Bandlappenschnäpper

Art der Gattung Platysteira From Wikipedia, the free encyclopedia

Der Bandlappenschnäpper (Platysteira laticincta), auch Bamendalappenschnäpper genannt, ist ein Vogel aus der Familie der Afrikaschnäpper (Platysteiridae).[1][2]

Schnelle Fakten Systematik, Wissenschaftlicher Name ...
Bandlappenschnäpper
Systematik
Unterklasse: Neukiefervögel (Neognathae)
Ordnung: Sperlingsvögel (Passeriformes)
Unterordnung: Singvögel (Passeri)
Familie: Afrikaschnäpper (Platysteiridae)
Gattung: Lappenschnäpper (Platysteira)
Art: Bandlappenschnäpper
Wissenschaftlicher Name
Platysteira laticincta
Bates, 1926
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Die Art wurde oft als konspezifisch mit dem Schwarzkehl-Lappenschnäpper (Platysteira peltata) angesehen.

Sie ist endemisch im Kameruner Grasland im Westen Kameruns.

Das Verbreitungsgebiet umfasst tropischen oder subtropischen feuchten Bergwald, Waldränder, bevorzugt in Gewässernähe von 1700 bis 2450 m Höhe.[3][4]

Die Art ist ein Standvogel.

Das Artepitheton kommt von lateinisch latus breit und lateinisch cinctus Gürtel, Gurt.[5]

Aussehen

Die Art ist 13 cm groß und wiegt zwischen 11 und 15 g. Auffallend ist der große, dicke, rote Hautlappen über den Augen bei ansonsten schwarz-weißem Gefieder, großem Kopf und breitem Schnabel. Das Männchen ist auf der Oberseite glänzend bläulich-schwarz, die Flügel sind schwärzlich. Ein breites glänzend bläulich-schwarzes Brustband trennt das Weiß von Kinn und Hals vom weißlichen Gefieder der Unterseite. Die Beine sind grau, die Iris ist rötlich-braun, der Schnabel schwarz. Beim Weibchen ist Kehle und Brust bläulich, Jungvögel sind auf der Oberseite bräunlich-grau, auch unten bräunlich mit cremefarbener bis gelbbrauner Kehle, die Augenlappen sind kleiner.

Gegenüber dem Schwarzkehl-Lappenschnäpper (Platysteira peltata) ist die Oberseite glänzend und nicht matt, auch ist das Brustband breiter. Vom Bindenlappenschnäpper (Platysteira cyanea) und dem Weißstirn-Lappenschnäpper (Platysteira albifrons) unterscheidet die Art sich durch das Fehlen von Weiß auf den Flügeln.[3][4]

Stimme

Der Ruf des Männchens wird als leise Raspeltöne "djip-djip-djip-zipweet, zipweet" beschrieben, der Alarmruf ist "tsit-tsit".[3][4]

Die Art ist monotypisch.[6]

Lebensweise

Die Nahrung besteht aus Insekten, die meist im dichten Unterholz, aber auch bis in Baumwipfel gesucht, im Fluge gefangen oder von Blättern abgelesen werden.[3]

Fortpflanzung

Die Brutzeit liegt zwischen Oktober und Mai, hauptsächlich zwischen Dezember und Februar. Die Art ist standorttreu. Die kleinen Nester hängen ½ bis 6 m über dem Erdboden in einer Astgabel. Das Gelege besteht aus 1–3 Eiern, die über 15–17 Tage bebrütet werden.[3]

Gefährdungssituation

Der Bestand gilt als stark gefährdet (Endangered) durch Habitatverlust.[7]

Literatur

  • G. L. Bates: Descriptions of seven New Birds from the Mountains of N.W. Cameroon. In: Bulletin of the British Ornithologists' Club, Band 46, S. 91, 1926, Biodiversity Library

Einzelnachweise

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