Kritik der Arbeit
Ablehnung eines Arbeitszwanges oder bestimmter Formen der Arbeit bzw. Arbeit als solche
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Die Kritik der Arbeit bezeichnet die Ablehnung eines Arbeitszwanges oder bestimmter Formen der Arbeit bzw. die Kritik an der Arbeit als solche. Dabei wird nicht jede Tätigkeit grundsätzlich als Arbeit angesehen. Abgelehnt werden insbesondere Fremdbestimmung und Entfremdung der Arbeit.
Der Begriff der Arbeit
Das Wort „Arbeit“ ist gemeingermanischen Ursprungs (*arbējiðiz, got. arbaiþs); die Etymologie ist unsicher; evtl. verwandt mit indoeurop. *orbh- „verwaist“, Waise, „ein zu schwerer körperlicher Tätigkeit verdungenes Kind“ (vgl. Erbe). Verwandt ist das in den slawischen Sprachen verbreitete Wort rabota bzw. robota, das auch „Knechtschaft“ oder „Sklaverei“ bedeuten kann. Im Alt- und Mittelhochdeutschen überwiegt die Wortbedeutung „Mühsal“, „Strapaze“, „Not“; redensartlich noch heute Mühe und Arbeit (vgl. Ps 90,10 EU, lateinisch labor et dolor).
Das französische Wort „travail“ steht im Zusammenhang mit einem frühmittelalterlichen Folterinstrument. , italienisch lavoro und englisch labour (amerikanisch „labor“) gehen auf das lateinisch labor zurück, das ebenfalls „Mühe“ bedeutet.
Anarchismus
Sicht beherrschende Stellung menschlicher Arbeit in kollektiven Wertesystemen unterscheidet sich in hierarchischen Herrschaftsmodellen und darauf beruhenden unterschiedlichen Staatsformen nur wenig. Damit ist die Arbeitswelt für Anarchisten grundsätzlich ein weites Feld ideologischer Auseinandersetzungen.
Kritiker der Arbeit lehnen fremdbestimmte Erwerbstätigkeit vollständig ab, wobei sie aber lebensnotwendige Handlungen davon ausnehmen, z. B. Care-Arbeit zur Pflege gebrechlicher Menschen. Dahinter steckt der Gedanke, dass notwendige Tätigkeiten unter nicht-hierarchischen, anarchistischen Bedingungen einen anderen Charakter annehmen.
Karl Marx und entfremdete Arbeit
Das Konzept der entfremdeten Arbeit formulierte Karl Marx in den zu Lebzeiten unveröffentlichten ökonomisch-philosophischen Manuskripten von 1844. Marx kam dort zu dem Schluss, dass der Arbeiter durch seine Tätigkeit fortwährend einen immer größeren, ihm fremden Reichtum in Form von Privateigentum in den Händen der Kapitalistenklasse produziert, mittels welchem er erneut ausgebeutet wird. Das Privateigentum wäre daher Produkt der entfremdeten Arbeit, wie auch Mittel, durch welches sich die Entäußerung der Arbeit beständig weiter realisiert. Der Arbeiter produziert daher in seiner Tätigkeit nicht nur eine anwachsende Zahl ihm fremder Waren, mit ihnen reproduziert er auch zugleich das ihn ausbeutende Lohnarbeitsverhältnis selbst und die „Warenförmigkeit“ seiner Arbeit. Mit der fortlaufenden „Verwertung der Sachenwelt“ nehme die „Entwertung der Menschenwelt in direktem Verhältnis zu.“ Der Arbeiter werde umso ärmer, je mehr Reichtum er produziert. Die Entfremdung durch das Lohnarbeitsverhältnis zwischen Arbeiter und Kapitalist manifestiere sich in vier Formen:
- Dem Arbeiter tritt sein Arbeitsprodukt als fremdes Wesen und unabhängige Macht gegenüber. Sein Arbeitsprodukt gehört nicht ihm, sondern einem Anderen.
