Bad Company

englische Band From Wikipedia, the free encyclopedia

Bad Company war eine 1973 gegründete britische Rockband. Ihre größten Erfolge hatte die Band in den 70er- und 80er-Jahren. Zu ihren Hits gehörten die Songs Bad Company und Can’t Get Enough von ihrem Debütalbum Bad Company. Aber auch Feel Like Makin’ Love, No Smoke Without a Fire, Burnin’ Sky und Shooting Star sind weithin bekannt.

Aktive Jahre1973–1982; 1986–1999; 2001–2002; 2008–2023
Schnelle Fakten Allgemeine Informationen, Herkunft ...
Bad Company
Bad Company, 1976
von links: Burrell, Rodgers, Kirke, Ralphs

Bad Company, 1976
von links: Burrell, Rodgers, Kirke, Ralphs

Allgemeine Informationen
Herkunft
Genre(s) Hardrock, Bluesrock
Aktive Jahre 1973–1982; 1986–1999; 2001–2002; 2008–2023
Auflösung
Website badcompany.com
Gründungsmitglieder
Paul Rodgers (bis 1982, seit 1998)
Mick Ralphs (bis 1999, 2008–2016) † 2025
Simon Kirke
Boz Burrell (bis 1987, 1998–1999) † 2006
Letzte Besetzung
Gesang
Paul Rodgers
Gitarre
Howard Leese (seit 2008)
Schlagzeug
Simon Kirke
Bass
Todd Ronning (seit 2012)
Ehemalige Mitglieder
Gesang
Brian Howe (1986–1994) † 2020 [1]
Gesang
Robert Hart (1994–1998)
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Geschichte

Die Band wurde von Paul Rodgers, Simon Kirke und Mick Ralphs nach der Auflösung der Rockband Free gegründet. Hinzu kam noch Boz Burrell, der einige Jahre bei King Crimson gespielt hatte. Sie benannten sich angeblich nach dem in der Originalversion gleichnamigen Western In schlechter Gesellschaft, von Robert Benton. Sänger Paul Rodgers erklärte jedoch, der Name sei von einem Bild in einer viktorianischen Moralfibel inspiriert worden, das er als Kind sah; es zeigt ein Kind, welches auf eine schäbige, zwielichtig herumhängende Gestalt schaut, wobei die Bildunterschrift lautet: „beware of bad company.“[2] Bis zur offiziellen Auflösung der Band 1983 erschienen mehrere erfolgreiche LPs. (Danach gründete Paul Rodgers mit Jimmy Page die Band The Firm.)

1986 entschieden sich Simon Kirke und Mick Ralphs, gemeinsam eine neue Band zu gründen, um wieder gemeinsam Musik zu machen. Sie gewannen Brian Howe als Sänger, der zuvor mit Ted Nugent das Album Penetration aufgenommen hatte.[3] Weitere Mitglieder der noch unbenannten Band waren Gregg Dechert (Keyboard) und Steve Price (Bass). Nachdem die neu gegründete Formation das erste gemeinsame Album aufgenommen hatte, bot ihnen Atlantic-Records-Chef Ahmet Ertegun 800.000 Dollar für den Fall an, dass sie das Album unter dem Namen Bad Company veröffentlichen würden.[3] Die Band stimmte zu und veröffentlichte Fame and Fortune im Oktober 1986. Das Album, das von Keith Olsen und Mick Jones produziert wurde, floppte, und erreichte nicht einmal die Top 100 der Billboard-Charts.

