BMW N73

Zwölfzylinder V-Motor von BMW From Wikipedia, the free encyclopedia

Der N73 ist ein 12-Zylinder-V-Motor des Automobilherstellers BMW mit Direkteinspritzung (maximaler Druck 120 bar).[1]

Schnelle Fakten N73 ...
BMW
N73B60 in einem 760Li (E66) von 2005
N73B60 in einem 760Li (E66) von 2005

N73B60 in einem 760Li (E66) von 2005

N73
Produktionszeitraum 2003–2016
Hersteller BMW
Funktionsprinzip Otto
Motorenbauform V-Motor
Ventilsteuerung BMW „Valvetronic
Hubraum 6,0 oder 6,75 l cm³
Gemischaufbereitung Direkteinspritzung
Leistung 327 (445 PS) oder 338 (460 PS) kW
Max. Drehmoment 600 oder 720 N·m
Vorgängermodell BMW M73
Nachfolgemodell BMW N74
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Der Zylinderbankwinkel beträgt 60°.[2] Das Kurbelgehäuse in Open Deck-Bauweise[1] besteht wie beim Vorgänger aus einer Aluminium-Silicium-Legierung ("Alusil"), wobei die Zylinderbohrungen abschließend mit einem Ätzverfahren behandelt sind. Die Zylinderbohrung beträgt bei der 6,0 L-Grundversion 89,0 mm, der Hub 80,0 mm.[3][1] Die Kurbelwelle mit 12 Gegengewichten besteht aus Schmiedestahl. Die Kolben bestehen aus Aluminiumguss, der mit Stahl beschichtet ist.[4] Für die Zylinderköpfe wurde Aluminiumguss verwendet. Der N73 verfügt über Vierventiltechnik und die vollvariable Ventilsteuerung die bei BMW „Valvetronic“ bezeichnet wird.[2] Damit wird der Benzinverbrauch des Motors um bis zu 10 % gesenkt (Angabe BMW). Eine Kette treibt die obenliegenden Nockenwellen an.[1]

Eine Rollenkette treibt die zweistufige Ölpumpe an,[5] der Wasserpumpenantrieb erfolgt per Riemen.[6]

Die B60-Variante läuft mit zwei MED 9.2.1-Motorsteuergeräten.[7]

Nicht-Serien-Varianten

Zwischen 2005 und 2007 wurden 100 mit Wasserstoff betriebene N73-Exemplare produziert. Sie haben für den Wasserstoff spezielle Einblasventile im Saugrohr. Da Wasserstoff die schmierende Wirkung des Benzin-Luft-Gemisches fehlt, werden weiter Ventilsitzringe aus speziellem Material benötigt. Da auch die Verbrennung nicht der von Benzin entspricht und schneller verläuft, ist auch die Motorsteuerung angepasst.[8] Einsatz fanden diese Motoren im BMW Hydrogen 7 und in dem handgeschalteten Wasserstoffprototypen BMW H2R.[9]

Vom N73-Motor wurde wie von seinem Urahnen dem BMW M70 eine V16-Variante angefertigt. Diese 9.0 V16-Variante wurde testweise in einem Rolls-Royce-Chassis verwendet und nicht in einem BMW wie in der Studie BMW „Goldfisch“. Das Fahrzeug wurde in einem Film eingesetzt (siehe Trivia), in Serie wurde die V16-Variante nicht hergestellt.[10]

Daten

Weitere Informationen Motor, Hubraum ...
MotorHubraumBohrung × HubGewichtVerdichtungLeistung bei 1/minDrehmoment bei 1/minFahrzeugeBauzeit
N73B60[1]6,0 l (5972 cm³)89,0 mm × 80,0 mm280 kg11,3 : 1327 kW (445 PS) bei 6000600 Nm bei 3950BMW2003–2008
N73B67[1]6,75 l (6749 cm³)92,0 mm × 84,6 mm11,0 : 1338 kW (460 PS) bei 5350720 Nm bei 3500Rolls-Royceseit 2003
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Verwendung

N73B60

N73B67[1]

Trivia

Das Fahrzeug mit der V16-Variante hatte einen bekannten Filmauftritt im Film "Johnny English - jetzt erst recht". Weiterhin wurde im Automagazin Top Gear das Fahrzeug mit geöffneter Motorhaube gezeigt, bei einem Gastauftritt von dem Schauspieler Rowan Atkinson der das Fahrzeug im Film "Johnny English - jetzt erst recht" in seiner Rolle als Jonny English fuhr.[10]

Commons: BMW N73 – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

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