August Dötz
Unternehmer, Politiker und Feuerwehrmann in Allentsteig
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August Dötz (* 23. Mai 1844 in Döllersheim (heute Gemeinde Pölla), Bezirk Zwettl[1]; † 5. Juli 1912 in Allentsteig, Bezirk Zwettl[2]) war Gastwirt und Abgeordneter zum Österreichischen Abgeordnetenhaus.[3]

Leben
August Dötz war Sohn des Gastwirts Augustin Dötz († 1864). Nach dem Besuch einer Volksschule in Döllersheim wurde er Gastwirt in Allentsteig. Vor 1911 übergab er den Betrieb an seinen Sohn.
Er starb am 5. Juli 1912 im Alter von 68 Jahren laut Sterbebuch an Magenkrebs und Herzschwäche.
Er war römisch-katholisch und ab 1867 verheiratet mit Franziska Winkler († 1894), mit der er zehn Töchter und zwei Söhne hatte, wobei fünf Töchter und ein Sohn jung verstorben sind. Nach dem Tod seiner Frau heiratete er im Jahr 1903 Marianne Pospischil, verwitwete Waldherr.
August Dötz war von 1884 bis 1896 und von 1897 bis 1902 Mitglied im Niederösterreichischen Landtag (V., VI. und VII. Wahlperiode), zunächst bis 1896 als Abgeordneter der Landgemeinden (Zwettl) und ab 1897 als Abgeordneter der Landgemeinden (Krems, Gföhl, Langenlois, Mautern), als Schönerianer (also als Anhänger des radikalen Antisemiten Georg von Schönerer). Er erlangte dessen Landtagsmandat und konnte es 1890 auch verteidigen. Im Jahr 1896 unterlag er gegen Alois Hofbauer, konnte aber bei der Nachwahl nach dem Tod von Heinrich Fürnkranz Anfang 1897 im Landgemeindewahlbezirk Krems siegen. Bei der Landtagswahl 1902 musste er sich Leopold Daschl geschlagen geben.
Im Jahr 1868 war er Gemeinderat von Allentsteig und von 1874 bis 1907 Bürgermeister von Allentsteig. Er war auch Ehrenbürger von Allentsteig (siehe Grabinschrift).
Politische Funktionen
August Dötz war vom 9. April 1891 bis zum 22. Januar 1897 und vom 31. Januar 1901 bis zum 30. Januar 1907 Abgeordneter des Abgeordnetenhauses im Reichsrat (VIII. und X. Legislaturperiode) und war dort während der VIII. Legislaturperiode für die Kurie Niederösterreich, Landgemeinden 4 (Zwettl, Ottenschlag, Weitra, Großgerungs, Allentsteig, Waidhofen an der Thaya, Raabs, Litschau, Schrems, Dobersberg) und während der X. Legislaturperiode für die Kurie Niederösterreich, allgemeine Wählerklasse 7 (Krems, Gföhl, Kirchberg am Wagram, Langenlois, Mautern, Pöggstall, Persenbeug, Spitz, Horn, Eggenburg, Geras, Zwettl, Ottenschlag, Weitra, Großgerungs, Allentsteig, Waidhofen an der Thaya, Raabs, Litschau, Schrems, Dobersberg) zuständig.
Klubmitgliedschaften
August Dötz war ab 1891 Mitglied bei der Freien Vereinigung für wirtschaftliche Reform auf christlicher Grundlage und ab 1901 bei der Alldeutschen Vereinigung. Ab Herbst 1904, nach der Auflösung der Alldeutschen, war er fraktionslos.
Literatur
- Biographisches Handbuch Des NÖ Landtages 1861–1921, S. 36–37
- Politische Nachrichten – Kleine Nachrichten. In: Teplitz-Schönauer Anzeiger, 8. Juli 1912, S. 2 links unten (online bei ANNO).
- Vater Dötz †. In: Oesterreichische Land-Zeitung, 13. Juli 1912, S. 1–2 (online bei ANNO).
- Dötz August In: Stenographische Protokolle des Abgeordnetenhauses des Reichsrates 1861–1918, Jahrgang 0011, XI. Session, S. 137–141 (online bei ANNO).
- Dötz August In: Stenographische Protokolle des Abgeordnetenhauses des Reichsrates 1861–1918, Jahrgang 0017, XVII. Session, S. 744–752 (online bei ANNO).
Weblinks
- Dötz, August, Kurzbiographie auf den Webseiten des österreichischen Parlaments