Bernstein-Funktion

nicht-negative glatte Funktion From Wikipedia, the free encyclopedia

Eine Bernstein-Funktion ist eine nicht-negative glatte Funktion, deren Ableitungen ein alternierendes Vorzeichen haben, das heißt, sie sind komplett-monoton. Sie haben ihren Ursprung in der Potentialtheorie, werden aber auch in der Funktionalanalysis und der Stochastik untersucht. Sie tauchen insbesondere im Zusammenhang mit der Subordination von -Halbgruppen auf Banach-Räumen oder lokalkonvexen Räumen auf, da der infinitesimale Erzeuger einer subordinierten Gruppe durch solche Funktionen mit dem Erzeuger der ursprünglichen Halbgruppe beschrieben werden kann.[1]

Durch die Lévy-Khinchin-Formel können Bernstein-Funktionen eindeutig durch ein Lévy-Tripel charakterisiert werden.

Die Bernstein-Funktionen sind nach Sergei Natanowitsch Bernstein benannt, sie sind aber auch unter vielen weiteren Namen bekannt, darunter Laplace-Exponenten oder negativ-definite Funktionen.

Bernstein-Funktion

Eine Funktion ist eine Bernstein-Funktion, falls

  • und
  • für alle und gelten.[2]

Lévy-Khinchin-Darstellung

Folgendes ist äquivalent:

  • ist eine Bernstein-Funktion.
  • Es existiert ein eindeutiges Lévy-Tripel , d. h., es existieren zwei Konstanten und ein positives Radonmaß auf mit

so dass

für alle . Letztere Darstellung nennt man Lévy-Khinchin-Darstellung.[2]

Literatur

  • René L. Schilling, Renming Song und Zoran Vondracek: Bernstein Functions: Theory and Applications. Hrsg.: De Gruyter. Berlin, Boston 2012, doi:10.1515/9783110269338.

Einzelnachweise

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