Badersdorf

Gemeinde im Bezirk Oberwart, Burgenland From Wikipedia, the free encyclopedia

Badersdorf (ungarisch Pöszöny, kroatisch Pesem)[1] ist eine Gemeinde mit 286 Einwohnern (Stand 1. Jänner 2025) im Bezirk Oberwart im Burgenland in Österreich.

Schnelle Fakten Wappen, Österreichkarte ...
Badersdorf
WappenÖsterreichkarte
Wappen von Badersdorf
Badersdorf (Österreich)
Badersdorf (Österreich)
Basisdaten
Staat: Osterreich Österreich
Land: Burgenland Burgenland
Politischer Bezirk: Oberwart
Kfz-Kennzeichen: OW
Fläche: 8,64 km²
Koordinaten: 47° 12′ N, 16° 22′ O
Höhe: 268 m ü. A.
Einwohner: 286 (1. Jän. 2025)
Bevölkerungsdichte: 33 Einw. pro km²
Postleitzahl: 7512
Vorwahl: 03366
Gemeindekennziffer: 1 09 31
Adresse der Gemeinde-
verwaltung:
Obere Dorfstraße 5
7512 Badersdorf
Website: www.badersdorf.at
Politik
Bürgermeister: Daniel Ziniel (ÖVP)
Gemeinderat: (Wahljahr: 2022)
(11 Mitglieder)
8
3
8 3 
Insgesamt 11 Sitze
Lage von Badersdorf im Bezirk Oberwart
Lage der Gemeinde Badersdorf im Bezirk Oberwart (anklickbare Karte)Bernstein
Lage der Gemeinde Badersdorf im Bezirk Oberwart (anklickbare Karte)
Vorlage:Infobox Gemeinde in Österreich/Wartung/Lageplan Imagemap
Quelle: Gemeindedaten bei Statistik Austria
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Geografie

Die Gemeinde liegt im Südburgenland an der Pinka. Diese fließt in einer Höhe von rund 250 Meter über dem Meer von Westen nach Osten durch das Gemeindegebiet. Nach Norden und Süden steigt das Land auf 350 Meter an.

Die Fläche umfasst 8,64 Quadratkilometer. Davon sind 49 Prozent landwirtschaftliche Nutzfläche, 38 Prozent sind bewaldet.[2]

Badersdorf ist die einzige Ortschaft und Katastralgemeinde in der Gemeinde.

Weitere Informationen Deutscher Ortsname, Ungarischer Ortsname ...
Deutscher Ortsname Ungarischer Ortsname Kroatischer Ortsname
BadersdorfPöszönyPesem
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Nachbargemeinden

Großpetersdorf Hannersdorf
Mischendorf Kompassrose, die auf Nachbargemeinden zeigt
Kohfidisch Deutsch Schützen-Eisenberg

Geschichte

Gedenkstein 800 Jahre Badersdorf

Die erste urkundliche Erwähnung des Ortes erfolge im Jahr 1221 als Poszicz.[3]

Der Ort gehörte wie das gesamte Burgenland bis 1920/21 zu Ungarn (Deutsch-Westungarn). Seit 1898 musste aufgrund der Magyarisierungspolitik der Regierung in Budapest der ungarische Ortsname Pöszöny verwendet werden. Nach Ende des Ersten Weltkriegs wurde nach zähen Verhandlungen Deutsch-Westungarn in den Verträgen von St. Germain und Trianon 1919 Österreich zugesprochen. Der Ort gehört seit 1921 zum neu gegründeten Bundesland Burgenland (siehe auch Geschichte des Burgenlandes). Badersdorf zählt nicht zu jenen Gemeinden des Burgenlandes, die einen ungarischen Bevölkerungsteil aufweisen. Deshalb ist der ungarische Ortsname in der Umgangssprache verschwunden.

1970 wurde die selbständige Gemeinde Badersdorf in die Großgemeinde Kohfidisch eingegliedert. Nach einer Volksbefragung 1991 ist Badersdorf seit 1. Jänner 1993 wieder eine selbständige Gemeinde.

