Vorschlag für Donnerstag, 19. März 2026: Eudaimonie
Eudaimonie (auch
Eudämonie) ist ein Begriff der antiken Philosophie. Er bezeichnet eine gelungene Lebens
führung nach den Anfor
de
rungen und Grund
sätzen einer philoso
phischen Ethik und den damit verbundenen ausge
glichenen Gemüts
zustand. Das Wort wird gewöhnlich mit „Glück“ oder „Glück
seligkeit“ übersetzt. Diese Über
setzungen werden aber in der Forschung als ungenau kritisiert. Daher wird in der altertums
wissen
schaftlichen Fach
literatur „Eudaimonie“ oft unübersetzt gelassen. Für die zahlreichen antiken Denker, die eine „eudaimonis
tische“ – auf die Eudaimonie ausgerichtete – Ethik vertraten, war es selbst
verständlich, dass das mit diesem Begriff bezeichnete Ideal eigentlich das Ziel aller Menschen ist. Diese Annahme wird als „eudaimonis
tisches Axiom“ bezeichnet. Das Ziel galt als prinzipiell erreichbar. Den beschwer
lichen Weg zur Eudaimonie sahen die Philosophen in ihrer jeweiligen Lehre. Ein mit der Ziel
vorstellung verbundenes, sehr verbreitetes Ideal war die Selbst
genügsam
keit (Autarkie).
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