Dechert wurde in der Folge entlassen, die Band hatte sich entschieden, zukünftig weitestgehend auf Keyboards zu verzichten. 1988 veröffentlichte die Band das Album Dangerous Age, das Platz 58 der US-Charts erreichte.[3] Zu Beginn des Jahres 1990 hatte Howe den Plan gefasst, ein Soloalbum zu veröffentlichen, weil er die mittlerweile aufgetretenen Spannungen innerhalb der Band so deutete, dass er möglicherweise gefeuert werden würde.[3] Dies wurde ihm jedoch von Derek Shulman ausgeredet, der ihm riet, die dafür geschriebenen Songs für das nächste Bad-Company-Album einzubringen. Im Juni 1990 erschien Holy Water, das die Top 30 der Billboard-Charts erreichen konnte.[3] Nach einem weiteren Album, das den 1992 Titel Here Comes Trouble erhielt, wurde noch das Livealbum What You Hear Is What You Get aufgenommen und 1994 veröffentlicht, anschließend stieg Howe aus.[3]

Bad Company verpflichteten Robert Hart, mit dem sie die Alben Company of Stranges (1995) und Stories Told and Unhold aufnahmen. 1998 kehrte Paul Rodgers für eine Jubiläumstournee zurück.

Ab 2002 war die Band wieder aktiv. Paul Rodgers, Mick Ralphs and Simon Kirke traten im August 2008 im Florida’s Hard Rock in Hollywood auf. Im Februar 2010 wurde der Konzertmitschnitt als Album Hard Rock Live veröffentlicht. In dieser Formation gab es 2010 auch weitere Konzerte.[4] Ein Mitschnitt des Konzerts am 11. April 2010 in London wurde 2011 unter dem Titel Live at Wembley als CD, DVD und Blu-ray veröffentlicht.

2016 erlitt Mick Ralphs einen Schlaganfall, von dem er sich nicht vollständig erholte. Das letzte Tour-Lineup der Band bestand aus Paul Rodgers, Howard Leese, Todd Ronning und Simon Kirke. Während Paul Rodgers 2019 bekräftigte, Interesse an weiteren Aktivitäten mit der Band zu haben, erklärte Simon Kirke 2019 die Band für aufgelöst. Das letzte Konzert von Bad Company fand im Oktober 2019 statt.[5][6] Mick Ralphs war zuletzt in einem Pflegeheim in England[6] und starb im Juni 2025 mit 81 Jahren.[7]

Am 8. November 2025 wurde Bad Company in die Rock’n’Roll Hall of Fame aufgenommen. Die Laudatio hielt Mick Fleetwood.[8] Die überlebenden Mitglieder Paul Rodgers und Simon Kirke traten mit Chris Robinson (The Black Crowes), Nancy Wilson (Heart), Joe Perry (Aerosmith) und Bryan Adams auf.[8]

Diskografie

Studioalben

Weitere Informationen Jahr, Titel ...
Jahr Titel Höchstplatzierung, Gesamtwochen, AuszeichnungChartplatzierungenChartplatzierungen[9]
(Jahr, Titel, Plat­zie­rungen, Wo­chen, Aus­zeich­nungen, Anmer­kungen)
Anmerkungen
 DE  UK  US
1974 Bad Company DE45
(1 Wo.)DE
UK3
Gold
Gold

(26 Wo.)UK
US1
Fünffachplatin
×5
Fünffachplatin

(64 Wo.)US
Erstveröffentlichung: 26. Juni 1974
1975 Straight Shooter DE47
(1 Wo.)DE
UK3
Gold
Gold

(27 Wo.)UK
US3
Dreifachplatin
×3
Dreifachplatin

(33 Wo.)US
Erstveröffentlichung: 2. April 1975
1976 Run with the Pack UK4
Gold
Gold

(12 Wo.)UK
US5
Platin
Platin

(28 Wo.)US
Erstveröffentlichung: 28. Januar 1976
1977 Burnin’ Sky UK17
(8 Wo.)UK
US15
Gold
Gold

(24 Wo.)US
Erstveröffentlichung: 3. März 1977
1979 Desolation Angels UK10
(9 Wo.)UK
US3
Doppelplatin
×2
Doppelplatin

