Bahnhof Ulmen

Station der Eifelquerbahn in Ulmen (Eifel) im Landkreis Cochem-Zell in der Eifel in Rheinland-Pfalz From Wikipedia, the free encyclopedia

Der Bahnhof Ulmen ist ein ehemaliger Bahnhof an der Eifelquerbahn, dessen Güter- und Personenverkehr eingestellt wurde. Er liegt in Ulmen im Landkreis Cochem-Zell in der Eifel in Rheinland-Pfalz.

Schnelle Fakten Ulmen, Daten ...
Ulmen
Schienenbusse im Ulmener Bahnhof (2006)
Schienenbusse im Ulmener Bahnhof (2006)
Schienenbusse im Ulmener Bahnhof (2006)
Daten
Bauform Durchgangsbahnhof
Bahnsteiggleise 2
Eröffnung 1895
Schließung 2012 (Sonderzugverkehr)
Lage
Stadt/Gemeinde Ulmen (Eifel)
Ort/Ortsteil Ulmen (Eifel)
Land Rheinland-Pfalz
Staat Deutschland
Koordinaten 50° 12′ 52″ N,  58′ 33″ O
Höhe (SO) 422 m ü. NHN
Eisenbahnstrecken Bahnstrecken bei Ulmen
Bahnhöfe in Rheinland-Pfalz
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Bahnhofsgebäude

Geschichte

Am 15. Mai 1895 wurde der letzte Abschnitt von 70,69 Kilometern der Königlich Preußischen Staatseisenbahnen (K.P.St.E.) von Mayen Ost nach Gerolstein in Betrieb genommen, womit die Gesamtstrecke fertiggestellt war. Dies war der dritte Abschnitt der Eifelquerbahn, der in Betrieb genommen wurde.[1]

Am 16. August 1894 fuhr der erste Bauzug aus Richtung Laubach in die Betriebsstelle ein. Der Bahnhof bekam bereits zu Beginn eine größere Gleisanlage als die benachbarten Bahnhöfe, da er neben dem Personenverkehr insbesondere der Holzverladung diente. So befindet sich am Bahnhof Ulmen eine Verladerampe und ein Güterschuppen.[1] Weiter hatte er eine Kopf- und Seitenrampe und ein Abstellgleis mündete in einen Lagerplatz, der gegenüber der Ladestraße lag.[1]

Im Jahr 1903 wurde auf dem Hausbahnsteig des Bahnhofs direkt am Giebelrisalit des Empfangsgebäudes ein Stellwerksanbau aus Bruchstein angebracht, der rundum verglast war.[1] Bis zum Jahr 1929 gab es eine Lorenbahn, die vom verlandeten MaarJungfernweiher“, wo brikettierter Torf verladen wurde, zum Bahnhof führte.[1] Im Jahr 1938 gehörte der Bahnhof zur Rangklasse IV.[1]

Ein Fensterbauunternehmen bekam 1965 einen eingleisigen Bahnanschluss. Im Mai 1966 wurde dieser um ein zusätzliches Gleis erweitert. Ein weiteres Gleis verband ein Lager für Flüssiggas. Der Bahnhof wurde mit einer Kleinlokomotive ausgestattet, um diese Anschlüsse zu bedienen.[1]

Im Jahr 1968 erfolgte eine Erweiterung des Fliegerhorst Büchel. Der Zement wurde vom Bahnhof zum Flugplatz transportiert.[1] 1982 wurde das Bahnpersonal vom Bahnhof abgezogen.[1]

Am 13. Januar 1991 wurde der Personenverkehr zwischen Gerolstein und Mayen West eingestellt. Am 1. Januar 1998 wurde der Güterverkehr zwischen Ulmen und Kaisersesch eingestellt.[1][2]

2008 fand im Bahnhof Ulmen ein Fest zur Wiederinbetriebnahme des Bahnhofs Ulmen sowie des Streckenabschnittes der Eifelquerbahn zwischen Gerolstein und Kaisersesch für touristische Züge statt;[2][3] diese wurden jedoch 2012 wieder eingestellt.[4][5] Es fanden Präsentationen historischer und moderner Fahrzeuge auf den noch heute vorhandenen umfangreichen Gleisanlagen statt.[2]

Im September 2023 berichtete der SWR über die Möglichkeit der Reaktivierung der Eifelquerbahn und damit auch des Bahnhofs Ulmen.[4] Nach einem Gutachten des Zweckverband Schienenpersonennahverkehr Rheinland-Pfalz Nord (SPNV Nord) für die Eifelquerbahn überwiege der Nutzen der Strecke die Kosten.[4]

Gebäude

Der am 15. Mai 1895 feierlich eröffnete, traufenständige, zweigeschossige Putzbau mit Satteldach und dekorativer Verzahnung aus Buntsandstein an den Gebäudekanten war ein variierter Typenbau von 1894. Er hatte an der Orts- und Gleisseite einen asymmetrischen Giebelrisalit.[1] Die Fenster mit Segmentbogen waren mit Rahmen aus Buntsandstein versehen. Im Erdgeschoss des Empfangsgebäudes waren ein Wartesaal, Fahrkarten-, Express- und Gepäckschalter, Diensträume sowie ein Güterboden untergebracht. Im Obergeschoss befand sich eine Dienstwohnung für den Bahnhofsvorsteher.[1] Es war, Stand 2000, in einem „sehr guten Zustand“,[1] die Bahnanlagen sehen aber, Stand 2025, „ungepflegt“ aus.[2]

Literatur

  • Hans-Peter Kuhl: Ulmen. In: Oliver Strüber [vorm. Erich Preuß] (Hrsg.): Das große Archiv der deutschen Bahnhöfe (= 19. Ergänzungsausgabe). GeraNova Zeitschriftenverlag, München 1999, ISSN 0949-2127 (1 Bl., 2 S.).

Einzelnachweise

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