Benson Henderson

US-amerikanischer MMA-Kämpfer From Wikipedia, the free encyclopedia

Benson „Ben“ Henderson (* 16. November 1983 in Colorado Springs, Colorado) ist ein ehemaliger US-amerikanischer MMA-Kämpfer, dessen Profikarriere von 2006 bis 2023 andauerte. Er bestritt 42 Profikämpfe mit 30 Siegen und war Leichtgewichts-Champion der Verbände World Extreme Cagefighting (WEC) und Ultimate Fighting Championship (UFC), sowie dreifacher Titelherausforderer bei Bellator MMA. Sein Sieg gegen Donald Cerrone 2009 wurde von Sports Illustrated und Sherdog jeweils zum Kampf des Jahres[1] und auch seine Niederlage gegen Anthony Pettis 2010 von USA Today zum Kampf des Jahres gewählt.[2] 2012 wurde er von MMAWeekly, ESPN und der UFC zum Kämpfer des Jahres ernannt.[3]

KampfnameSmooth / Bendo
Größe1,75 m
NationalitätVereinigte Staaten Vereinigte Staaten
Schnelle Fakten Daten, Kampfname ...
Benson Henderson
Benson Henderson (2008)
Benson Henderson (2008)
Daten
Kampfname Smooth / Bendo
Größe 1,75 m
Gewicht Leichtgewicht
Nationalität Vereinigte Staaten Vereinigte Staaten
Geburtsdatum 16. November 1983
Geburtsort Colorado Springs
Team MMA Lab in Glendale (Arizona)
Kampfstil BJJ
Website smoothbensonhenderson.com
MMA-Statistik
Siege 30
K. o. 5
Aufgabe 9
Punkte 16
Niederlagen 12
K. o. 2
Aufgabe 3
Punkte 7
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Der Sohn eines afroamerikanischen Vaters und einer koreanischen Mutter trainierte im The Lab, Arizonas führendem MMA-Zentrum, wo er anfangs im Austausch für Trainingseinheiten, Hausmeisterdienste übernahm. Später wurde er neben seinem ehemaligen Trainer John Crouch, einer der Eigentümer und Betreiber der Einrichtung. Dort ist er auch als Instruktor für MMA, Brazilian Jiu-Jitsu, Kickboxen sowie Ringen tätig und betreut die Mitglieder der Einrichtung auf MMA-Events.[4][5]

Beginn und erste Erfolge im Kampfsport

Henderson wuchs in Federal Way (Washington) auf und begann im Alter von drei Jahren mit dem Training im Taekwondo, wobei er sich später auch in Karate, Judo und Capoeira versuchte. Während seiner Zeit an der Decatur High School von 1998 bis 2002 begann er mit dem Ringen, gewann 130 von 151 Kämpfen und wurde zweimaliger State Champion, ehe er im Anschluss an das Dana College in Blair (Nebraska) wechselte. Dort erreichte er eine Ringerbilanz von 141-28, erlangte den Status eines All-American der National Association of Intercollegiate Athletics (NAIA) und gewann im Abschlussjahr 2005/06 die nationale NAIA-Meisterschaft. Henderson schloss sein Studium mit Auszeichnung ab und erwarb einen Bachelor in Biologie, ehe er sein Training im MMA Lab begann, wo er seine Fähigkeiten um das Boxen, BJJ und Muay Thai erweiterte. In seiner MMA-Amateurlaufbahn erreichte er eine Bilanz von 4-1.[6]

Sein Debüt als Profi-MMA-Kämpfer gab er am 18. November 2006 in North Platte[7] und erzielte eine Bilanz von 7-1, ehe er bei World Extreme Cagefighting (WEC) unter Vertrag genommen wurde. Dort siegte er gegen Anthony Njokuani (Kampfbilanz: 9-1)[8] sowie Shane Roller (5-1)[9], ehe er am 10. Oktober 2009 mit einem einstimmigen Punktsieg gegen Donald Cerrone (10-1) den WEC-Interimstitel im Leichtgewicht gewann.[10] Am 10. Januar 2010 bezwang er in Sacramento den ehemaligen UFC-Kämpfer Jamie Varner (16-2) per Guillotine Choke zur Aufgabe in der dritten Runde und wurde dadurch WEC-Champion im Leichtgewicht.[11] Im April 2010 gewann er zudem den Rückkampf gegen Cerrone durch Guillotine Choke in Runde 1.[12] Am 16. Dezember 2010 verlor er dann durch eine Punktniederlage gegen den späteren UFC-Champion Anthony Pettis (12-1).[13]

Ultimate Fighting Championship (UFC)