(37 Wo.)US
Erstveröffentlichung: 17. März 1979
1982 Rough Diamonds DE61
(2 Wo.)DE
UK15
(6 Wo.)UK
US26
(18 Wo.)US
Erstveröffentlichung: August 1982
1986 Fame and Fortune US106
(9 Wo.)US
Erstveröffentlichung: Oktober 1986
1988 Dangerous Age US58
Gold
Gold

(40 Wo.)US
Erstveröffentlichung: 15. August 1988
1990 Holy Water US35
Platin
Platin

(75 Wo.)US
Erstveröffentlichung: 12. Juni 1990
1992 Here Comes Trouble US40
Gold
Gold

(20 Wo.)US
Erstveröffentlichung: 22. September 1992
1995 Company of Strangers US159
(3 Wo.)US
Erstveröffentlichung: 6. Juni 1995
1996 Stories Told & Untold
Erstveröffentlichung: 15. Oktober 1996
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Livealben

Weitere Informationen Jahr, Titel ...
Jahr Titel Höchstplatzierung, Gesamtwochen, AuszeichnungChartplatzierungenChartplatzierungen[9]
(Jahr, Titel, Plat­zie­rungen, Wo­chen, Aus­zeich­nungen, Anmer­kungen)
Anmerkungen
 DE  UK  US
2016 Live in Concert 1977 & 1979 DE85
(1 Wo.)DE
UK74
(1 Wo.)UK
US166
(1 Wo.)US
Erstveröffentlichung: 29. April 2016
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Weitere Livealben

  • 1993: The Best of Bad Company Live
  • 2002: In Concert: Merchants of Cool
  • 2006: Live in Albuquerque 1976
  • 2010: Hard Rock Live
  • 2011: Live at Wembley
  • 2020: Unplugged at the Hall of Fame

Kompilationen

Weitere Informationen Jahr, Titel ...
Jahr Titel Höchstplatzierung, Gesamtwochen, AuszeichnungChartplatzierungenChartplatzierungen[9]
(Jahr, Titel, Plat­zie­rungen, Wo­chen, Aus­zeich­nungen, Anmer­kungen)
Anmerkungen
 DE  UK  US
1985 10 from 6 UK
Gold
Gold
UK
US137
Doppelplatin
×2
Doppelplatin

(14 Wo.)US
Erstveröffentlichung: 1985
1999 The ’Original’ Bad Co. Anthology UK
Silber
Silber
UK
US189
(1 Wo.)US
Erstveröffentlichung: 29. März 1999
2010 The Very Best Of UK10
Gold
Gold

(14 Wo.)UK
Erstveröffentlichung: 2010
mit Free
2011 Extended Versions US82
(25 Wo.)US
Erstveröffentlichung: 2011
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Weitere Kompilationen

  • 2015: Rock ’n’ Roll Fantasy: The Very Best of Bad Company
  • 2018: An Introduction to Bad Company
  • 2020: Desolation Angels (40th Anniversary Edition)

Singles

Weitere Informationen Jahr, Titel Album ...
Jahr Titel
Album
Höchstplatzierung, Gesamtwochen, AuszeichnungChartplatzierungenChartplatzierungen[9]
(Jahr, Titel, Album, Plat­zie­rungen, Wo­chen, Aus­zeich­nungen, Anmer­kungen)
Anmerkungen
 DE  UK  US
1974 Can’t Get Enough
Bad Company
UK15
(8 Wo.)UK
US5
(15 Wo.)US
Erstveröffentlichung: 10. Mai 1974
Movin’ On
Bad Company
US19
(10 Wo.)US
Erstveröffentlichung: 28. Dezember 1974
1975 Good Lovin’ Gone Bad
Straight Shooter
UK31
(6 Wo.)UK
US36
(8 Wo.)US
Erstveröffentlichung: 28. Februar 1975
Feel Like Makin’ Love
Straight Shooter
UK20
Silber
Silber