- Die eigene Tätigkeit ist eine fremde, dem Arbeiter nicht angehörige Tätigkeit. Die Arbeitstätigkeit befriedigt keine Bedürfnisse des Arbeiters, sie dient nur als Mittel, um Bedürfnisse außer ihr zu befriedigen, so dass die Arbeit als eine Pest geflohen wird, sofern kein materieller Zwang herrscht. Die Äußerlichkeit der Arbeit zeige sich darin, dass die Arbeitsverausgabung dem Arbeiter nicht eigen ist, sondern einem anderen gehört.
- Sowohl der Gattungscharakter des Menschen, die freie und bewusste Tätigkeit, wie sein Gattungsleben, die Bearbeitung der Umwelt und der Gesellschaft, sind dem Arbeiter nicht möglich, sein Gattungswesen ist ihm entfremdet.
- Eine unmittelbare Konsequenz aus der Entfremdung von Arbeitsprodukt, Tätigkeit und dem menschlichen Wesen ist die Entfremdung des Menschen von dem Menschen.[1]
In der Schrift Die deutsche Ideologie problematisiert Marx zudem noch den Begriff der Entfremdung dahingehend, dass dieser idealistisch vorgeprägt wäre und daher oftmals falsch interpretiert werden könne. So schreibt er dort auch nur von „Entfremdung“. Er meint hier mit Entfremdung vor allem, dass die gesellschaftliche Teilung der Arbeit in der kapitalistischen Klassengesellschaft, die Festsetzung der sozialen Tätigkeit, kurz, dass die Verfügung der Privateigentümer (den Kapitalisten) über fremde Arbeitskraft, den einzelnenLohnarbeiter in seiner freien Entwicklung einschränke. Das gesellschaftliche Zusammenwirken in der Produktion des Lebens erscheine den Individuen nicht als ihre eigene Macht, sie ist eine fremde, außer ihnen stehende, durch die gesellschaftlichen Beziehungen vermittelte Gewalt. Dieser Umstand könne nur dadurch aufgehoben werden, dass die Menschen einerseits ihre eigenen Kräfte als gesellschaftliche erkennen und organisieren, sie die gesellschaftlichen Widersprüche, die sich aus den konkreten gesellschaftlichen Beziehungen der Menschen ergeben, erkennen und aufheben. Andererseits seien umfassend entwickelte Produktivkräfte eine Voraussetzung um die Aufhebung der Teilung der Arbeit zu ermöglichen. Somit könne der Mensch seine Umwelt bewusst tätig gestalten und verändern, sein gesellschaftliches Sein würde ihm nicht mehr als fremde, ihn bestimmende Macht gegenüberstehen, sondern als eine Ermöglichung zu umfassender individueller Entfaltung.[2]
Paul Lafargue
Marx’ Schwiegersohn Paul Lafargue meinte, dass drei Stunden Arbeit ausreichen müssten. Als Kritiker der Arbeit war Lafargue, Autor des Pamphlets „Le droit à la paresse“ (Das Recht auf Faulheit) (1883), in der alten Arbeiterbewegung ein Außenseiter. Lafargue verstand sich als revolutionärer Sozialist und dementsprechend schätzte er die kapitalistische Arbeitsethik ein. „Die kapitalistische Moral, eine jämmerliche Kopie der christlichen Moral, belegt das Fleisch des Arbeiters mit einem Bannfluch: Ihr Ideal besteht darin, die Bedürfnisse des Produzenten auf das geringste Minimum zu reduzieren, seine Genüsse und Leidenschaften zu ersticken und ihn zur Rolle einer Maschine zu verurteilen, aus der man ohne Rast und ohne Dank Arbeit nach Belieben herausschindet.“ Lafargues Manifest erschien 1887 auf Deutsch. Lafargue zitierte Lessing:
„Laß uns faul in allen Sachen,
Nur nicht faul zu Lieb’ und Wein’
Nur nicht faul zur Faulheit sein.“
Kritische Theorie
Das oft aufgegriffene Schlagwort der Großen Verweigerung als Ausweg taucht auf den letzten Seiten von Herbert Marcuses Der eindimensionale Mensch auf. Viele Gruppen der ’68er-Bewegung und der alternativen Szenen bezogen sich auf dieses Motiv, aber auch auf seine anderen Werke und propagierten ein Aussteigen aus dem kapitalistischen System. Marcuses Utopie liegt darin, eine befreite Gesellschaft vernunfttheoretisch und triebtheoretisch zu begründen, mindestens jedoch die Möglichkeit einer anderen freieren Gesellschaft wach zu halten. In seinem Essay Versuch über die Befreiung (1969), unter dem Arbeitstitel Jenseits des eindimensionalen Menschen geplant, entwickelte Marcuse im Anschluss an Der eindimensionale Mensch eine optimistischere Position.
