August von Risselmann
deutscher Rittergutsbesitzer und Parlamentarier
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Friedrich August von Risselmann (* 9. August 1828 in Matschdorf, Kreis Sternberg; † 28. März 1886)[1] war ein deutscher Rittergutsbesitzer und Parlamentarier.
Familie
August von Risselmann stammt aus der 1746 nobilitierten und ursprünglich aus Bremen stammenden briefadeligen Familie von Risselmann.[2] Er war der Sohn des Rittergutsbesitzers und Ritterschaftsrats August sen. von Risselmann (1796–1869) und dessen Ehefrau Maria Gräfin Finck von Finckenstein (1806–1863).
Am 30. Mai 1863 heiratete er Auguste, geb. von Risselmann (* 6. Dezember 1842; † 10. Juni 1912), Gutsherrin auf Görbitsch bei Bottschow, Regierungsbezirk Frankfurt a. O. Das Ehepaar hatte folgende Kinder:
- Marianne (* 1864; † 1934), verheiratet mit Hauptmann Nikolaus von Morozowicz († 1898); Sohn Elhard von Morozowicz
- Friedrich (* 1869; † 1907), erbte Gut Görbitsch
- Reinhold (* 1870)
Die weitere Verwandtschaft lebte auf Gut Schönwalde nordwestlich von Berlin.
Leben
Nach dem Abitur am Joachimsthalschen Gymnasium in Berlin studierte er an der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn Rechtswissenschaften. 1849 wurde er Mitglied des Corps Borussia Bonn.[3] Von Risselmann war Besitzer des Rittergutes Görbitsch. Er war Kirchen- und Schulpatron auf Görbitsch und Hildesheim, Ritterschaftsrat am Kur- und Neumärkischen Ritterschaftlichen Kreditinstitut, Amtsvorsteher, Standesbeamter und Kreisdeputierter im Kreis Weststernberg. Er war Abgeordneter zum Provinziallandtag der Provinz Brandenburg, Mitglied der Kreissynode und der Brandenburger Provinzialsynode sowie Vorsitzender des Vorstandes des Rettungshauses in Reppen und der Arbeiterkolonie Friedrichswille.
August von Risselmann nahm als Rittmeister und Eskadronchef im 2. Garde-Dragoner-Regiment am Deutschen Krieg teil.
Sein jüngerer Bruder Friedrich Karl von Risselmann (* 1832; † 1895) war u. a. Rechtsritter des Johanniterordens, kgl. preuß. Kammerherr und Gutsherr in Crüssow. Des Weiteren machte dieser Karriere als Hauptritterschaftsdirektor des Kur- und Neumärkischen Ritterschaftlichen Kreditinstituts zu Berlin und Landrat des nordbrandenburgischen Landkreises Angermünde.[4][5]
Literatur
- Friedrich Karl Devens: Biographisches Corpsalbum der Borussia zu Bonn 1827–1902. Selbstverlag, Düsseldorf 1902, S. 131. (Mit Portrait).
- Gothaisches Genealogisches Taschenbuch der Briefadeligen Häuser 1909. 3. Jg., Justus Perthes, Gotha 1908, S. 623.
- G. G. Winkel: Biographisches Corpsalbum der Borussia zu Bonn 1821–1928. Selbstverlag der Borussia, Wailandt Druckerei AG, Aschaffenburg 1928, S. 123. Mit Porträt.
- Gothaisches Genealogisches Taschenbuch der Adeligen Häuser. Zugleich Adelsmatrikel der Deutschen Adelsgenossenschaft (D.A.G.) Teil B (Briefadel). 1939. 31. Jg. Justus Perthes, Gotha 1938, S. 497. Siehe: FamilySearch.