschreibung

weißer Feststoff[1]

Externe Identifikatoren/Datenbanken
CAS-Nummer 72432-10-1
EG-Nummer (Listennummer) 615-758-3
ECHA-InfoCard 100.108.230
PubChem 2196
ChemSpider 2111
DrugBank DB04599
Wikidata Q417630
Arzneistoffangaben
ATC-Code

N06BX11

Wirkstoffklasse

Nootropika

Eigenschaften
Molare Masse 219,24 g·mol−1
Aggregatzustand

fest[1]

Schmelzpunkt

121–122 °C[2]

Löslichkeit

löslich in Toluol[1]

Sicherheitshinweise
Bitte die Befreiung von der Kennzeichnungspflicht für Arzneimittel, Medizinprodukte, Kosmetika, Lebensmittel und Futtermittel beachten
GHS-Gefahrstoffkennzeichnung[3]
keine GHS-Piktogramme

H- und P-Sätze H: keine H-Sätze
P: keine P-Sätze[3]
Toxikologische Daten

4500 mg·kg−1 (LD50, Ratte, oral)[3]

Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen (0°C, 1000 hPa).
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Darstellung und Gewinnung

Der Wirkstoff wurde in den 1970er Jahren bei Hoffmann-La Roche entwickelt.[5][6] Eine Synthese geht vom Anisoylchlorid aus, welches in Gegenwart von Triethylamin (TEA) mit 2-Pyrrolidon umgesetzt wird.[7]

Bei einer alternativen Synthese wird Anisoylchlorid zunächst mit 4-Aminobuttersäure umgesetzt. Der Ringschluss erfolgt dann durch die Reaktion mit Thionylchlorid.[7]

Chemische Eigenschaften

Aniracetam liegt als weißes kristallines Pulver vor.[1] Es ist geruchlos und hat einen bitteren Geschmack. Die Löslichkeit in Wasser beträgt 453 g/L[8], in DMSO 44 g/L, in Ethanol 11 g/L.[9][10]

Pharmakologie

Oral verabreichtes Aniracetam wurde in klinischen Studien in Tagesdosen von 1000 bis 1500 mg zur Behandlung von kognitiven Beeinträchtigungen bei Patienten mit seniler Demenz vom Alzheimer-Typ und in Tagesdosen von 600 bis 1500 mg zur Behandlung verschiedener Symptome einschließlich Gedächtnisstörungen bei älteren Patienten mit zerebrovaskulären Erkrankungen eingesetzt.[4]

Mögliche Nebenwirkungen

Einzelnachweise

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