(9 Wo.)UK
US10
(15 Wo.)US
Erstveröffentlichung: Juni 1975
1976 Young Blood
Run with the Pack
US20
(13 Wo.)US
Erstveröffentlichung: 29. Februar 1976
Honey Child
Run with the Pack
US59
(6 Wo.)US
Erstveröffentlichung: 27. Juni 1976
1977 Burnin’ Sky
Burnin’ Sky
US78
(4 Wo.)US
Erstveröffentlichung: 30. April 1977
1979 Rock ’n’ Roll Fantasy
Desolation Angels
US13
Gold
Gold

(20 Wo.)US
Erstveröffentlichung: März 1979
Gone, Gone, Gone
Desolation Angels
US56
(6 Wo.)US
Erstveröffentlichung: 21. Juli 1979
1982 Electricland
Rough Diamonds
US74
(4 Wo.)US
Erstveröffentlichung: 2. September 1982
1986 This Love
Fame and Fortune
US85
(5 Wo.)US
Erstveröffentlichung: Oktober 1986
1988 Shake It Up
Dangerous Age
US82
(8 Wo.)US
1990 Holy Water
Holy Water
US89
(6 Wo.)US
If You Needed Somebody
Holy Water
US16
(24 Wo.)US
1991 Walk Through Fire
Holy Water
US28
(17 Wo.)US
1992 How About That
Here Comes Trouble
US38
(13 Wo.)US
This Could Be the One
Here Comes Trouble
US87
(8 Wo.)US
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Weitere Singles

  • 1974: Bad Company
  • 1975: Run with the Pack
  • 1977: Everything I Need
  • 1986: That Girl
  • 1986: Fame and Fortune
  • 1989: No Smoke Without a Fire
  • 1999: Hey Hey
  • 1999: Hammer of Love

Videoalben

Weitere Informationen Jahr, Titel ...
Jahr Titel Höchstplatzierung, Gesamtwochen, AuszeichnungChartplatzierungenChartplatzierungen[9]
(Jahr, Titel, Plat­zie­rungen, Wo­chen, Aus­zeich­nungen, Anmer­kungen)
Anmerkungen
 DE  UK  US
2011 Live at Wembley UK5
(53 Wo.)UK
DVD/Blu-Ray
2018 Live At Red Rocks UK48
(1 Wo.)UK
Erstveröffentlichung: 19. Januar 2018
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Weitere Videoalben

  • 2002: Merchants of Cool (In Concert) (UK: GoldGold, US: GoldGold)
  • 2005: Inside Bad Company 1974–1982
  • 2010: Hard Rock Live (als Teil der „Special Edition“ der gleichnamigen CD und als Blu-ray-Disc)

Auszeichnungen für Musikverkäufe

Goldene Schallplatte

  • Kanada Kanada
    • 1977: für das Album Straight Shooter
    • 1991: für das Album Holy Water
    • 1993: für das Album Here Comes Trouble
  • Neuseeland Neuseeland
    • 2020: für die Single Feel Like Makin’ Love

Anmerkung: Auszeichnungen in Ländern aus den Charttabellen bzw. Chartboxen sind in ebendiesen zu finden.

Weitere Informationen Land/RegionAus­zeich­nung­en für Mu­sik­ver­käu­fe(Land/Region, Aus­zeich­nungen, Ver­käu­fe, Quel­len), Silber ...
Land/RegionAus­zeich­nung­en für Mu­sik­ver­käu­fe
(Land/Region, Aus­zeich­nungen, Ver­käu­fe, Quel­len)
Silber Gold Platin Ver­käu­fe Quel­len
 Kanada (MC)0! S  Gold30! P150.000musiccanada.com
 Neuseeland (RMNZ)0! S Gold10! P15.000radioscope.co.nz
 Vereinigte Staaten (RIAA)0! S  Gold5 14× Platin1416.550.000riaa.com
 Vereinigtes Königreich (BPI)  Silber2  Gold60! P785.000bpi.co.uk
Insgesamt   Silber2  15× Gold15  14× Platin14
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Commons: Bad Company – Sammlung von Bildern

Einzelnachweise

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