August Tiede

deutscher Architekt, preußischer Baubeamter und Hochschullehrer From Wikipedia, the free encyclopedia

August Tiede (* 4. Juni 1834 in Berlin; † 14. Mai 1911 ebenda) war ein deutscher Architekt, preußischer Baubeamter und Hochschullehrer.

Leben

Tiede studierte an der Berliner Bauakademie. Als Bauführer (Referendar) arbeitete er unter Friedrich Adler. 1854 wurde er Mitglied des Berliner Architektenvereins.[1] Er reiste 1859 nach Italien und absolvierte vermutlich 1861 das Baumeister-Examen. Danach arbeitete er zunächst als Stadtbaurat in Erfurt, wurde dann aber 1867 in das Ressort Museumsbauten der Ministerialbaukommission in Berlin berufen. Gleichzeitig hatte er ab 1870 einen Lehrauftrag an der Königlichen Kunstschule zu Berlin[2] und ab 1875 auch an der Bauakademie, ab 1879 Technische Hochschule, und führte ab 1888 auch den Titel Professor.

Nachdem Tiede in den Debatten um das Neubau-Projekt für den Berliner Dom gegen den von Kaiser Wilhelm II. (in seiner Eigenschaft als preußischer König und Summus Episcopus in Preußen) befürworteten Entwurf von Julius Raschdorff Stellung bezogen hatte, sollte er nach Schlesien versetzt werden. In dieser Situation schied er 1890 aus dem Staatsdienst aus[3] und arbeitete von da an als selbstständiger Architekt in Berlin. 1889 war er mit dem Roten Adlerorden 4. Klasse geehrt worden.[4]

Werke (unvollständig)

Museum für Naturkunde

Als Baubeamter in der staatlichen Bauverwaltung war Tiede an der Planung folgender Bauprojekte beteiligt:

Literatur

  • Uwe Kieling: Berlin. Baumeister und Bauten. Von der Gotik bis zum Historismus. VEB Tourist Verlag, Berlin / Leipzig 1987, ISBN 3-350-00280-3, S. 228.
Commons: August Tiede – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
  • August Tiede. In: Catalogus Professorum. TU Berlin, abgerufen am 10. Dezember 2025.

Einzelnachweise

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