Aumovio

Automobilzulieferer, Spin-off der Continental AG From Wikipedia, the free encyclopedia

Die Aumovio SE (Eigenschreibweise: AUMOVIO) ist ein börsennotierter Automobilzulieferer mit Sitz in Frankfurt am Main. Er entstand 2025 durch Abspaltung des Geschäftsbereichs Automotive der Continental AG.

Schnelle Fakten
AUMOVIO SE
Logo
Rechtsform Europäische Gesellschaft (SE)
ISIN DE000AUM0V10
Gründung 2025
Sitz Frankfurt am Main, Deutschland Deutschland
Leitung
  • Philipp von Hirschheydt (CEO)
  • Jutta A. Dönges
  • Ingo Holstein
  • Boris Mergell
  • Jean-François Tarabbia
  • Ismail Dagli
  • Stefan E. Buchner (AR-Vors.)
Mitarbeiterzahl ca. 81.800 (2025)[1]
Umsatz 18,55 Mrd. Euro (2025)[1]
Branche Automobilzulieferindustrie
Website aumovio.com
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Geschichte

Im August 2024 beschloss der Vorstand der Continental AG die detaillierte Prüfung einer Abspaltung des Unternehmensbereichs Automotive mit geplanter Börsennotierung.[2] Im Dezember 2024 fiel daraufhin der Beschluss zur Abspaltung des Geschäftsbereichs Automotive durch den Continental-Vorstand. Alle Vorbereitungen sollten zum Ende des dritten Quartals 2025 abgeschlossen sein, sodass bis Ende 2025 eine fokussierte Holdingstruktur entsteht.[3][4] Am 12. März 2025 stimmte der Aufsichtsrat dem Vorhaben zu und empfahl auch der Hauptversammlung die Zustimmung.[5] Am 19. März 2025 fiel die Entscheidung für Frankfurt als Hauptsitz des geplanten Spin-offs.[6] Die offizielle Bekanntgabe des neuen Namens „AUMOVIO“ erfolgte daraufhin am 23. April 2025 auf der Auto Shanghai.[7][8] Zwei Tage später stimmten die Aktionäre in der Hauptversammlung der Continental AG der Abspaltung zu. Am 5. Juni 2025 ernannte der Aufsichtsrat die neuen Vorstandsmitglieder.[9] Die Börsennotierung erfolgte am 18. September 2025 an der Frankfurter Wertpapierbörse. Die Aktie wurde ins Segment Prime Standard aufgenommen.[10][11][12][13][14] Als Rechtsform wurde die einer Europäischen Aktiengesellschaft „Societas Europaea (SE)“ gewählt. Am 22. Dezember 2025 wurde die Aumovio-Aktie in den Börsenindex MDAX aufgenommen.[15]

Produkte und Technologien

Das Unternehmen fertigt Komponenten für softwaredefinierte und autonome Fahrzeuge. In der Erstausrüstung sind dies Sensorlösungen, Display-Systeme sowie Brems- und Komfortelektronik. Im Bereich Aftermarket vertreibt das Unternehmen unter anderem Bremsbeläge (insbesondere unter der Marke ATE), Batterien und Ersatzsensorik. Darüber hinaus entwickelt das Unternehmen Softwarearchitekturen und Fahrerassistenzsysteme, wobei ein Schwerpunkt auf Technologien für das automatisierte Fahren im Nutzfahrzeugsektor liegt.[16][17][18]

Unternehmensstruktur

Mit rund 93.000 Mitarbeitern erzielten die jetzigen Geschäftsfelder der Aumovio SE im Geschäftsjahr 2024 einen Umsatz von knapp 19,6 Milliarden Euro.[19][20][21][22][23] 2025 sank der Umsatz auf 18,55 Milliarden Euro, zeitgleich ging die Mitarbeiterzahl auf 87.000 zurück.[1] Weltweit unterhält Aumovio mehr als 100 Standorte in über 25 Ländern.[24]

Aktionäre

Das Grundkapital der Aumovio SE ist in 100.050.991 Namensaktien aufgeteilt. Die Familie Schaeffler (Georg F.W. Schaeffler und Maria-Elisabeth Schaeffler-Thumann) hält, ähnlich wie bei der Continental AG, über mittelbare Beteiligungen an der IHO Verwaltungs GmbH und der IHO Beteiligungs GmbH (die Gesellschafter der IHO-Gruppe) 46 % der Aktien der Aumovio SE. Die übrigen Anteile verteilen sich auf Continental AG und Streubesitz.[25][26]

Die Aktionäre von Continental erhielten im Zuge des Spin-offs Aktien anteilig zu ihrer Continental-Beteiligung.[27] Das Zuteilungsverhältnis betrug 2:1.[28][29] Das bedeutet, für je zwei Continental-Aktien ist eine Aktie des neuen Unternehmens ausgegeben worden. Die Anteilseigner konnten frei entscheiden, ob sie die Anteile behalten oder verkaufen.[30]

Einzelnachweise

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