Bergnerzell
Ortsteil der Stadt Feuchtwangen
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Bergnerzell ist ein Gemeindeteil der Stadt Feuchtwangen im Landkreis Ansbach (Mittelfranken, Bayern).[2] Bergnerzell liegt in der Gemarkung Mosbach.[3]
Bergnerzell Stadt Feuchtwangen | |
|---|---|
| Koordinaten: | 49° 11′ N, 10° 15′ O |
| Höhe: | 449 m ü. NHN |
| Einwohner: | 82 (25. Mai 1987)[1] |
| Postleitzahl: | 91555 |
| Vorwahl: | 09852 |
Geographie
Das Dorf liegt am Westufer der Wörnitz und an der Ampfrach, die 0,25 km südlich des Ortes als rechter Zufluss in die Wörnitz mündet. Im Norden und Westen schließt sich eine leicht hügelige Ebene mit Gründland und Ackerland an. 0,5 km östlich befindet sich der bewaldete Schloßberg (513 m ü. NHN), eine Erhebung der Sulzachrandhöhen und ein Teil der Frankenhöhe. Die Staatsstraße 2222 führt nach Unterampfrach (2,2 km westlich) bzw. nach Reichenbach zur Staatsstraße 1066 (0,6 km südöstlich). Die Kreisstraße AN 5 führt nach Ungetsheim (2,1 km nördlich).[4]
Geschichte
Bergnerzell wurde wie die übrigen auf zell endenden Orte (Aichenzell, Leiperzell, Rammerzell und Seiderzell) vom Kloster Feuchtwangen angelegt und verwaltet. Da das Kloster 1197 in ein Säkularkanonikerstift umgewandelt wurde, muss die Gründung von Bergnerzell vor 1197 erfolgt sein.
Der Ort lag im Fraischbezirk des ansbachischen Oberamtes Feuchtwangen. Im Jahr 1732 gab es 14 Anwesen. Grundherren waren das Stiftsverwalteramt Feuchtwangen als Oberamt (5 Güter), das Klosterverwalteramt Sulz (1 Hof, 2 Güter), das Kastenamt Feuchtwangen (1 Hof, 1 Halbhof, 1 Gut, 1 Haus; Pfarrei Mosbach: 1 Gut) und die Reichsstadt Dinkelsbühl (1 Gut).[5] Bis zum Ende des Alten Reiches hatte sich an den Verhältnissen nichts geändert.[6][7] Von 1797 bis 1808 unterstand der Ort dem Justiz- und Kammeramt Feuchtwangen.
Mit dem Gemeindeedikt (frühes 19. Jahrhundert) wurde Bergnerzell dem Steuerdistrikt und der Ruralgemeinde Mosbach zugeordnet. Im Zuge der Gebietsreform in Bayern wurde diese am 1. Januar 1972 in Feuchtwangen eingemeindet.[8]
Einwohnerentwicklung
Bau- und Bodendenkmäler

- Burgstall Bergnerzell[20]
- Haus Nr. 7: Wohnstallhaus, eingeschossiges giebelständiges Gebäude mit Schopfwalmdach, Fachwerk, 1822[20]
Religion
Der Ort ist seit der Reformation evangelisch-lutherisch geprägt und bis heute nach St. Michael (Mosbach) gepfarrt. Die Einwohner römisch-katholischer Konfession sind nach St. Ulrich und Afra (Feuchtwangen) gepfarrt.[18]
Literatur
- Johann Kaspar Bundschuh: Bergnerzell. In: Geographisches Statistisch-Topographisches Lexikon von Franken. Band 1: A–Ei. Verlag der Stettinischen Buchhandlung, Ulm 1799, DNB 790364298, OCLC 833753073, Sp. 352 (Digitalisat).
- Georg Paul Hönn: Bergenzell. In: Lexicon Topographicum des Fränkischen Craises. Johann Georg Lochner, Frankfurt und Leipzig 1747, OCLC 257558613, S. 317 (Digitalisat).
- Hans Karlmann Ramisch: Landkreis Feuchtwangen (= Bayerische Kunstdenkmale. Band 21). Deutscher Kunstverlag, München 1964, DNB 453909426, S. 27.
- Anton Steichele (Hrsg.): Das Bisthum Augsburg historisch und statistisch beschrieben. Band 3. Schmiedsche Verlagsbuchhandlung, Augsburg 1872, OCLC 935210351, S. 495 (Digitalisat).
Weblinks
- Bergnerzell in der Ortsdatenbank von bavarikon, abgerufen am 23. November 2021.
- Bergnerzell in der Topographia Franconiae der Uni Würzburg, abgerufen am 18. September 2019.
- Bergnerzell im Geschichtlichen Ortsverzeichnis des Vereins für Computergenealogie, abgerufen am 31. März 2025.