Axel Drecoll

deutscher Historiker From Wikipedia, the free encyclopedia

Axel Drecoll (* 1974 in Erlangen) ist ein deutscher Historiker mit den Forschungsschwerpunkten Geschichte der NS-Verbrechen, Erinnerungskultur in Deutschland und Europa sowie jüdische Geschichte Bayerns.[1] Er ist Direktor der Stiftung Brandenburgische Gedenkstätten und Leiter der Gedenkstätte Sachsenhausen.[2]

Leben

Axel Drecoll studierte Neuere und Neueste Geschichte, Geschichte Südosteuropas und Politische Wissenschaften an der Ludwig-Maximilians-Universität in München.[3] 2005 promovierte er zum Thema „Der Fiskus als Verfolger: Die steuerliche Diskriminierung der Juden in Bayern 1933–1941/42“.[4] 2005–2009 war er wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Zeitgeschichte München – Berlin. Ab 2009 war er Leiter des Lern- und Erinnerungsortes Dokumentation Obersalzberg sowie Leiter der gleichnamigen Abteilung im Institut für Zeitgeschichte.[2] Hier arbeitete er an der Erneuerung der Dauerausstellung[5] mit, die unter neuer Leitung 2023 eröffnet wurde.[6] 2018 wurde er zum Direktor der Stiftung Brandenburgische Gedenkstätten und Leiter der Gedenkstätte und des Museums Sachsenhausen ernannt.[3]

Axel Drecoll ist als Honorarprofessor an der Humboldt-Universität zu Berlin tätig.[7]

Im September 2025 erfolgte seine Berufung als Schiedsrichter an die neu eingerichtete Schiedsgerichtsbarkeit NS-Raubgut der Bundesregierung.[8]

Forschung

Zu seinen Forschungsschwerpunkten zählen die jüdische Geschichte in Bayern, die Geschichte der NS-Verbrechen sowie die Erinnerungskultur in Deutschland und Europa.[9]

Einzelnachweise

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