Ballon Cup
Kartenspiel
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Ballon Cup (englischer Originaltitel Balloon Cup) ist ein Kartenspiel des amerikanischen Spieleautors Stephen Glenn für zwei Personen. Das Spiel erschien 2003 beim Verlag Kosmos Spiele gemeinsam mit Rio Grande Games und wurde in Deutschland in der Serie Spiele für Zwei veröffentlicht. Im Erscheinungsjahr wurde es auf die Auswahlliste der Jury zum Spiel des Jahres aufgenommen und erhielt den International Gamers Award in der Kategorie für 2-Spieler-Strategiespiele.
| Ballon Cup | |
|---|---|
| Daten zum Spiel | |
| Autor | Stephen Glenn |
| Grafik | Michaela Kienle, Jürgen Zimmermann |
| Verlag | |
| Erscheinungsjahr | 2003 |
| Art | Kartenspiel |
| Spieler | 2 |
| Dauer | 30 Minuten |
| Alter | ab 10 Jahren |
| Auszeichnungen | |
| |
Thema und Ausstattung
Bei dem Spiel handelt es sich um ein Kartenspiel, bei dem die beiden Mitspieler durch den taktischen Einsatz mit Ballonkarten verschiedener Farben und unterschiedlicher Werte von 1 bis 13 Prämiensteine und später Pokale gewinnen müssen.[1]
Das Spielmaterial besteht neben der Spieleanleitung aus:[1]
- 45 Ballonkarten in fünf Farben, 13 rote, 11 gelbe, 9 grüne, 7 blaue und 5 hellgraue, die jeweils eine Zahl von 1 bis 13 zeigen
- 45 Prämiensteine in fünf Farben, 13 rote, 11 gelbe, 9 grüne, 7 blaue und 5 hellgraue
- 5 Siegerpokalkarten in fünf Farben
- 4 Zieltafeln im Wert 1 bis 4, die auf einer Seite Flachland und auf der anderen Gebirge zeigen
- ein Beutel
Spielvorbereitung
Die vier Zieltafeln werden untereinander ausgelegt, so dass sie abwechselnd Flachland und Gebirge zeigen, beginnend mit der 1 als Flachland. Die 45 Prämiensteine werden in den Beutel gegeben, danach werden auf jede Zieltafel soviele blind gezogene Prämiensteine gelegt, wie der Wert der Zieltafel angibt. Die Ballonkarten werden gemischt und jeder Spieler erhält acht Handkarten, der Rest der Karten dient als verdeckter Nachziehstapel. Die 5 Siegerpokalkarten kommen neben die Auslage. Jedem Spieler wird zudem eine der beiden Seiten neben den Zieltafeln zugeordnet.
Spiel
Die Spieler ziehen abwechselnd. Sie spielen pro Zug jeweils eine ihrer Handkarten offen an eine der Zieltafeln und nehmen eine neue Karte vom Nachziehstapel auf die Hand. Die Spieler können ihre Karte sowohl in den eigenen wie auch in den Gegenspielerbereich legen. Dabei wird auf jede Seite einer Zieltafel für jeden Stein eine farblich passende Karte gelegt. Wenn z. B. zwei gelbe und ein blauer Stein auf der Tafel sind, muss man auch je zwei gelbe und eine blaue Karte auf jeder Seite anlegen. Zusätzliche Karten, etwa eine dritte gelbe, dürfen nicht angelegt werden.
Der Spieler am Zug ist verpflichtet, eine Karte anzulegen. Kann er aber keine Karte anlegen, muss er dem Gegenspieler seine Karten zeigen und darf bis zu vier Karten ablegen, um die gleiche Anzahl wieder nachzuziehen. Kann er nun anlegen, muss er dies tun, ansonsten setzt er aus.
Sobald auf beiden Seiten neben einer Zieltafel die vollständige Anzahl Karten liegt, wird diese ausgewertet. Im Fall einer Flachlandtafel gewinnt die Partei mit der niedrigsten Gesamtpunktezahl der Karten auf ihrer Seite, bei einem Gebirge die mit der höheren Punktzahl. Bei Gleichstand gewinnt der Spieler, der die letzte Karte angelegt hat. Der Gewinner bekommt die auf der Zieltafel liegenden Prämiensteine. Die Zieltafel wird dann gewendet und neue Steine aus dem Beutel darauf gelegt, die dort gespielten Karten kommen auf einen Abwurfstapel, der gemischt wird, um einen neuen Nachziehstapel zu bilden, wenn dieser leer ist. Wenn nicht mehr genug Steine im Beutel sind, wird die Zieltafel nicht mehr verwendet, es wird nur noch mit den übrigen Zieltafeln gespielt.
Hat ein Spieler genug Prämiensteine, um sie gegen eine Siegerpokalkarte einzutauschen, kann er dies tun. Die erforderliche Zahl von Steinen ist auf der Pokalkarte angegeben, von drei (Grau) bis sieben (Rot). Die eingetauschten Prämiensteine werden aus dem Spiel genommen. In der Folge können Spieler Steine dieser Farbe im Verhältnis 3:1 gegen eine beliebige andere Farbe eintauschen, um einen Pokal zu beanspruchen.
Das Spiel endet, wenn ein Spieler seine dritte Siegerpokalkarte erhält, dieser hat das Spiel gewonnen.[1]
Entwicklung und Rezeption
Das Spiel Ballon Cup wurde von dem amerikanischen Spieleautor Stephen Glenn entwickelt und 2003 von Rio Grande Games und Kosmos Spiele in englischer Sprache als Balloon Cup sowie von Kosmos zur Nürnberger Spielwarenmesse in der Serie Spiele für Zwei in deutscher Sprache veröffentlicht. Im selben Jahr erschien es bei dem niederländischen Verlag 999 Games unter dem Namen Ballonrace und bei der französischen Tilsit Éditions als französisch-italienische Version ebenfalls als Ballon Cup.[2]
Im Erscheinungsjahr wurde es auf die Auswahlliste der Jury zum Spiel des Jahres aufgenommen und erhielt den International Gamers Award in der Kategorie für 2-Spieler-Strategiespiele.
2013 wurde das Spielprinzip bei dem Spiel Piñata erneut eingesetzt, das Spiel erschien ebenfalls bei Rio Grande Games.[3] Eine online spielbare Version des Spiels befindet sich auf der Plattform yucata.de.[4]