Anne-Marie Adiaffi

ivorische Schriftstellerin From Wikipedia, the free encyclopedia

Anne-Marie Adiaffi (* 21. März 1951 in Abengourou; † 1994 in Abidjan) war eine ivorische Schriftstellerin.[1][2] Sie wurde mit dem Roman Une vie hypothéquée bekannt, der 1984 bei den Nouvelles Éditions africaines erschien.[2][3] Im Jahr 1989 folgte der Roman La ligne brisée.[2][4]

Leben

Adiaffi wuchs in Côte d’Ivoire auf und besuchte dort die Primar- und Sekundarschule.[2] Anschließend studierte sie in Marseille und erwarb in Dakar ein Diplom als zweisprachige Sekretärin.[2] Zunächst arbeitete sie als Sekretärin in einer Bank in Côte d’Ivoire.[2] Ab 1983 war sie in Abidjan bei den Nouvelles Éditions africaines tätig.[2][5] Sie starb 1994 in Abidjan.[1][2]

Wirken

Ihr satirischer Debütroman Une vie hypothéquée richtet den Blick auf traditionelle gesellschaftliche Strukturen der Agni und kritisiert Praktiken wie Zwangsheirat aus einem dezidiert frauenrechtlichen Blickwinkel.[6][7] Im Zentrum steht die Figur Yah, die schon vor der Geburt einem älteren Mann versprochen wird; als sie von der Zwangsverlobung erfährt, flieht sie nach Abidjan, wird jedoch von der Tradition zur Heirat gezwungen.[6] Une vie hypothéquée erschien 1984 bei den Nouvelles Éditions africaines in Abidjan, Dakar und Lomé.[3] In La ligne brisée erzählt Adiaffi die Geschichte des Waisen Sonanfè, der wegen einer Serie von Unglücksfällen als Unheilsbringer stigmatisiert und schließlich aus seinem Dorf verstoßen wird.[2] Der Roman wurde 1989 bei den Nouvelles Éditions africaines veröffentlicht.[4][8]

Einzelnachweise

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