Benazolin

chemische Verbindung From Wikipedia, the free encyclopedia

Benazolin ist eine synthetisch hergestellte chemische Verbindung aus der Gruppe der Thiazolinone (Thiazoline mit einer Ketogruppe) bzw. der Benzothiazolinone. Der farblose, kristalline Feststoff wird vorwiegend als Unkrautbekämpfungsmittel eingesetzt.

Schnelle Fakten Strukturformel, Allgemeines ...
Strukturformel
Strukturformel von Benazolin
Allgemeines
Name Benazolin
Andere Namen
  • 2-(4-Chlor-2-oxo-1,3-benzothiazol-3-yl)essigsäure (IUPAC)
  • 4-Chlor-2-oxobenzothiazolin-3-ylessigsäure
  • Cornox
Summenformel C9H6ClNO3S
Kurzbeschreibung

farbloser Feststoff[1]

Externe Identifikatoren/Datenbanken
CAS-Nummer 3813-05-6
EG-Nummer 223-297-0
ECHA-InfoCard 100.021.180
PubChem 19662
ChemSpider 18521
Wikidata Q816692
Eigenschaften
Molare Masse 243,67 g·mol−1
Aggregatzustand

fest

Schmelzpunkt

193 °C[2]

Siedepunkt

zersetzt sich[3]

pKS-Wert

3,04[4]–3,6[5]

Löslichkeit
Sicherheitshinweise
GHS-Gefahrstoffkennzeichnung aus Verordnung (EG) Nr. 1272/2008 (CLP),[6] ggf. erweitert[1]
Gefahrensymbol

Achtung

H- und P-Sätze H: 315319412
P: 273305+351+338[1]
Toxikologische Daten
Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen (0°C, 1000 hPa).
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Gewinnung und Darstellung

Benazolin kann durch Reaktion von 2-Chloranilin mit Ammoniumthiocyanat und Chloressigsäureethylester gewonnen werden.[9]

Synthese von Benazolin
Synthese von Benazolin

Eigenschaften

Benazolin ist ein brennbarer farbloser Feststoff, der praktisch unlöslich in Wasser ist.[1] Die Löslichkeit in Wasser bei 20 °C und pH 3 beträgt nur 500 mg·l−1.[2] Der pKS-Wert der Carbonsäure wird – je nach Quelle – mit 3,04[4] oder 3,6[5] angegeben.

Verwendung

Benazolin ist ein Herbizid, das als Xenobiotikum in Böden vorkommt.[10] Die Wirkung beruht auf der Hemmung des Auxin-Transportes.[3] Es ist die Ausgangsverbindung für eine Reihe von Substanzen mit ähnlichen Eigenschaften, wie sein Kaliumsalz[11], Benazolin-Dimethylammonium[12] und Benazolin-Ethyl[13].

Zulassung

Benazolin wurde 2002 nicht in die Liste der in der Europäischen Union zulässigen Pflanzenschutzwirkstoffe aufgenommen. In den Staaten der EU und in der Schweiz sind keine Pflanzenschutzmittel mit diesem Wirkstoff zugelassen.[14]

Einzelnachweise

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