Astragalin
chemische Verbindung
From Wikipedia, the free encyclopedia
Astragalin ist das 3-O-Glycosid des Kämpferols, welches zur Untergruppe der Flavonole innerhalb der Stoffgruppe der Flavonoide gehört.
| Strukturformel | ||||||||||||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Allgemeines | ||||||||||||||||
| Name | Astragalin | |||||||||||||||
| Andere Namen |
| |||||||||||||||
| Summenformel | C21H20O11 | |||||||||||||||
| Kurzbeschreibung |
weißer Feststoff[1] | |||||||||||||||
| Externe Identifikatoren/Datenbanken | ||||||||||||||||
| ||||||||||||||||
| Eigenschaften | ||||||||||||||||
| Molare Masse | 448,38 g·mol−1 | |||||||||||||||
| Aggregatzustand |
fest[1] | |||||||||||||||
| Schmelzpunkt | ||||||||||||||||
| Sicherheitshinweise | ||||||||||||||||
| ||||||||||||||||
| Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen (0 °C, 1000 hPa). | ||||||||||||||||
Vorkommen
Astragalin ist ein sekundärer Pflanzenstoff, der in vielen verschiedenen Pflanzen vorkommt,[2][3][4] beispielsweise in Tragant (synonym Astragalus sp.), Rosa agrestis,[5] Aristolochia indica,[6][7] Cuscuta chinensis,[8] der amerikanischen Kermesbeere, Hopfenextrakt,[9] Goldrutenkraut,[9] Holunderblüten,[9] Lindenblüten,[9] Arnikablüten,[9] Wein und Weintrauben,[10] Tee[10] sowie Heidelbeeren.
Eigenschaften
Astragalin kommt nicht in Tieren vor. Es besitzt als experimenteller Wirkstoff in Zellkulturen von Säugetierzellen antioxidative und antientzündliche Eigenschaften.[11] Es hemmt die Aktivität von Interleukin-1β, dadurch wird in Folge die von NFκB gemindert und der MAPK-Signalweg gehemmt.[5] Weiterhin hemmt es die Genexpression von Cox-2 und iNOS.[5] Es hemmt die Apoptose in Lungenepithelzellen durch Hemmung der Genexpression von Eotaxin-1 und des MAPK-Signalwegs.[11] Astragalin-Heptaacetat führt dagegen in Zellkulturen von Lungenepithel zu verstärkter Apoptose, die durch Gabe des Antioxidans Acetylcystein wieder aufgehoben wird.[12] Astragalin ist ein 3-O-Glucosid von Kaempferol.
Literatur
- Frank Bisby: Phytochemical Dictionary of the Leguminosae. CRC Press, 1994, ISBN 978-0-412-39770-7.