Bensulfuron-methyl

chemische Verbindung From Wikipedia, the free encyclopedia

Bensulfuron-methyl ist eine chemische Verbindung aus der Gruppe der Sulfonylharnstoffe, welche 1984 von DuPont als Herbizid eingeführt wurde.

Schnelle Fakten Strukturformel, Allgemeines ...
Strukturformel
Allgemeines
Name Bensulfuron-methyl
Andere Namen
  • Methyl-α-[(4,6-dimethoxypyrimidin-2-ylcarbamoyl)sulfamoyl]-o-toluat (IUPAC)
  • Londax
Summenformel C16H18N4O7S
Externe Identifikatoren/Datenbanken
CAS-Nummer 83055-99-6
EG-Nummer 401-340-6
ECHA-InfoCard 100.100.328
PubChem 54960
Wikidata Q2896712
Eigenschaften
Molare Masse 410,40 g·mol−1
Aggregatzustand

fest

Schmelzpunkt
  • 185–188 °C (weißer bis leicht gelber Feststoff)[1]
  • 180 °C (in technischer Qualität)[1]
Löslichkeit

sehr schwer in Wasser (0,12 g·l−1 bei 25 °C)[1]

Sicherheitshinweise
GHS-Gefahrstoffkennzeichnung aus Verordnung (EG) Nr. 1272/2008 (CLP),[2] ggf. erweitert[3]
Gefahrensymbol Gefahrensymbol

Achtung

H- und P-Sätze H: 317410
P: 261272273280302+352333+313[3]
Toxikologische Daten

> 5000 mg·kg−1 (LD50, Ratte, oral)[1]

Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen (0°C, 1000 hPa).
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Gewinnung und Darstellung

Bensulfuron wird in einer mehrstufigen Synthese ausgehend von 2-Methylbenzoesäuremethylester dargestellt. Dieser wird chloriert; im nächsten Schritt reagiert das Zwischenprodukt mit Thioharnstoff und wird nochmals chloriert. Durch Reaktion mit Ammoniak, Phosgen und Addition von 2-Amino-4,6-dimethoxypyrimidin entsteht nun Bensulfuron.[4]

Verwendung

Bensulfuron-methyl wird als selektives, systemisches Herbizid im Reisanbau verwendet. Es wirkt durch Hemmung der Acetolactat-Synthase.[1]

Zulassung

In einigen Staaten der EU sind Pflanzenschutzmittel mit diesem Wirkstoff zugelassen, unter anderem in Österreich, nicht jedoch in Deutschland oder der Schweiz. In einigen Veröffentlichungen wird der Name des Wirkstoffs verkürzt als "Bensulfuron" angegeben.[5]

Einzelnachweise

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