Bata Tijanic

jugoslawischer Fußballtrainer From Wikipedia, the free encyclopedia

Veselin Bata Tijanic (* 21. April 1945) ist ein ehemaliger jugoslawischer Fußballtrainer.

Sportlicher Werdegang

Tijanic, der es als Jugendspieler beim FK Roter Stern Belgrad zum jugoslawischen Juniorennationalspieler gebracht hatte, aber den Durchbruch trotz Vertrag bei Red Star Paris im Erwachsenenbereich nicht schaffte, kam Ende der 1960er Jahre nach Deutschland, um an der Deutschen Sporthochschule Köln eine Ausbildung als Sport- und Fußballlehrer zu absolvieren. Später arbeitete er als Assistent sowie Amateurtrainer bei Hannover 96. 1976 übernahm er beim seinerzeitigen Fünftligisten VfL Germania Leer seinen ersten Cheftrainerposten und führte den Klub in die viertklassige Landesliga Niedersachsen.[1]

Im Sommer 1979 übernahm Tijanic nach dem Wiederaufstieg des Klubs das Traineramt beim Zweitligisten OSC Bremerhaven. Nach nur einem Sieg aus den ersten elf Saisonspielen der Zweitligasaison 1979/80 wurde er wenige Tage nach einer 2:3-Niederlage beim bisherigen Schlusslicht SV Arminia Hannover freigestellt und statt der Wunschlösung Hans-Wilhelm Loßmann, der direkt absagte, am Folgetag Egon Coordes als Spielertrainer mit der Trainingsleitung des Tabellenletzten betraut.[2]

Anschließend trainierte Tijanic den VfL Ockenhausen, mit dem er 1980 Meister der Bezirksoberliga Weser-Ems wurde. Während der Verbandsliga-Niedersachsen-Spielzeit 1980/81 kehrte er zu Germania Leer zurück, von wo er im Frühjahr 1982 vom Nord-Oberligisten VfB Oldenburg mit einem Zwei-Jahres-Vertrag ausgestattet als Nachfolger des im folgenden Sommer scheidenden Gerd Bohnsack verpflichtet wurde.[3] Mit dem vormaligen Zweitligisten rutschte er in der Spielzeit 1982/83 in den Abstiegskampf. Nach nur einem Sieg aus den letzten fünf Spielen wurde er im Januar 1983 Opfer einer Spielerrevolte und wurde kurz vor dem Spiel gegen Holstein Kiel, das ohne ihn mit 4:0 gewonnen wurde, beurlaubt.[4]

Knapp eine Woche nach der Trennung vom VfB Oldenburg saß Tijanic beim am Tabellenende stehenden Ligakonkurrenten SV Atlas Delmenhorst auf der Trainerbank.[5] Trotz verpassten Klassenerhalts blieb er über den Sommer hinaus Trainer des Klubs. Nach Gewinn der Meisterschaft am Ende der Verbandsligasaison 1983/84 verpasste er mit der Mannschaft in der Aufstiegsrunde punktgleich mit dem Hamburger Vertreter Altona 93 aufgrund der schlechteren Tordifferenz den direkten Wiederaufstieg. Im folgenden Jahr verpasste er als Tabellenvierter die Aufstiegsrunde.

Im Sommer 1985 heuerte Tijanic beim Ligakonkurrenten Kickers Emden an, mit dem er in der anschließenden Spielzeit in Abstiegsgefahr geriet und Mitte Februar 1986 vorzeitig von seinen Aufgaben entbunden wurde.[6] Während der Oberliga-Saison 1987/88 kehrte er zum zwischenzeitlich wieder aufgestiegenen und im Abstiegskampf befindlichen SV Atlas Delmenhorst zurück, verpasste aber erneut mit dem Klub den Klassenerhalt. Nach dem anschließenden Umbruch in der Mannschaft spielte der Klub auch in der Verbandsliga-Niedersachsen-Spielzeit 1988/89 gegen den Abstieg, der mit zwei Punkten Vorsprung auf den von TuS Hessisch Oldendorf belegten besten Abstiegsplatz vermieden wurde. Später trainierte er zeitweise den Ligakonkurrenten SpVg Aurich.

1999 kehrte Tijanic als Trainerassistent von Willi Belke kurzzeitig zum VfB Oldenburg zurück[7], konnte sich aber mit dem Klub nicht über die finanziellen Modalitäten einig werden und verließ nach einer Woche Tätigkeit den Klub erneut.[8]

Hauptberuflich betrieb Tijanic gemeinsam mit seiner Frau ab den 1980er Jahren ein Sportfachgeschäft in Leer. 2000 wurde das Unternehmen aufgelöst.

Einzelnachweise

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