Aufbruch C
politische Partei in Deutschland
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Aufbruch C ist eine Kleinpartei, die vor allem im Kreis Lippe und der Umgebung aktiv ist.
Andreas Levermann (Stellv.)
| AUFBRUCH C | |
|---|---|
| Parteivorsitzende | Andreas Epp, Andreas Levermann (Stellv.) |
| Schatzmeister | Stefan Zibart |
| Gründung | 11. März 2013 |
| Gründungsort | Detmold |
| Ausrichtung | Christliche Werte Konservatismus |
| Staatliche Zuschüsse | keine |
| Mitgliederzahl | 80 (Angabe der Partei) |
| Mindestalter | 14 Jahre |
| Website | www.aufbruch-c.de |
Inhaltliches Profil
Die Partei Aufbruch C bezeichnet sich als Partei, die Politik „aus christlicher Verantwortung für den Menschen“ betreiben will. Im Mittelpunkt stehen nach Eigendarstellung soziale Gerechtigkeit, Unterstützung von Familien, Einsatz gegen Diskriminierung sowie Transparenz in der Politik.
Die Partei lehnt parteipolitische Polarisierung ab und betont, dass sie nicht konfessionell gebunden sei, sondern allgemein christlich-ethische Werte vertrete.[1]
Teilnahmen an Wahlen
Bei der Bundestagswahl 2013 trat Harry Rein als Direktkandidat im Bundeswahlkreis 133 Herford-Minden-Lübbecke II an und erhielt 0,3 % der Wählerstimmen. Ditmar Teschke trat im Bundeswahlkreis 135 Lippe I an und erhielt 0,54 % der Wählerstimmen.[2] Jens Köhler trat im Wahlkreis 136 Höxter-Lippe II an und erhielt 0,5 % der Wählerstimmen.[3][4] Die Partei hat ihren Schwerpunkt in Ostwestfalen, trat aber auch bei der Kommunalwahl in Niedersachsen an.
Die Partei nahm erstmals mit einer Landesliste an der Landtagswahl in Nordrhein-Westfalen 2017[5] und mit drei Direktkandidaten teil und erhielt 0,11 % der Zweitstimmen.[6] Zuvor hatte sie bei den Kommunalwahlen in Nordrhein-Westfalen 2014 in Detmold (2,97 % und einem Mandat)[7][8] und in Lage (4,51 % und zwei Mandate) teilgenommen.[9]
Bei der Kommunalwahl NRW im September 2020 erlangte die Partei in fünf Städten Sitze in den Räten. In Lage und Detmold je 2 Sitze (damit Fraktionsstatus), in Bad Salzuflen, Lemgo und Augustdorf, wo sich erstmals Kandidaten aufstellten, wurden einzelne Stadtratssitze erreicht. Ebenfalls stellte die Partei auch im Kreistag von Lippe zwei Abgeordnete.[10] Sie bildeten dort eine Fraktion mit den Freien Wählern, die sich 2023 auflöste, und kooperierten mit der CDU.[11]
Neben dem Vorstand, bestehend aus Andreas Epp, Andreas Levermann und Stefan Zibart, wurden auf dem Parteitag im Dezember 2024 Wilhelm Schall in die Position des Beraters des Vorstandes sowie die Thomas Assmann und Kevin Schulz als Beiräte gewählt.
Aufbruch C nahm an den Kommunalwahlen 2025 teil und stellte mit Andreas Epp erstmals einen eigenen Kandidaten für das Amt des Landrates im Kreis Lippe.[12] Er erhielt 7,8 % der Stimmen.[13] Bei der Kreistagswahl erhielt die Partei 3,81 % und damit wieder zwei Mandate und erreichte in den Städten Lage, Lemgo, Detmold und Augustdorf jeweils Fraktionsstatus in den Stadträten.[14]
Kontroversen
Bei einer Podiumsdiskussion im September 2025 erklärte der Parteivorsitzende Andreas Epp, als er gefragt wurde, wie er dazu stünde, wenn einer seiner engsten Mitarbeiter homosexuell sei: „Das wäre nicht tragbar für mich, also definitiv nicht.“[15][16] Mitglieder seiner Partei und der CDU distanzierten sich von dieser Aussage. Später entschuldigte sich auch Epp.[17]