Beber (Oder)
Nebenfluss der Oder
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Die Beber (auch Pöhlder Bach) ist ein Fließgewässer im Landkreis Göttingen in Niedersachsen.
| Beber Pöhlder Bach | ||
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Wiesen an der Beber östlich von Pöhle | ||
| Daten | ||
| Gewässerkennzahl | DE: 488266 | |
| Lage | Niedersachsen | |
| Flusssystem | Weser | |
| Abfluss über | Oder → Rhume → Leine → Aller → Weser → Nordsee | |
| Quelle | westlich von Bartolfelde 51° 35′ 40″ N, 10° 25′ 13″ O | |
| Quellhöhe | 286 m ü. NN[1.1] | |
| Mündung | nordwestlich von Pöhlde in die Oder 51° 37′ 24″ N, 10° 16′ 35″ O | |
| Mündungshöhe | 194 m ü. NN[1.1] | |
| Höhenunterschied | 92 m | |
| Sohlgefälle | 7,7 ‰ | |
| Länge | 11,9 km[1] | |
| Einzugsgebiet | 23,61 km²[1] | |
Der knapp 12 Kilometer lange Zufluss der Oder hat seine Quelle etwa 2 Kilometer westlich von Bartolfelde, einem Stadtteil von Bad Lauterberg im Harz. Von dort fließt die Beber in westlicher Richtung und mündet etwa 2 Kilometer nordwestlich vom Kernbereich von Pöhlde, einem Ortsteil der Stadt Herzberg am Harz, von links in die Oder.
Der Bach verläuft durch das Gipskarstgebiet südlich des Harzes. In der Systematik des Handbuchs der naturräumlichen Gliederung Deutschlands liegt der Bachlauf in der Haupteinheit Südwestliches Harzvorland (376). Die Quelle der Beber entspringt in der Teileinheit Bartolfelder Zechsteinhügel (376,26). Die dortigen Hügel sind aus Zechstein-Dolomiten aufgebaut und überragen die Talauen um 50 bis 80 Meter. Erdfälle sind häufig.[2] Der Beberteich liegt in einem Erdfall, ihm entspringt ein Bach, der der Beber zufließt. Im Hügelland passiert die Beber die Wüstung Königshagen, an der heute wieder ein Hof steht.
Der Unterlauf der Beber liegt in der Teileinheit Schotterfluren der Rhume, Oder und Sieber (376,23), die aus groben Harzgeröllen aufgebaut ist. Vor dem Bau der Talsperren im Harz waren verheerende Überschwemmungen häufig.[3]
In Pöhlde fließt der Beber der Mühlengraben zu, der bei Scharzfeld von der Oder abgeleitet wird. Die Beber hat oberhalb des Mühlengrabens einen Abfluss von 30 Liter pro Sekunde. Über den Mühlengraben werden rund 1000 Liter pro Sekunde zugeleitet, so dass die Mündungsstrecke der Beber auch als Flussarm der Oder betrachtet werden kann.[4.1]
Wasser der Beber versickert in den verkarsteten Schichten und tritt in der Rhumequelle wieder zutage. Die Karstquelle liegt, bezogen auf den Bachlauf, rund 2 Kilometer südlich und etwa 50 Meter tiefer. Die Beber ist eine der Hauptversickerungsstrecken des Karstgebiets,[4.2] fällt aber nicht regelmäßig trocken.[5.1]
Die Beber ist ein Gewässer II. Ordnung und wird dem Fließgewässertyp feinmaterialreicher, silikatischer Bach zugeordnet. Es erfolgt keine Einleitung von Abwasser; im Mai 2002 wurde der Bach in die Gewässergüteklasse I-II „gering belastet“ eingestuft.[4.1]