Im Januar 2011 wurde die WEC in die UFC eingegliedert[14] und Henderson gewann sein Debüt in der Organisation am 30. April 2011 im kanadischen Toronto einstimmig nach Punkten gegen Mark Bocek (9-3).[15] Nach weiteren Punktsiegen gegen Jim Miller (20-2)[16] und Clay Guida (29-11)[17] qualifizierte er sich für den UFC-Titelkampf im Leichtgewicht gegen Frankie Edgar (15-1)[18], den er am 26. Februar 2012 im japanischen Saitama einstimmig nach Punkten gewann.[19] Auch den Rückkampf gegen Edgar im August 2012 in Denver gewann er durch Punktentscheidung[20][21] und gewann auch zwei weitere Titelverteidigungen jeweils nach Punkten gegen Nate Diaz (16-7)[22] und den ehemaligen Strikeforce-Champion Gilbert Melendez (21-2), wobei er mit vier gewonnenen Titelkämpfen den Leichtgewichtsrekord von B.J. Penn einstellte.[23] Am 31. August 2013 verlor er den Titel in Milwaukee durch Aufgabe in der ersten Runde an Anthony Pettis (16-2), dem er bereits 2010 bei der WEC unterlegen war.[24]

Nach Siegen gegen Josh Thomson (20-5)[25] und Rustam Chabilov (17-1)[26], unterlag er am 23. August 2014 in Tulsa durch KO in der ersten Runde gegen den auf Rang 5 geführten Rafael dos Anjos (21-7).[27] Am 18. Januar 2015 unterlag er zudem nach Punkten gegen Donald Cerrone, den er bei der WEC zweimal besiegt hatte.[28] 2015 gewann er dann noch im Weltergewicht gegen Brandon Thatch (11-1)[29] und Jorge Masvidal (29-9).[30]

Bellator MMA

Nach Auslaufen seines UFC-Vertrages wurde er am 1. Februar 2016 bei Bellator MMA verpflichtet.[31] Sein Debüt in der Organisation war zugleich ein Titelkampf um den Gürtel im Weltergewicht, wobei er jedoch am 22. April 2016 in Uncasville nach Punkten gegen den russischen Champion Andrei Koreschkow (18-1) unterlag.[32] Im Anschluss trat er wieder im Leichtgewicht an und siegte im August 2016 gegen den ehemaligen Bellator-Champion im Federgewicht, Patrício Freire (25-3), durch TKO in der zweiten Runde.[33] Dadurch qualifizierte er sich erneut für den Titelkampf gegen Michael Chandler (15-3), ein späterer erfolgreicher UFC-Kämpfer, verlor das Duell jedoch am 19. November 2016 im kalifornischen San José durch eine knappe 2:1-Punktniederlage.[34] Eine weitere Niederlage erlitt Henderson am 23. September 2017 erneut durch eine 2:1-Punktentscheidung gegen den späteren Bellator-Champion Patricky Freire (17-8), den Bruder seines früheren Gegners Patrício Freire.[35]

Anschließend blieb Henderson in vier Kämpfen ungeschlagen und siegte dabei jeweils gegen Roger Huerta (24-9, ehemaliger UFC-Kämpfer)[36], Saad Awad (23-9)[37], Adam Piccolotti (11-2)[38] und Myles Jury (17-4, ehemaliger UFC-Kämpfer)[39]. Am 7. August 2020 verlor er dann jedoch in einem Rückkampf durch KO in Runde 1 gegen Michael Chandler, einem zu diesem Zeitpunkt bereits dreifachen Bellator-Champion, der nach diesem Sieg bei der UFC einstieg.[40] Auch seinen nächsten Kampf verlor Henderson am 19. November 2020 im Weltergewicht einstimmig nach Punkten gegen den späteren Bellator-Champion Jason Jackson (12-4)[41]. Nach einer längeren Auszeit stieg er erst am 16. Oktober 2021 wieder in den Käfig und verlor einen Leichtgewichtskampf nach Punkten gegen den ehemaligen Bellator-Champion Brent Primus (10-2).[42]

Am 29. Januar 2022 gelang Henderson in Phoenix ein Punktsieg gegen den seit 2009 ungeschlagenen Russen Islam Mamedow (20-1)[43] und am 23. September desselben Jahres in der irischen Hauptstadt Dublin ein weiterer Punktsieg gegen Peter Queally (13-6).[44] Er konnte anschließend erneut um den Leichtgewichtstitel der Organisation antreten, wobei er am 10. März 2023 in San José durch Aufgabe in der ersten Runde gegen den ungeschlagenen Titelträger Usman Nurmagomedow (16-0) verlor.[45]

Wettkämpfe im Brazilian Jiu-Jitsu

Im BJJ startete er innerhalb der Arizona State Brazilian Jiu-Jitsu Federation (AZSBJJF), war dort im Mittelgewicht jeweils zweifacher State Champion in den Gurtfarben Lila und Braun, sowie dreifacher Gewinner der offenen Klasse und wurde vom Verband 2010 als MVP ausgezeichnet.[46] Bei der IBJJF-Weltmeisterschaft 2011 in Long Beach gewann er Bronze im Leichtgewicht (Braungurt)[47] und bei der IBJJF-No-Gi-Weltmeisterschaft 2014 in Las Vegas Bronze im Mittelgewicht (Schwarzgurt).[48]

Commons: Benson Henderson – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

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