August Willburger

deutscher katholischer Theologe und Kirchenhistoriker From Wikipedia, the free encyclopedia

Fridolin August Willburger (* 6. März 1882 in Harmen/Haslach (Rot an der Rot); † 19. Januar 1952 in Urlau/Leutkirch im Allgäu) war ein deutscher katholischer Theologe und Kirchenhistoriker.[1]

Leben und Wirken

Nach dem Schulbesuch und der Reifeprüfung im Konvikt in Ehingen studierte er von 1903 bis 1907 Katholische Theologie an der Eberhard Karls Universität Tübingen. 1908 wurde er zum katholischen Priester geweiht. Zunächst war er von 1908 bis 1910 Vikar in Neckarsulm. Ab 1910 arbeitete er als Repetent am katholischen Wilhelmsstift Tübingen. Außerdem setzte er sein Studium fort und zwar in den Fächern Geschichte und Kirchengeschichte. 1914 promovierte er in Tübingen bei dem Kirchenhistoriker Heinrich Günter. Zu Beginn des Ersten Weltkriegs arbeitete er bis zum September 1915 als Lazarettgeistlicher in Tübingen. Ab 1916 war er Pfarrer in Oberopfingen. Neben seiner pfarramtlichen Tätigkeit und der Schulaufsicht veröffentlichte er mehrere Arbeiten zur Kirchengeschichte in Württemberg. Im Jahre 1931 wurde er Pfarrer in Willerazhofen und 1936 in Urlau. Von 1935 bis 1951 war er Dekan für den katholischen Kirchenbezirk Leutkirch.

Veröffentlichungen (Auswahl)

  • Das Collegium illustre zu Tübingen. Verlag des Bürgervereins, Tübingen 1912.
  • Die Konstanzer Bischöfe Hugo von Landenberg, Balthasar Merklin, Johann von Lupfen (1496–1537) und die Glaubensspaltung (= Reformationsgeschichtliche Studien und Texte, Bd. 34/35). Aschendorff, Münster 1917 (= Dissertation Universität Tübingen).
  • Wie kann dem Mechanismus der Kinder beim Empfang der heiligen Sakramente der Buße und des Altares entgegengearbeitet werden? In: Rottenburger Monatsschrift für praktische Theologie, Bd. 8 (1924/25), S. 136–147.
  • Abriß einer Geschichte der katholischen Kirchen in Württemberg. Bader, Rottenburg a. N. 1925.
  • Fünfundzwanzig Jahre katholische Kirche in Württemberg. In: Johann Baumgärtner (Hrsg.): Dr. Paul Wilhelm von Keppler. Fünfundzwanzig Jahre Bischof, fünfzig Jahre Priester. Festschrift. Schwabenverlag, Stuttgart 1925, S. 92–118.
  • (mit Alfons Walter): Das Prämonstratenser-Kloster Rot. Kath. Pfarramt, Rot 1926 (u. spätere Neuauflagen, zuletzt überarb. von Walter Stemmer, Oefele, Ottobeuren 1979)
  • Die Säkularisation und die Aufhebung der Prämonstratenserklöster Württemberg. In: Freiburger Diözesan-Archiv, Bd. 55 (1927), S. 259–294.
  • Klöster und Klosterleute in Württemberg vor 100 Jahren. In: Rottenburger Monatsschrift für praktische Theologie, Bd. 11 (1927/28), H. 1, S. 10–28.
  • Erlebnisunterricht in der Katechese. In: Ebd., Bd. 12 (1928/29), H. 4, S. 98–108.
  • Hexenverfolgung in Württemberg. In: Ebd., Bd. 13 (1929/30), H. 5, S. 135–145.
  • Georg III., Truchseß von Waldburg, der Bauernjörg (= Aus Schwabens Vergangenheit, Bd. 28). Verlag Kepplerhaus, Stuttgart 1933.
  • Wie die Schwaben Christen wurden (= Aus Schwabens Vergangenheit, Bd. 25). Verlag Kepplerhaus, Stuttgart 1933.
  • (mit Hermann Tüchle): Geschichte der katholischen Kirche in Württemberg. Bader, Rottenburg a.N. 1954.

Einzelnachweise

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