Florian begann sportlich im alpinen Skisport und startete für die Clarkson University in Potsdam vor allem in den Slalomdisziplinen.[1] Während seines Ingenieurstudiums widmete sich Florian ab dem dritten Studienjahr parallel zum alpinen Skisport auch dem Skeletonsport. Nachdem er 2016 sein Studium abgeschlossen hatte, betrieb er nur noch Skeleton auf leistungssportlichem Niveau. Florians Leistungen bewogen den US-Verband bereits zum Ende der Saison 2015/16 dazu, ihn bei 2 Wettbewerben im Nordamerikacup starten zu lassen.
In der Saison 2016/17 startete Florian zunächst im Nordamerikacup, im späteren Saisonverlauf gab er sein Debüt im Europacup. Als Saisonhöhepunkt nominierte ihn der Verband als einzigen männlichen US-Starter für die Juniorenweltmeisterschaften im lettischen Sigulda, bei denen er sein Rennen durch Sturz allerdings nicht beenden konnte.
In der Saison 2017/18 belegte Florian in sechs von acht Wettbewerben des Nordamerikacups einen Podestplatz und gewann daraufhin die Gesamtwertung des Kontinentalwettbewerbs. Nach diesem Erfolg rückte Florian für die Saison 2018/19 immer mehr in den Fokus des US-Verbandes. Nach einigen verheißungsvollen Ergebnissen im Europacup zu Saisonbeginn gab Florian am 14. Dezember 2018 in Winterberg sein Weltcupdebüt. Er betritt alle restlichen Weltcuprennen, bei denen er zweimal in die Top Ten fuhr. Direkt hinter seinen Kollegen Greg West und Kyle Brown belegte er in der Weltcupgesamtwertung den 15. Platz. Darüber hinaus gab Florian im März 2019 sein Weltmeisterschafts-Debüt im kanadischen Whistler. Dabei gelang ihm mit dem zweiten US-Team im Teamwettbewerb ein guter vierter Platz, wobei Florian im Wettbewerb die viertbeste Zeit bei den Männern fuhr. Im Einzelwettbewerb belegte er als bester US-Amerikaner einen respektablen 8. Platz.
In den nachfolgenden Jahren entwickelte sich Florian zu einer festen Größe im US-Skeleton-Team, ohne dabei herausragende Leistungen anzubieten. Dennoch war er in allen Weltcupsaisons von 2018/19 bis 2024/25 der leistungsstärkste US-Amerikaner, ohne je einen Podestplatz im Einzel erringen zu können. Ein achter Platz in der Weltcupgesamtwertung der Saison 2022/23 steht bisher als beste Platzierung zu Buche. Bei Weltmeisterschaften gelang Florian 2020 zusammen mit Kendall Rosenberg im erstmals ausgetragenen Mixed-Wettbewerb ein guter siebter Platz.
Nach dem eher enttäuschenden Abschneiden der US-Skeletonis bei den Olympischen Winterspielen in Peking 2022, bei denen 2 von 3 Athleten sich nicht für den 4. Lauf qualifizieren konnten, wurde Matt Antoine neuer Chefcoach für die US-Skeletonis. Kam die Weltmeisterschaft 2023 für zählbare Ergebnisse noch zu früh, wobei Florian im Einzel den 12. Platz belegte, konnte der US-Verband bei der Weltmeisterschaft 2024 erste Erfolge feiern. Florian belegte mit der Senkrechtstarterin Mystique Ro den fünften Platz im Mixed-Wettbewerb, während er im Einzelwettbewerb Neunter wurde. In der Saison 2024/25 entwickelte Florian eine besondere Stärke im Mixed-Wettbewerb und konnte zunächst mit Sara Roderick, später mit Mystique Ro erstmals drei Podestplätze im Weltcup erkämpfen. Dennoch war das gute Abschneiden der US-Skeletoni bei ihrer Heim-Weltmeisterschaft in Lake Placid durchaus überraschend. Während Florian mit Platz sechs seine bisher beste Platzierung im Einzel feiern konnte, wurde Mystique Ro Vizeweltmeisterin im Frauen-Einzel. Diese Bilanz wurde durch das Duo im Mixed-Wettbewerb noch veredelt. Beide wurden am 8. März 2025 mit einer Zehntelsekunde Vorsprung erstmals Weltmeister und beendeten damit die deutsche Phalanx in dieser Disziplin.