Arthur Dangel

deutscher Komponist From Wikipedia, the free encyclopedia

Arthur Dangel (* 10. September 1931 in Schwäbisch Gmünd; † 11. November 2024 in Korntal-Münchingen) war ein deutscher Komponist von Neuer Musik.[1][2]

Leben

Arthur Dangel schloss 1955 ein Klavier- und Kompositionsstudium an der Stuttgarter Musikhochschule ab. Seine Lehrer waren unter anderem Jürgen Uhde und Alfred Kreutz für Klavier sowie Johann Nepomuk David für Komposition. Ab 1957 studierte Dangel Germanistik an der Universität Freiburg, nahm Unterricht in Zwölftonmusik bei Wolfgang Fortner und vertiefte sich unter anderem in die Musik Anton Weberns.

Von 1960 bis 1994 war Dangel Lehrer am Gymnasium Korntal, von 1965 bis 1971 hatte er zusätzlich einen Lehrauftrag an der Stuttgarter Musikhochschule. Er lebte mit seiner Frau in Korntal-Münchingen.

Kompositionen

Arthur Dangel komponierte Orchester- und Kammermusik, Lieder, Musik für Orgel, Klavier, Chor und – wie er selbst sagte – für „seltsame Besetzungen“[3] wie vier Kontrabässe (op. 85), Violine und Stimmen (op. 41) oder Saxophon und Orgel (op. 64). Die Werkliste seines Musikverlegers Bastian Fiebig (Verlag Chili Notes in Frankfurt) verzeichnet etwa 100 Titel von op. 1 (1951) bis op. 105 (2007) sowie elf Audio-CDs.[4] Als Germanist und Musiker vertonte Dangel Gedichte und Texte von Franz Kafka, Claudia C. Parise, Hugo Ball, Hilde Domin, Eduard Mörike, Ingeborg Bachmann, Hans Arp, Zsuzsanna Gahse, Else Lasker-Schüler, Heinrich Heine, Rose Ausländer und Peter Turrini.[5]

Werke (Auswahl)

  • Orpheus, Konzert für Violine und Stimmen, op. 41 (1978/79)
  • Seepferdchen und Flugfische, Minioper in drei Akten nach einem Dada-Text von Hugo Ball, op. 62 (1992)
  • Pentaptychon, Zyklus über die fünf Chagall-Fenster in der Fraumünster-Kirche in Zürich, op. 64 (1993)
  • Zwei Symphonien, opp. 21 und 49 (1961/1988)
  • Fünf Streichquartette, opp. 19, 74, 79, 91 und 102 (1959–2006)
  • Etwa 200 Lieder
  • Vier Cello-Sonaten, opp. 76 und 88 (1996/97–2001)
  • Stabat Mater für Stimmen a cappella, op. 47 (1986/87)

Publikationen (Auswahl)

Auszeichnungen

  • 1965, Förderpreis der Stadt Stuttgart für junge Komponisten für das Streichquartett op. 19
  • 1967, Prof.-David-Stipendium der Goethe-Stiftung Basel
  • 1989, Kompositionspreis des Landesmusikrates Baden-Württemberg für Stabat Mater op. 47

Einzelnachweise

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