Ann Hamilton

US-amerikanische bildende Künstlerin From Wikipedia, the free encyclopedia

Ann Katherine Hamilton (* 1956 in Lima, Ohio) ist eine US-amerikanische Visual- und Installationskünstlerin, die für großformatige, ortsbezogene Arbeiten bekannt ist, in denen Materialien, Sprache, Klang und körperliche Erfahrung zusammenwirken.[1][2]

Ann Hamilton

Leben

Sie wuchs in Columbus auf.[2] Nach einem Studium der freien Künste an der St. Lawrence University wechselte sie an die University of Kansas, an der sie einen Abschluss in Textildesign erwarb; später absolvierte sie an der Yale University ein Masterstudium der Bildhauerei.[2] Seit 1981 zeigte sie ihre Arbeiten, lehrte danach an der University of California, Santa Barbara und kehrte anschließend nach Columbus zurück.[2] Dort lebt und arbeitet sie mit dem Künstler Michael Mercil.[2][3]

2009 wurde Hamilton zum Mitglied der American Academy of Arts and Sciences gewählt.[4]

Wirken

Hamilton entwickelte seit den 1980er-Jahren eine Form der Installationskunst, die Alltagsmaterialien, Schrift, Ton und performative Elemente für sinnliche Raumerfahrungen nutzt.[2][5] Für den US-Pavillon der 48. Biennale di Venezia schuf sie 1999 myein, eine Arbeit mit fuchsafarbenem Pulver, Blindenschrift und geflüsterter Sprache, die sich mit dem Sehen, der Berührung und der Wahrnehmung befasste.[5][2] Im Jahr 2012 setzte sie in der Park Avenue Armory in New York the event of a thread um, in dem 42 Schaukeln einen riesigen Vorhang in Bewegung setzten und das Publikum selbst zum Bestandteil der Arbeit wurde.[6] 2014 erhielt sie in Seattle den bis dahin größten Kunstauftrag im öffentlichen Raum der Stadt; im selben Jahr zeigte sie in der Henry Art Gallery die Ausstellung the common SENSE, die mit gescannten naturkundlichen Präparaten, Zeitungspapier und partizipativen Elementen arbeitete.[7][8] Im Jahr 2015 wurde sie mit der National Medal of Arts ausgezeichnet.[3] Ebenfalls 2015 wurde ihr Textkunstprojekt für die Station Cortlandt Street in Lower Manhattan gebilligt, das historische Dokumente nutzt, und 2016 befasste sie sich in Philadelphia in habitus mit Stoff, Bewegung und der Geschichte der dortigen Textilindustrie.[9][10]

Einzelnachweise

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