Bayerland

ehemaliger deutscher Motorradhersteller From Wikipedia, the free encyclopedia

Bayerland war ein deutscher Motorradhersteller, der von 1924 bis 1930 in München bestand.

Bayerland-J.A.P. V-Zweizylinder, Viertakt-SV, 680 cm³, 17 PS, Para­llelo­gramm-Vorderradgabel, Hinterrad unge­federt, Höchstgeschwindigkeit 120 km/h, Baujahr 1927

Geschichte

Das Unternehmen wurde von Ing. Anton Baierlein gegründet und produzierte Motorräder, die zumeist mit Einbaumotoren des englischen Herstellers J.A.P. mit Hubräumen von 250 bis 500 cm³ ausgestattet waren.

Neben der Serienfahrzeugen baute Bayerland auch Rennmaschinen. Besonders erfolgreich war ein Modell, das mit einem 990-cm³-V2-J.A.P.-Motor ausgerüstet war. Der Mühldorfer Bahnrennfahrer Josef „Sepp“ Giggenbach gewann damit unter anderem 1927 auf dem Nürburgring den Großen Preis von Deutschland in der 1000-cm³-Klasse und krönte sich damit, da das Rennen in diesem Jahr der Lauf um die Motorrad-Europameisterschaft war, zum Europameister.[1][2] Er fuhr das Rennen über 18 Runden auf der Gesamtstrecke (Nord- und Südschleife) bzw. 509,4 km in 5:58:36,4 Stunden, was einem Durchschnitt von 85,52 km/h entspricht. Zweiter wurde Werner Huth auf Harley-Davidson mit einem Rückstand von fast 16 Minuten.[3] Von zwölf gestarteten Maschinen fuhren sechs das Rennen bis zum Ende.[4] Zwei Jahre später siegte Giggenbach in der großen Klasse auch beim Schleizer Dreiecksrennen.[5]

1930 kam bedingt durch die Weltwirtschaftskrise das Aus für Bayerland.

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Wiktionary: Bayerland – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen

Einzelnachweise

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