In seinem 1967 vor Studenten der Freien Universität Berlin gehaltenen Vortrag: Das Ende der Utopie wird dieser Ansatz ausgeführt. In Gesellschaften mit hochentwickelten Produktivkräften bestehe demnach die Möglichkeit zu einer Umwälzung, durch die Armut und Elend und entfremdete Arbeit abgeschafft werden können. Anders als Marx beschrieben hatte, kann „das Reich der Freiheit im Reich der Notwendigkeit“ erscheinen. Marcuse bezeichnet die Negation der bestehenden Gesellschaft als Voraussetzung zur Transformation menschlicher Bedürfnisse. Es bedürfe einer jenseits der judäochristlichen Moral stehenden „neuen Moral“, die die vitalen Bedürfnisse nach Freude und Glück erfüllt und die „ästhetisch-erotischen Dimensionen“ umfasst. Er befürwortet ein Experiment der „Konvergenz von Technik und Kunst“ sowie von Arbeit und Spiel.
Operaismus und Post-Operaismus
In deutlicher Abgrenzung zur Kommunistischen Partei Italiens, deren politische Strategie ganz auf die Eroberung des Staatsapparats ausgerichtet war, gaben sich die Operaisten strikt antistaatlich und propagierten den Kampf gegen die Fabrikarbeit. Im Mittelpunkt der Überlegungen steht stets die Subjektivität der Arbeiter, deren nicht immer offensichtlicher Kampf gegen die Arbeit als treibendes Bewegungsmoment der Geschichte begriffen wird. Die Bewegungen der Kapitalseite und der kapitalistischen Gesellschaft sind als Reaktionen auf diesen Kampf der Arbeiter aufzufassen, nicht umgekehrt.
Arbeitsverweigerung, Krankfeiern, Sabotagen am Arbeitsplatz etc. würden die notwendige Disziplin zersetzen und die Entwicklung der Produktivkräfte stören. Dies könne zu Krisen und zu einer Revolution führen. Als Mittel der Bewusstseinsbildung und der Agitation wurde von den Operaisten auch der bereits von Marx entwickelte „Fragebogen für Arbeiter“ verwendet. Über die teilnehmende Analyse der „Klassenzusammensetzung“ in sogenannten Militanten Untersuchungen sollte der spezifische Ansatzpunkt effektiver Kämpfe der Arbeiterschaft entwickelt werden.
Situationistische Internationale
Die Tradition der Ablehnung der Arbeit wurde nach dem Zweiten Weltkrieg von der Situationistischen Internationale (S.I.), einer Gruppe junger Menschen in Paris, wiederbelebt. Unter ihnen war Guy Debord. Der Slogan französisch Ne travaillez jamais! („Arbeiten Sie nie!“) kehrte dann im Pariser Mai 1968 wieder.
