Benno Sabarth

deutscher Reichsgerichtsrat From Wikipedia, the free encyclopedia

Leben

Er war der Sohn des Wirklichen Geheimen Oberfinanzrats Franz Ludwig Vinzenz Sabarth.[2] 1866 legte er das Abitur am Lyceum in Hannover ab. Anschließend begann er Rechtswissenschaften in Göttingen zu studieren. Als Student wurde er 1866 Mitglied des Corps Bremensia Göttingen.[3] Er wurde promoviert. 1869 erfolgte seine Vereidigung. 1875 wurde er Amtsrichter.

Benno Sabarth (oben rechts) im Darwin-Album von 1877 - Blatt 13 Tilsit

Er bekannte sich offen zum Darwinismus und beteiligte sich am Ehrengeschenk der deutschen Anhänger zu Darwins 69. Geburtstag, einem vom Rechnungsrat und Naturforscher Emil Rade (1832–1931) initiierten, von Ernst Haeckel geförderten und im Wesentlichen von Arthur Fitger mit insgesamt 21 Blättern gestalteten mit Silber-(und Gold-)beschlägen reich verzierten 50 cm hohen und 43 cm breiten Album (Darwin-Album von 1877),[4] in dem ab Blatt 3 zahlreiche Fotografien seiner Anhänger in je ein bis zehn passepartoutartig geschnittenen Feldern eingefügt sind. Als Doctor juris Sabarth Amtsrichter wurde er auf Blatt 13, Abschnitt Tilsit, in diesem Album, das Darwin im Februar 1877 überreicht wurde, aufgenommen.[5]

1883 ernannte man ihn zum Landrichter. 1888 beförderte man ihn zum Landgerichtsrat. 1891 wurde er als Landgerichtsrat in Hannover zum Oberlandesgerichtsrat in Celle befördert und 1894 zum Landgerichtsdirektor in Lüneburg.[6] Am Neujahrstag 1900 kam er an das Reichsgericht. Er war im III. und II. Strafsenat tätig. Er trat am 1. Dezember 1923 in den Ruhestand.

Schriften

  • Zur Frage der Berichtigung des Protokolles über die Hauptverhandlung, Deutsche Juristen-Zeitung Jahrgang 11 (1906), Sp. 570.
  • Eine absonderliche öffentliche Urkunde, Deutsche Juristen-Zeitung Jahrgang 17 (1912), S. 1399.

Quelle

  • Adolf Lobe: Fünfzig Jahre Reichsgericht am 1. Oktober 1929, Berlin 1929, S. 368.

Einzelnachweise

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