Bernhard Docke
deutscher Rechtsanwalt
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Bernhard Docke (* 1955) ist ein ehemaliger deutscher Rechtsanwalt und Strafverteidiger.
Leben
Er studierte Rechtswissenschaften an der Universität Bremen. Von 1983 bis Ende 2022 war er zugelassener Rechtsanwalt und Strafverteidiger. Docke veröffentlicht vorwiegend im Bereich Straf- und Strafverfahrensrecht. 2006 erhielt er die Carl-von-Ossietzky-Medaille für sein Engagement für die Befreiung von Murat Kurnaz aus Guantanamo.[1][2] 2007 wurde ihm der Werner-Holtfort-Preis für hervorragende Leistung bei der Verteidigung der Bürger- und Menschenrechte und der Udo-Lindenberg-Preis[3] in Anerkennung für das Engagement gegen Rassismus und Fremdenfeindlichkeit sowie 2016 der Friedens- und Kulturpreis der Villa Ichon Bremen verliehen. Er war Sozius der Strafverteidigerkanzlei Hannover & Partner in Bremen.
Bernhard Docke war von 2004 bis 2018 Mitglied des Anwaltsgerichtshofes für Rechtsanwälte der Freien Hansestadt Bremen. Er war Mitglied der Arbeitsgemeinschaft Strafrecht des Deutschen Anwalt-Vereins und der Vereinigung Niedersächsischer und Bremer Strafverteidigerinnen und Strafverteidiger; er ist seit 2012 Mitglied des Menschenrechtsausschusses der Bundesrechtsanwaltskammer.[4]
In Andreas Dresens Spielfilm Rabiye Kurnaz gegen George W. Bush aus dem Jahr 2022 über den Kurnaz-Fall wird seine Figur von Alexander Scheer dargestellt.[5] Docke ging im September 2022 in den Ruhestand.[6]
Weblinks
- Internetpräsenz der Kanzlei Hannover und Partner
- Warum darf das sein? Interview mit Bernhard Docke in der Zeit vom 24. Februar 2007
- Das Recht stirbt zuerst. Bericht über Docke und Kurnaz in der Zeit vom 25. Oktober 2006