Anti-Arbeits-Bewegung und Anarchismus
Die Anti-Arbeitsethik besagt, dass Arbeit tendenziell Unglück verursacht und zunehmend durch Maschinen ersetzt wird. Deshalb solle die Menge der Arbeit verringert werden. Die Ethik scheint ursprünglich aus anarchistischen Kreisen zu stammen, und ihren Ursprung in Essays wie Lob des Müßiggangs von Bertrand Russell, Das Recht zur nützlichen Arbeitslosigkeit von Ivan Illich, und die Abschaffung der Arbeit von Bob Black zu haben.
Die Anhänger dieser Bewegung argumentieren, dass es in kapitalistischen und kommunistischen Gesellschaften zu einer „Arbeits“-Mentalität gegenüber dem Leben entweder direkt oder indirekt durch die Entwicklung der Lebenshaltungskosten, Arbeitsmärkte, der wöchentlichen Arbeitszeit, die Anwendung normativer Werte in der Wirtschaft und gesellschaftlichen Konventionen kommt. Einige (wie z. B. Bob Black) fragen, warum mit zunehmender Technisierung die Anzahl der Stunden der durchschnittlichen wöchentlichen Arbeitszeit nicht deutlich gesunken sei. Sie versuchen daher, Antworten und praktische Lösungen zur Verringerung der Menge der Arbeit für eine durchschnittliche Person und eine Förderung der Aktivitäten, die sie als förderlich für das Glück sehen, zu finden.
Wertkritik
Seit den 1990er Jahren bemüht sich die Gruppe Krisis um eine Erneuerung der Kritik der Arbeit. Sie veröffentlichte ein „Manifest gegen die Arbeit“. Die Argumentation ähnelt der von Bob Black vorgestellten, jedoch versteht sich die Krisis als (post)marxistisch.[3] Arbeit wird nicht etwa wie im „Traditionsmarxismus“ als überhistorische Tätigkeitsform angesehen, sondern sie wird genauso als kapitalismusspezifische Erwerbsarbeit kritisiert wie das Kapital, da beide auf demselben System der Wertverwertung beruhen. Das Geschehen des sich unablässig selbstverwertenden Werts werde in der kapitalistischen Gesellschaft fetischistisch objektiviert als Ensemble von Sachzwängen und, so eine Marx’sche Formulierung, „automatisches Subjekt“ (siehe Das Kapital Bd. 1, MEW 23: S. 169). Die Menschen dienen diesen von den Menschen eigentlich selbstgeschaffenen Sachzwängen dabei hauptsächlich als Objekte und Material innerhalb des Verwertungsprozesses, der von Ware, Wert, Geld und (abstrakter) Arbeit bestimmt wird. Alles Sinnliche, die Menschen und ihre Bedürfnisse sowie das ökologische System der Erde und die Natur bleiben dem System der Wertverwertung äußerlich und seien ihm prinzipiell gleichgültig.[3]
Literatur
- Isabella Andrej: Der „Blaue Montag“. – Eine Form des Widerstandes gegen die industrielle Arbeitszeitdisziplinierung. Seminar Neue Geschichte WS 1993/94: Univ. Prof. Edith Saurer, Arbeit und Arbeiterkämpfe in Europa 18. bis 20. Jahrhundert. Institut für Höhere Studien Wien, ihs.ac.at (PDF; 0,3 MB).
- Felix Axster (Hrsg.), Nikolas Lelle (Hrsg.): "Deutsche Arbeit": Kritische Perspektiven auf ein ideologisches Selbstbild (Studien zu Ressentiments in Geschichte und Gegenwart), 287 S., Wallstein Verlag 2018, ISBN 3-8353-3207-4.
- Wolfgang Ayaß: Pflichtarbeit und Fürsorgearbeit. Zur Geschichte der „Hilfe zur Arbeit“ außerhalb von Anstalten, in: Frankfurter Arbeitslosenzentrum - FALZ (Hrsg.), Arbeitsdienst - wieder salonfähig? Zwang zur Arbeit in Geschichte und Sozialstaat, Frankfurt/M. 1998, S. 56–79.
