Bundesstraße 253
Bundesstraße in Deutschland
From Wikipedia, the free encyclopedia
Die Bundesstraße 253 (Abkürzung: B 253) ist eine deutsche Bundesstraße mit einer Länge von etwa 124 km. Sie verläuft im Norden und Westen von Hessen von Melsungen über Fritzlar, Frankenberg (Eder) und Biedenkopf nach Dillenburg.
| Bundesstraße 253 in Deutschland | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Karte | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Basisdaten | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Betreiber: | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Straßenbeginn: | Melsungen (51° 7′ 47″ N, 9° 32′ 28″ O) | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Straßenende: | Dillenburg (50° 44′ 38″ N, 8° 16′ 32″ O) | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Gesamtlänge: | 124 km | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| B 253 in Dillenburg | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
Straßenverlauf
| ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
Bei Bad Wildungen teilt sie sich den Weg mit der B 485, bei Frankenberg (Eder) mit der B 252, zwischen Allendorf (Eder) und Battenberg mit der B 236 und zwischen Biedenkopf und Breidenstein mit der B 62.
Projekte
Planungen
OU Breidenbach
Hessen Mobil plant für den Ort Breidenbach eine Ortsumgehung. Der erste Teilabschnitt wurde bereits zu Beginn der 2000er-Jahre als K 107 fertiggestellt.[1] Der zweite steckt seit langen Jahren im Planfeststellungsverfahren. Für Details siehe Breidenbach #Geplante Umgehungsstraße.
OU Frohnhausen/Wissenbach
Die Überlegungen zu einer Ortsumgehung für die Durchgangsorte Wissenbach und Frohnhausen gehen bis ins Jahr 1990 zurück, als die politischen Gremien in Dillenburg die Erstellung eines Verkehrskonzeptes beantragten. 1995 kam die Forderung nach einem Tunnel für die Ortsdurchfahrt Frohnhausen und Aufnahme in den Bundesverkehrswegeplan auf. Im Jahr 2000 gründete sich eine Bürgerinitiative für eine westliche Ortsumgehung. 2003 kam das Projekt zunächst in den „weiteren Bedarf“ des BVWP. Die IHK Lahn-Dill ermittelte 2006 bei heimischen Unternehmen den Bedarf für eine Ortsumgehung. Zwei Jahre später begann die Universität Siegen mit einem Projektdossier zu den Umgehungen. 2015 dann schloss sich aus Dietzhölztal den Forderungen an. Ein Jahr später folgte die Aufnahme der Strecke in den „vordringlichen Bedarf“ des Bundesverkehrswegeplans 2030. Das hessische Verkehrsministerium kündigte schließlich 2020 einen Planungsbeginn für das folgende Jahr an.[2]
Täglich 30.000 Fahrzeuge durchströmen die beiden Orte. Vorangetrieben wird nun der Bau einer rund 4,7 km langen südöstlich der Dörfer verlaufenden Umgehung. Das Projekt wird nach einer Vereinbarung mit Hessen Mobil aus dem Jahr 2022 durch ein Büro für die Projektsteuerung und die drei beteiligten Gemeinden geplant werden. Bei Hessen Mobil fehlte damals das notwendige Personal. Mit dem Übertragen der Aufgaben sieht man die Chance, mit dem Projekt schneller zu beginnen.[3]
Mitte Juli 2024 erfolgte ein Auftaktgespräch mit Vertretern von Hessen Mobil und der Gemeinden. Darauf folgte eine Umweltverträglichkeitsstudie und später eine Verkehrsuntersuchung. Im August 2025 folgte die technische und gestalterische Planung. Die beteiligten Parteien wollten im Jahr 2026 keine genaue Aussage über ein Baustartdatum treffen. Im September 2026 wurde als frühester Baubeginn noch das Jahr 2032 genannt.[3]
Die im Bundesverkehrswegeplan eingezeichnete Trassenführung steht im Konflikt mit einer potentiellen Reaktivierung der hinter den Orten verlaufenden stillgelegten Dietzhölztalbahn.[4][5] Diese Variante sei aber nicht festgelegt, sondern im Planungsverfahren soll die Trassenführung noch einmal von Grund auf neu betrachtet werden. Die Wahl der Vorzugsvariante, die mit dem Bund abgestimmt werden muss, soll Ende 2027 erfolgen. Für die weitere Planung gibt es noch keinen Zeitplan.[3]
OU Geismar
Ebenso im Bundesverkehrswegeplan vermerkt, allerdings als „weiterer Bedarf“, ist eine Ortsumgehungsstraße für Geismar bei Frankenberg.[6]
OU Melsungen
Auch im „weiteren Bedarf“ ist eine Teilortsumgehung am Ausgangspunkt der B 253 in Melsungen vermerkt. Sie soll südlich der Stadt von der B 83 abzweigen und westlich auf die jetzige Trasse der B 253 einschwenken. So würde die B 253 aus der Stadt herausverlegt und ihren Startpunkt am Beginn der neuen Umgehung finden.[7]
Verworfene Planungen
Ortsumgehungen für Löhlbach und Dainrode auf der Strecke von Frankenberg nach Bad Wildungen erreichten bei einer Kosten-Nutzen-Untersuchung einen Wert von unter 1 und werden deshalb nicht weiterverfolgt.[8]
Verwirklichte Projekte
Abschnitt Biedenkopf–Battenberg („Sackpfeife“)
Der Abschnitt zwischen Biedenkopf und Battenberg, eine Passstraße, die am Eschborn das Lützlergebirge überquert, wird wegen des der Strecke nahegelegenen Berges auch „Sackpfeife“ genannt. In diesem Bereich, der täglich von rund 6000 Fahrzeugen passiert wird, fanden von 2012 bis November 2016 umfangreiche Ausbauarbeiten statt. Dazu wurde die Strecke ab dem 8. Juni 2015 sowie erneut ab Frühjahr 2016 für insgesamt neun Monate voll gesperrt. Im Bereich zwischen Biedenkopf-Ludwigshütte und Eifa bei Hatzfeld wurde ein 2,7 km langer Abschnitt in bergauf Richtung mit einem dritten Fahrstreifen versehen. Des Weiteren wurden die engen Kurven und steilen Gefälle (bis zu 7 Prozent), die noch dem Verlauf der alten Wagenstraße entsprachen, entschärft, dazu Brücken gebaut und Hänge aufgeschüttet. Vor allem im Winter verbessert dies die Befahrbarkeit der Verbindung. Es wurden dafür drei Brücken angelegt und etwa 130.000 Kubikmeter Boden bewegt. Die Baumaßnahmen haben den Bund 13,5 Mio. Euro gekostet; geplant waren für die Arbeiten Ausgaben in Höhe von 9,78 Mio. Euro.[9][10][11] Vor der Baumaßnahme und vereinzelt auch danach musste die Strecke im Winter immer wieder voll um zumindest für Lastwagen gesperrt werden.[12]
