Astragalin

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Astragalin ist das 3-O-Glycosid des Kämpferols, welches zur Untergruppe der Flavonole innerhalb der Stoffgruppe der Flavonoide gehört.

Schnelle Fakten Strukturformel, Allgemeines ...
Strukturformel
Strukturformel von Astragalin
Allgemeines
Name Astragalin
Andere Namen
  • 3-(β-D-Glucopyranosyloxy)-5,7-dihydroxy-2-(4-methoxyphenyl)-4H-1-benzopyran-4-on
  • 3-Glucosylkaempferol
  • Astragalin
  • Kaempferol-3-glucosid
  • Kaempferol-3-β-D-glucopyranosid
  • Kaempferol-3-glucosid
Summenformel C21H20O11
Kurzbeschreibung

weißer Feststoff[1]

Externe Identifikatoren/Datenbanken
CAS-Nummer 480-10-4
EG-Nummer (Listennummer) 610-400-2
ECHA-InfoCard 100.128.596
PubChem 5282102
Wikidata Q4811191
Eigenschaften
Molare Masse 448,38 g·mol−1
Aggregatzustand

fest[1]

Schmelzpunkt

312,58 °C[1]

Sicherheitshinweise
GHS-Gefahrstoffkennzeichnung[1]
keine GHS-Piktogramme

H- und P-Sätze H: keine H-Sätze
P: keine P-Sätze[1]
Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen (0°C, 1000 hPa).
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Vorkommen

Astragalin ist ein sekundärer Pflanzenstoff, der in vielen verschiedenen Pflanzen vorkommt,[2][3][4] beispielsweise in Tragant (synonym Astragalus sp.), Rosa agrestis,[5] Aristolochia indica,[6][7] Cuscuta chinensis,[8] der amerikanischen Kermesbeere, Hopfenextrakt,[9] Goldrutenkraut,[9] Holunderblüten,[9] Lindenblüten,[9] Arnikablüten,[9] Wein und Weintrauben,[10] Tee[10] sowie Heidelbeeren.

Eigenschaften

Astragalin kommt nicht in Tieren vor. Es besitzt als experimenteller Wirkstoff in Zellkulturen von Säugetierzellen antioxidative und antientzündliche Eigenschaften.[11] Es hemmt die Aktivität von Interleukin-1β, dadurch wird in Folge die von NFκB gemindert und der MAPK-Signalweg gehemmt.[5] Weiterhin hemmt es die Genexpression von Cox-2 und iNOS.[5] Es hemmt die Apoptose in Lungenepithelzellen durch Hemmung der Genexpression von Eotaxin-1 und des MAPK-Signalwegs.[11] Astragalin-Heptaacetat führt dagegen in Zellkulturen von Lungenepithel zu verstärkter Apoptose, die durch Gabe des Antioxidans Acetylcystein wieder aufgehoben wird.[12] Astragalin ist ein 3-O-Glucosid von Kaempferol.

Literatur

Einzelnachweise

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