Benzalanilin

chemische Verbindung From Wikipedia, the free encyclopedia

Benzalanilin oder richtiger Benzylidenanilin ist eine organische chemische Verbindung und zählt zu den Azomethinen.

Schnelle Fakten Strukturformel, Allgemeines ...
Strukturformel
Strukturformel des Benzalanilins
Allgemeines
Name Benzalanilin
Andere Namen
  • N,1-Diphenylmethanimin (IUPAC)
  • Benzalanilin
  • Benzylidenanilin
  • N-(Phenylmethyliden)anilin
Summenformel C13H11N
Kurzbeschreibung

gelber Feststoff[1]

Externe Identifikatoren/Datenbanken
CAS-Nummer 538-51-2
EG-Nummer 208-694-9
ECHA-InfoCard 100.007.906
PubChem 10858
ChemSpider 10294712
Wikidata Q818455
Eigenschaften
Molare Masse 181,23 g·mol−1
Aggregatzustand

fest[1]

Dichte

1,038 g·cm−3 (55 °C)[2]

Schmelzpunkt

54 °C[3]

Siedepunkt

310 °C[4]

Löslichkeit

nahezu unlöslich in Wasser, leicht löslich in Ethanol und Diethylether[3]

Brechungsindex

1,600 (100 °C)[2]

Sicherheitshinweise
GHS-Gefahrstoffkennzeichnung[1]
Gefahrensymbol

Achtung

H- und P-Sätze H: 315319335
P: 261264271280302+352305+351+338[1]
Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen (0°C, 1000 hPa). Brechungsindex: Na-D-Linie, 20 °C
Schließen

Aufgrund der polaren N=CH-Doppelbindung ist dieses Molekül ein guter Angriffspunkt für nukleophile Reaktionspartner.

Eigenschaften

Benzylidenanilin ist in reiner Form (Reaktion von frisch destilliertem Anilin mit Benzaldehyd) ein gelbes Pulver mit marzipanartigem Geruch. Wird bei der Darstellung braunes Anilin verwendet, so verändert sich die Farbe des Benzalanilins eher ins gelbgrüne bzw. gelbgraue. Die Substanz ist wasserunlöslich, löst sich aber sehr gut in organischen Lösungsmitteln wie Ethanol, Diethylether, Dichlormethan (DCM) und Chloroform.

Gewinnung und Darstellung

Benzalanilin entsteht durch eine Kondensationsreaktion von Anilin mit Benzaldehyd (Carbonylkomponente) unter Wasserabspaltung.[5] Dabei reagiert ein Äquivalent Benzaldehyd mit einem Äquivalent Anilin zu Benzylidenanilin:

Verwendung

Wie Dibenzalaceton findet auch Benzalanilin Verwendung in der Organometallchemie, etwa als Ligand[6] in Komplexen des Palladiums, Titans oder Molybdäns.[7]

Einzelnachweise

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