BOB ABeh 4/4 II

Elektrotriebwagen der Berner-Oberland-Bahn (BOB) From Wikipedia, the free encyclopedia

Die ABeh 4/4 II sind meterspurige Elektrotriebwagen der Berner Oberland-Bahn (BOB) in der Schweiz für gemischten Adhäsions- und Zahnradbetrieb, hergestellt von der Schweizerischen Lokomotiv- und Maschinenfabrik und von Brown, Boveri & Cie.

Schnelle Fakten
BOB ABeh 4/4 II
ABeh 4/4 II 311 im Bahnhof Grindelwald
ABeh 4/4 II 311 im Bahnhof Grindelwald
ABeh 4/4 II 311 im Bahnhof Grindelwald
Nummerierung: 311–313
Hersteller: SLM und BBC
Baujahr(e): 1986
Achsfolge: Bozz’ Bozz’
Spurweite: 1000 mm (Meterspur)
Länge über Kupplung: 17,058 m
Breite: 2650 mm
Höhe: 3930 mm
Drehgestellachsstand: 2880 mm
Treibraddurchmesser: 870 mm
Dienstmasse: 44,7 t
Höchstgeschwindigkeit: 70 km/h (Adhäsion)
35 km/h (Zahnstange)
Stundenleistung: 1256 kW
Stromsystem: 1500 V =
Zahnradsystem: Riggenbach/Von Roll
Sitzplätze: 12 (1. Klasse)
24 (2. Klasse)
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Geschichte

Die BOB bestellte 1985 drei weitere Triebwagen als Nachfolger für die ABeh 4/4 I aus den Jahren 1965 und 1979.[1]

Im Jahre 1986 wurden die drei neuen Triebwagen ABeh 4/4 II (311–313) abgeliefert. Sie können zusammen mit den Steuerwagen BDt 401–403 als Pendelzüge verkehren und in der Nebensaison im Frühling und Herbst fast den ganzen Betrieb alleine abwickeln. Durch die Ablieferung der drei ABeh 4/4 II wurden die drei ABDeh 4/4 aus dem Jahr 1949 nicht mehr benötigt und aus dem regulären Personenverkehr zurückgezogen.[2]

Betrieb

Als im Jahre 2017 die neuen Triebzüge der Bauart ABDeh 8/8 abgeliefert wurden, wurden die ABeh 4/4 aus dem fahrplanmässigen Einsatz zurückgezogen. Falls einer der neuen Triebzüge ausfallen sollte, übernimmt einer der ABeh 4/4 II dessen Fahrleistung.

Am 19. September 2025 fand eine öffentliche Abschiedsfahrt mit den drei Triebwagen statt, wo man nochmals von Interlaken Ost nach Lauterbrunnen und Grindelwald und zurück fuhr. Danach ging es nach Zweilütschinen, wo die Triebwagen vor dem Depot nebeneinander aufgestellt wurden.

Am 8. Oktober 2025 wurde der ABeh 4/4 II 311 von Zweilütschinen nach Tramelan zur CJ überführt. Die CJ wollen überprüfen, ob der Triebwagen für ihre Strecken tauglich ist, da die Kurvenradien kleiner sind und ob die Zugbeeinflussung funktioniert, da die Empfangsantenne wegen des Zahnrads nicht mittig montiert ist. Sollten die Tests positiv verlaufen, besteht die Möglichkeit, dass alle drei Triebwagen übernommen werden.[3]

Weitere Informationen Betriebs- nummer, Inbetrieb- nahme ...
Betriebs-
nummer
Inbetrieb-
nahme
Bild des Fahrzeugs Wappen Name Status
311 1986 Grindelwald Umgebaut, Ersatz für Triebzüge
312 1986 Interlaken Umgebaut
313 1986 Lauterbrunnen Kollision Umler August 2003, Umbau 2021, in Betrieb
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Siehe auch

Commons: BOB ABeh 4/4 II – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

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