Ehemaliger Steinbruch

Am 2. Jänner 2026 wurde der Steinbruch Badersdorf (und drei weitere im Burgenland) wegen hohen Gehalts an gesundheitsgefährdendem Asbest im Gestein amtlich gesperrt. Die NGO Greenpeace hatte auf Asbest hingewiesen – im Material und im Staubniederschlag der Umgebung hingewiesen und die Landesregierung das Gestein untersucht. Die Umweltlandesrätin fordert vom Bundesgesetzgeber, dass das Verbot des Inverkehrbringens von Asbest aus 1990 auch auf Naturstein ausgedehnt wird. Die deutsche Gefahrstoffverordnung hat diese Materie bereits geregelt.[4]

Bevölkerungsentwicklung

Badersdorf: Einwohnerzahlen von 1869 bis 2025
Jahr  Einwohner
1869
 
463
1880
 
443
1890
 
476
1900
 
499
1910
 
485
1923
 
447
1934
 
434
1939
 
436
1951
 
395
1961
 
363
1971
 
342
1981
 
323
1991
 
331
2001
 
325
2011
 
297
2021
 
277
2025
 
286
Quelle(n): Statistik Austria, Gebietsstand 1.1.2021

Kultur und Sehenswürdigkeiten

  • Römisch-katholische Filialkirche zur Kreuzerhöhung: 1852 nach Plänen von Johann Brenner im spätklassizistischen Stil erbaut
  • Kriegerdenkmal: 1929 eingeweiht, denkmalgeschützt
  • Burgenländische Hochzeitsmuseum an der Unteren Dorfstraße gelegen
  • Sportverein Badersdorf, gegründet 1983.[5]

Politik

Gemeinderat

Gemeindeamt Badersdorf
Gemeinderatswahlen
 %
90
80
70
60
50
40
30
20
10
0
72,65 %
(−8,47 %p)
27,35 %
(+8,47 %p)
20172022

Der Gemeinderat umfasst aufgrund der Anzahl der Wahlberechtigten insgesamt 11 Mitglieder.

Weitere Informationen Partei, Sti. ...
Ergebnisse der Gemeinderatswahlen seit 1997
Partei 2022[6] 2017[6] 2012[7] 2007[8] 2002[9] 1997[9]
Sti.%M. Sti.%M. Sti.%M. Sti.%M. Sti.%M. Sti.%M.
ÖVP 16272,658 18981,129 18875,209 18767,518 16763,027 17176,009
SPÖ 6127,353 4418,882 6224,802 9032,493 9836,984 5424,002
Wahlberechtigte 257 280 279 304 290 266
Wahlbeteiligung 93,00 % 87,50 % 93,55 % 94,74 % 96,55 % 91,73 %
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Bürgermeister

Bürgermeister ist seit 12. Jänner 2017 Daniel Ziniel (ÖVP). Er wurde vom Gemeinderat als Nachfolger von Franz Heiden (ÖVP), der seit der Trennung der Gemeinde von der Großgemeinde Kohfidisch am 1. Jänner 1993 vorstand und aus Altersgründen in den Ruhestand trat, gewählt. Ziniel war zum Zeitpunkt der Wahl mit 23 Jahren der jüngste Bürgermeister des Burgenlands und der zweitjüngste Bürgermeister Österreichs.[10][11] Bei der Bürgermeisterdirektwahl am 1. Oktober 2017 wurde Ziniel mit 85,65 % Zustimmung der Wähler in seinem Amt bestätigt. Sein Mitbewerber Sven Michael Baumgartner (SPÖ) erhielt 14,35 % der Stimmen.[6]

Amtsleiterin ist Tanja Müllner.[12]

Wappen

Das Wappen wurde der Gemeinde am 17. Juni 2003 verliehen.[13]

Blasonierung: In Blau eine goldene, eintürmige, mit einem Zwiebelturm gekrönte Kirche, begleitet von je drei unten verschränkten goldenen Getreideähren (vorne und hinten).

Commons: Badersdorf – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

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