Bayern-Takt
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Der Bayern-Takt beschreibt ein System von Zugverbindungen im Nahverkehr in Bayern und Teilen Baden-Württembergs, wobei nahezu alle Strecken im Stundentakt bedient werden. An als Anschlussknoten bezeichneten Bahnhöfen treffen sich die Züge, so dass Umstiegsmöglichkeiten bestehen.


Der Bayern-Takt gilt in vier Regionen Süddeutschlands: Schwaben, Franken, Oberbayern und Ostbayern.
Aus Sicht der Bayerischen Eisenbahngesellschaft ist der Bayern-Takt inzwischen „nahezu flächendeckend umgesetzt“.[1]
Geschichte
Ende 1991 lief die Planung eines Integralen Taktfahrplans für den süddeutschen Raum (Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz sowie ein Teil Bayerns).[2]
1993 startete der Allgäu-Schwaben-Takt als Testprojekt und erwies sich als erfolgreich.[3]
Auch der kurz danach gestartete Rheinland-Pfalz-Takt und 3-Löwen-Takt in Baden-Württemberg zeigten Erfolge.
So wurde der Bayern-Takt Mitte 1996 eingeführt.[4]
Mit der Einführung des Bayern-Taktes wurde die Zahl der Züge erhöht, Fahrzeiten verkürzt und Anschlüsse verbessert.[5] Auf nahezu allen Strecken verkehren seither Züge mindestens im Zwei-Stunden-Takt, bis in den Abend hinein.[4]
Zwischen 1996 und 2006 stieg die Zahl der Reisenden im bayerischen Schienenpersonennahverkehr um 25 Prozent an. Die vom Freistaat Bayern bestellten Zugkilometer stiegen von 96 Millionen (1998/1999) über 103 Millionen (2005) auf 116,6 Millionen (2012)[6] pro Jahr an. Die Zahl der Reisenden nahm von 934,5 Millionen (2000) auf 983,1 Millionen (2005) zu.[5] Zwischen 1996 und 2019 nahm die Nachfrage im bayerischen Nahverkehr um 75 Prozent zu.[1]