August Adolphi

deutscher Politiker (SPD) From Wikipedia, the free encyclopedia

August Adolphi (* 15. April 1889 in Wiesdorf; † 6. April 1965 in Leverkusen) war ein deutscher Politiker der SPD. 1945 war er für 18 Tage Bürgermeister von Leverkusen.

Leben

August Adolphi, ein gelernter Bleilöter, wurde ab 1919 von der Wiesdorfer Gemeindeverwaltung angestellt. Von 1920 bis 1927 saß er für die USPD (ab 4. Mai 1924 SPD) im Wiesdorfer Gemeinderat. 1925 wurde Adolphi in das Beamtenverhältnis übernommen und Leiter des städtischen Arbeitsnachweises. 1929 erhielt er beim Landesarbeitsamt Rheinland die Stellung als Arbeitsamtsdirektor in Opladen. Unter der nationalsozialistischen Verwaltung wurde Adolphi 1933 entlassen. Um sich über Wasser zu halten, betrieb er daraufhin ein kleines Lebensmittelgeschäft im Stadtteil Küppersteg, wo er auch wohnte.[1] Noch 1944 wurde Adolphi für mehrere Wochen im Leverkusener Gefängnis inhaftiert.[2]

Am 20. April 1945 ernannte ihn die US-amerikanische Besatzungsmacht zum Bürgermeister von Leverkusen. Adolphi übte das Amt aus bis zum 8. Mai 1945, dem Tag der deutschen Kapitulation. Zu seinem Nachfolger wurde Dr. Heinrich Claes ernannt.[3] Adolphi hatte eine Tochter.

Einzelnachweise

Related Articles

Wikiwand AI