- Bob Black: Die Abschaffung der Arbeit. Löhrbach 2003, ISBN 3-922708-04-8, im Original The Obolition of Work oder auf Deutsch Die Abschaffung der Arbeit.
- Reinhard P. Gruber: Nie wieder Arbeit. Schivkovs Botschaften vom anderen Leben. 155 Seiten, Residenz Verlag, Salzburg 1989, Wien ISBN 3-7017-0606-9
- Michael Jäger, Andrea Koschwitz, Gerburg Treusch-Dieter, René Talbot, Guillaume Paoli, Knut Gerwers: Das Recht auf Faulheit – Zukunft der Nichtarbeit: Beiträge eines Themenwochenendes der Volksbühne Berlin am Rosa-Luxemburg-Platz vom 18. bis 20. Mai 2001 (Edition Freitag) ISBN 3-936252-00-9
- JungdemokratInnen/Junge Linke Handbuch gegen Arbeit - Tips für Sozialschmarotzer 94 Seiten, 2000
- JungdemokratInnen/Junge Linke: Handbuch gegen Arbeits-Zwang 2012
- Oliver Kloss: Macht Arbeit frei? Ein Versuch über den Wert der Erwerbsarbeit. In: Bernd Gehrke, Wolfgang Rueddenklau (Hrsg.): Das war doch nicht unsere Alternative. Verlag Westfälisches Dampfboot, Münster 1999, ISBN 3-89691-466-9, S. 362–383.
- Gruppe Krisis: 1999 Manifest gegen die Arbeit und auf .exit-online.org
- Kritik am Manifest gegen die Arbeit (aus: Wildcat-Zirkular Nr54, November 99)
- Claus Peter Ortlieb: Arbeitszwang und Arbeitsethos 2012
- Moishe Postone: Zeit, Arbeit und gesellschaftliche Herrschaft. Ca Ira, Freiburg i.Br. 2003, ISBN 3-924627-58-4.
- Ulrich Renz: Die Tyrannei der Arbeit. Wie wir die Herrschaft über unser Leben zurückgewinnen, München, 2013, ISBN 978-3-453-28050-2
- Erich Ribolits: Die Arbeit hoch? Berufspädagogische Streitschrift wider die Totalverzweckung des Menschen im Post-Fordismus. Profil, München / Wien 1995, ISBN 3-89019-362-5
- Katja Rothe Depression und (Nicht-)Arbeit. Zum Status des Depressiven innerhalb der Kritik der Arbeit, in: Trajectoires, Nr. 6/2012, 14. Dezember 2012
- Holger Schatz, Andrea Woeldike: Freiheit und Wahn deutscher Arbeit, Zur historischen Aktualität einer folgenreichen antisemitischen Projektion, 204 Seiten, Unrast Verlag, Hamburg 2001, ISBN 978-3-89771-805-0
- Holger Schatz: Arbeit als Herrschaft. Die Krise des Leistungsprinzips und seine neoliberale Rekonstruktion. 2004, ISBN 3-89771-429-9
- Roswitha Scholz: Wert und Geschlechterverhältnis. In: Streifzüge Nr. 2, 1999
- Patrick Spät: Und, was machst du so? Fröhliche Streitschrift gegen den Arbeitsfetisch. Rotpunktverlag, Zürich 2014.
- Eberhard Straub: Vom Nichtstun. Leben in einer Welt ohne Arbeit. wjs-Verlag, Berlin 2004, ISBN 3-937989-02-1
- Abigail Susik: Surrealist sabotage and the war on work, Manchester University Press 2023
- Edward P. Thompson, John Holloway: Blauer Montag. Über Zeit und Arbeitsdisziplin. Edition Nautilus, Hamburg 2007.