Arthur Börner

deutscher Kapellmeister From Wikipedia, the free encyclopedia

Friedrich Karl Arthur Börner (* 10. Februar 1902 in Dresden[1]; † 28. Oktober 1944 in Erfurt[2]) war ein deutscher Kapellmeister.

Leben und Wirken

Er war der Sohn des Obermonteurs Paul Lothar Arthur Börner und dessen Ehefrau Sophie Marie Ernestine geborene Richter und erblickte in der Erlenstraße 8 in Dresden das Licht der Welt. 1930 gab er als Opernkapellmeister in Halle (Saale) ein Gastspiel, wo er die Bergkapelle zu einem Sonderkonzert des Opernsängers Hermann Kaufmann aus Berlin dirigierte.[3]

1932 wurde Börner Kapellmeister und Souffleur an der Staatsoper in seiner Heimatstadt Dresden. Nach der „Machtergreifung“ der Nationalsozialisten im Januar 1933 machte er rasch Karriere. Aufgrund seiner niedrigen NSDAP-Nummer, die er, wie sich später herausstellte, selbst reduziert hatte, wurde er zum Leiter des geschäftlich-künstlerischen Büros der Sächsischen Staatstheater und zum Hauptreferenten für Oper in der NSDAP-Gauleitung von Sachsen ernannt. Im März 1933 war er Mitorganisator der Resolution des Staatsopernpersonals gegen Fritz Busch, der ausgepfiffen und aus Dresden vertrieben wurde.

Im Juni 1933 legte er mit dem Oberspielleiter Alexander Schum die Denkschrift Zur nationalen Volksoper! Plan des künstlerischen Neubaues der Dresdener Staatsoper vor, die als Manuskript von der Generalintendanz des Sächsischen Staatstheaters gedruckt wurde und einen Umgestaltungsplan zur Reichsoper beinhaltete.[4] Bereits im darauffolgenden Monat wurde er von der Generalintendanz der Sächsischen Staatstheater mit sofortiger Wirkung beurlaubt, nachdem sich die Urkundenfälschung bezüglich seiner Parteizugehörigkeit herausgestellt hatte.[5][6]

Börner zog daraufhin nach Erfurt. Hier und in Weimar wirkte er wieder als Kapellmeister und Leiter verschiedener Orchester, darunter einer SA-Standarte.

Literatur

  • Handbuch Deutsche Musiker 1933–1945. PDF auf CD-ROM. Kiel 2004, S. 695 f. (2. Edition, Kiel 2009; archive.org).
  • Archiv-Inventar Deutsche Musik 1933–1945. (Auskopplung aus dem Handbuch). PDF auf CD-ROM, Kiel 2004. (2. Edition, Kiel 2009).

Einzelnachweise

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