Argonaut (Mondlander)

europäische Mondlandeeinheit From Wikipedia, the free encyclopedia

Argonaut[1] oder European Large Logistics Lander (EL3)[2] ist ein unbemannter Lander, der von Thales Alenia Space im Auftrag der Europäischen Weltraumorganisation (ESA) entwickelt wird, um Nutzlasten auf die Mond-Oberfläche zu befördern.[3] Als Trägerrakete ist die Ariane 64 vorgesehen.[4]

Künstlerische Darstellung des ESA Argonaut Mondlanders

Aufbau und Funktion

Argonaut-Sonden sollen aus der Landeinheit Lunar Descent Element (LDE) und der darauf angebrachten, mindestens bis zu 1500 kg umfassenden Nutzlasteinheit bestehen. Die Landegenauigkeit wird mit 50–100 Metern angegeben.[5] Der Lander soll die harschen Bedingungen während der 14 Tage langen Mondnächte mit Temperaturen bis −150 °C auf der Mondoberfläche für ungefähr 5 Jahre überstehen können.[6]

Im Rahmen des Lunar-Communications-and-Navigation-Services-Programm (LCNS) soll der Lander den Lunar Orbital Platform-Gateway mit zusätzlichen Kommunikationsdienstleistungen unterstützen.[6]

Schnelle Fakten ArgoNET ...
ArgoNET[3]
Typ unbemannte Mondlandung, Support, Fracht
OrganisationEuropaische Weltraumorganisation ESA
Missionsdaten
Startdatum2031 (geplant)[3]
StartplatzRaumfahrtzentrum Guayana, ELA-4
TrägerraketeAriane 64[4]
Bahndaten
KoordinatenursprungMond
Allgemeine Raumfahrzeugdaten
HerstellerThales Alenia Space, OHB, DLR[3]
Spezifische Raumfahrzeugdaten
Nutzlastmindestens bis zu 1500 kg[4][7]
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Erste Mission: ArgoNET

ArgoNET ist als erster operativer Flug des Argonaut-Programms geplant. Die Mission soll frühestens 2031 starten.[3]

Zeitleiste

  • 2022 wollte die ESA die Finanzierung des Landers auf ihrer Ministerratskonferenz beschließen.[8]
  • 2024 gab Arianespace bekannt, dass erste Tests der Triebwerkstechnologie für Argonaut stattgefunden hätten.[9]
  • 2024 nannte die ESA mit dem Jahr 2031 erstmals ein Zieldatum für die erste Argonaut-Mission.[10]
  • Im Januar 2025 schloss die ESA einen Vertrag mit Thales Alenia Space für die Entwicklung und Bereitstellung des Lunar Descent Element.[11][12]
  • Die Mission wurde zuletzt bei der Ministerkonferenz 2025 bestätigt.

Einzelnachweise

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