Antoine Bovy

Französisch-Schweizerischer Medailleur und Bildhauer From Wikipedia, the free encyclopedia

Jean François Antoine Bovy (* ≈ 14. Dezember 1795 in Genf; † 18. September 1877 ebenda) war ein Genfer Medailleur, der eine Prägemechanik erfunden hat, mit welcher er Medaillen in bisher unbekannten Grössen anfertigen konnte.[1] Er ist der Stempelschneider dreier sich noch heute im Umlauf befindlicher Schweizer Münzen, des Fünfzigrappenstücks, des Einfrankenstücks sowie des Zweifrankenstücks.[2]

Vorderseite der Medaille von 1840 zur Gedenkfeier der Escalade 1602.
Bovy ca. 1860, aus den Sammlungen der Bibliothek von Genf

Leben

Bovy wurde in Genf als Sohn von Jean-Samuel Bovy, der auch Juwelier war, geboren. Jean-Samuel hatte insgesamt drei Söhne. Antoine Bovy begann als Stempelschneider im Unternehmen seines Vaters. 1824 wurde er nach Paris geschickt, um beim bekannten Bildhauer James Pradier zu studieren. 1835 wurde er in Frankreich eingebürgert und gewann eine Goldmedaille im Gravieren. Ebenso wurde er Mitglied der Ehrenlegion, seiner Medaillen und des Erbauens von Eisenbahnen wegen. Besonders erwähnenswert ist seine grosse Medaille für Jean Calvin von 1835 aus Anlass des 300. Jahrestags der Reformation in Genf.[3]

1847 wurde er als Partner in die Académie royale des Sciences, des Lettres et des Beaux-Arts de Belgique (Classe des Beaux-Arts) gewählt.[4]

Bekannte Objekte

Fête de l’Escalade 1840. Rückseite der Medaille mit den 17 Namen der in der Schlacht von 1602 gefallenen Genfer Bürger.

Literatur

Einzelnachweise

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