Assaí Atacadista
From Wikipedia, the free encyclopedia
Assaí Atacadista S.A., bzw. Sendas Distribuidora S.A., ist ein brasilianisches Einzelhandelsunternehmen mit Sitz in São Paulo. Das Unternehmen betreibt ein Netzwerk von Großhandelsmärkten im sogenannten „Cash-and-Carry“-Format und zählt zu den führenden Akteuren im brasilianischen Lebensmitteleinzelhandel. Assaí richtet sich sowohl an gewerbliche Kunden wie Gastronomiebetriebe und kleine Händler als auch an private Endverbraucher. 2025 betrieb Assaí 313 Filialen in fünf brasilianischen Regionen.[2] Das Unternehmen betreibt zudem Hypermärkte, Supermärkte und Convenience-Shops in mehreren Ländern Südamerikas.[3]
| Assaí Atacadista S.A. | |
|---|---|
| Rechtsform | Aktiengesellschaft |
| ISIN | BRASAIACNOR0 |
| Gründung | 1974 |
| Sitz | São Paulo, |
| Leitung | Belmiro Gomes (CEO) |
| Mitarbeiterzahl | ca. 90.000 (2025) |
| Umsatz | 77,3 Mrd. BRL (ca. 12 Mrd. Euro, 2025)[1] |
| Branche | Einzelhandel, Großhandel |
| Website | https://www.assai.com.br |
Geschichte
Assaí Atacadista wurde 1974 in Brasilien von Rodolfo Jungi Nagai in São Paulo gegründet und entwickelte sich zunächst als regionaler Anbieter im Großhandelssegment für Bäckereien. Der Name Assaí wurde aus dem japanischen Wort Asahi abgeleitet, was „aufgehende Sonne“ bedeutet. In den 1980er Jahren war Assaí zum führenden Händler von Mozzarella in der Region São Paulo aufgestiegen.[2]
2007 wurde das Unternehmen vom brasilianischen Einzelhandelskonzern Grupo Pão de Açúcar (GPA) übernommen, der zu diesem Zeitpunkt mehrheitlich vom französischen Handelsunternehmen Casino kontrolliert wurde. Unter der Führung von GPA expandierte Assaí stark und entwickelte sich zu einem der wichtigsten Wachstumstreiber innerhalb des Konzerns. So wurde in neue Regionen expandiert, die Filialen modernisiert und 2010 ein Verteilungszentrum in Osasco eröffnet.[2]
Ein bedeutender strategischer Schritt erfolgte 2021 mit der Abspaltung von der Grupo Pão de Açúcar. Assaí wurde als eigenständiges Unternehmen an die Börsen von São Paulo und New York City gebracht. Die Expansion ging in der Folgezeit weiter, so wurden 2022 knapp 60 neue Standorte eröffnet.[2]
