Ashia Hansen

britische Leichtathletin From Wikipedia, the free encyclopedia

Ashia Hansen, geboren als Ashia Nana Koramdina (* 5. Dezember 1971 in Evansville, Indiana, USA) ist eine ehemalige britische Leichtathletin. Bei einer Körpergröße von 1,70 m betrug ihr Wettkampfgewicht 63 kg.

Schnelle Fakten Karriere, Medaillenspiegel ...
Ashia Hansen
Nation Vereinigtes Konigreich Vereinigtes Königreich
Geburtstag 5. Dezember 1971
Geburtsort Evansville, USA
Größe 170 cm
Gewicht 63 kg
Karriere
Disziplin Weitsprung, Dreisprung
Bestleistung 6,47 m (Weitsprung)
15,16 m (Dreisprung)
Verein Birchfield Harriers
Trainer Aston Moore
Karriereende 2008
Medaillenspiegel
Hallenweltmeisterschaften 2 × Goldmedaille 1 × Silbermedaille 0 × Bronzemedaille
Europameisterschaften 1 × Goldmedaille 0 × Silbermedaille 0 × Bronzemedaille
Halleneuropameisterschaften 1 × Goldmedaille 1 × Silbermedaille 0 × Bronzemedaille
Commonwealth Games 2 × Goldmedaille 0 × Silbermedaille 0 × Bronzemedaille
Logo der World Athletics
 Hallenweltmeisterschaften
Silber 1997 Paris Dreisprung
Gold 1999 Maebashi Dreisprung
Gold 2003 Birmingham Dreisprung
Logo der EAA
 Europameisterschaften
Gold 2002 München Dreisprung
Logo der EAA
 Halleneuropameisterschaften
Gold 1998 Valencia Dreisprung
Silber 2002 Wien Dreisprung
Logo der Commonwealth Games Federation
 Commonwealth Games
Gold 1998 Kuala Lumpur Dreisprung
Gold 2002 Manchester Dreisprung
Schließen

Leben

Hansen wurde drei Monate nach ihrer Geburt von einer Britin und deren ghanaischen Ehemann adoptiert. Sie wuchs in den ersten sechs Jahren ihres Lebens in Ghana auf, bevor sich ihre Eltern in London niederließen. Seit 1994 gehört sie zur britischen Leichtathletiknationalmannschaft, bei Commonwealth Games tritt sie für England an. Sie verbesserte den britischen Rekord im Dreisprung zehnmal und stellte 1998 einen Hallenweltrekord auf.

Nachdem Ashia Hansen bei den Europameisterschaften 1994 in Helsinki und bei den Weltmeisterschaften 1995 in Göteborg jeweils in der Qualifikation gescheitert war, gelang ihr 1996 der Durchbruch zur Weltspitze. Bei den Olympischen Spielen in Atlanta wurde sie mit 14,49 m Fünfte, rückte aber nach der Disqualifikation der Bulgarin Iwa Prandschewa noch einen Platz nach vorn.

Bei den Hallenweltmeisterschaften 1997 in Paris belegte sie mit 14,70 m den zweiten Platz hinter der Russin Inna Lassowskaja. Im gleichen Jahr wurde sie mit 14,49 m Fünfte bei den Weltmeisterschaften in Athen.

1998 gewann Ashia Hansen bei den Halleneuropameisterschaften in Valencia mit 15,16 m und vierzig Zentimeter Vorsprung auf die amtierende Weltmeisterin Šárka Kašpárková aus Tschechien. Bei den Commonwealth Games in Kuala Lumpur gewann sie mit 14,32 m. Eine weitere Goldmedaille erhielt sie bei den Hallenweltmeisterschaften 1999 in Maebashi, als sie mit 15,02 m vor Prandschewa und Kašpárková gewann. Bei den Weltmeisterschaften 1999 versuchte sie im Finale nach zwei ungültigen Sprüngen einen Sicherheitssprung, der mit 13,39 m allerdings nur Platz 12 ergab.

Nach einem elften Platz bei den Olympischen Spielen 2000 in Sydney und einem siebten Platz bei den Weltmeisterschaften 2001 in Edmonton kehrte sie 2002 wieder in die Weltspitze zurück. Mit 14,71 m wurde sie Zweite bei den Halleneuropameisterschaften in Wien hinter der Bulgarin Teresa Marinowa. Es folgten der Sieg bei den Commonwealth Games in Manchester mit 14,86 m mit vier Zentimetern Vorsprung auf Françoise Mbango Etone aus Kamerun. Bei den Europameisterschaften in München sprang sie 15,00 m (mit zu viel Rückenwind) und gewann als erste britische Springerin seit 1954 einen Europameistertitel im Freien.

Bei den Hallenweltmeisterschaften 2003 in Birmingham gelang Ashia Hansen ein weiterer Titelgewinn. Mit 15,01 m gewann sie vor Françoise Mbango Etone mit 14,87 m.

2003 wurde sie mit dem Titel MBE geehrt.

Persönliche Bestleistungen

  • Weitsprung – 6,47 m (1996)
  • Dreisprung – 15,15 m (1997) in der Halle: 15,16 m (1998)

Literatur

Related Articles

Wikiwand AI